Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 22 (1858)
- Issue
- Heft 3 (11.1.1858)
- Date
- 1858-01-11
- Page
- Seite 37 (sequence 7)
- Language
- German
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37 liche Orte, etwa an die Thüren von ü'iaim 'na anhesten, hoffend, daß selbe nicht ohne Wirkung auf ihre kleingläubigen Anhänger bleiben werde, was aber — Dank dem herrschenden bessern Geiste, großentheils, besonders in großem Orten, wo die Intelligenz immer mehr Boden gewinnt — nicht der Fall ist, denn Niemand beachtet es, Viele machen sich lustig darüber. — *) AlS Curiosum möge hier eine solche Bannformcl mitgetheilt werden, wie sie in neuester Zeit in einer großen Gemeinde — in einer Kreishauptstadt GalizienS — vorgefunden wurde. Dieses merkwürdige Stück Mittelalter lautet buchstäblich also: br"basi nw- NDN v* niNinbi miniLN bipb abr? bw ina yas *im dn' •'•Nyip:n ••''maNü “,'Na bNic biaa a'ianb ammpn ann bs naan iaiv:n öina nibn iv'NN nN nsiisi ns nnisi Sima ''in: vr rnsi N'smsa wnvm iaiip rnn msN w'Nb in' issoNnn nstb -nbianrn zsirr baa mis snnb UNb lrnbsipi a'a'nsui winib bai ama 'br>a amii Ni:bi mCN nm win arnnnbi mn ns bbpbi bai i'iasi Tmsai tssi nin ninbr? ':ian ns B"p'i mnn yib mns' -hün u nb-.pb Damian 'SS a'-nnn bipb 5‘iniabi amra pass NISN pasn sn? sn a'B:rr in maN in \2'n bai *t*£? nar wn bam IN aam in a"a as in ins )n'i niü' hbn bNaw'n ima '«:n naana in inaana aw' in ^b' -in nnm in in ins arnnb msNi lnres sm:m aimn ''N' b>"sa inn nN mapb in i'bin rN npabi ihn ion hinab massib mim mabi? 'man Nin s-msm dt.to 'a aai bab b":n snaan nN r>naa:nb maxi isinn .-in rrnssm aamn 'tp mb win' Nbia m bai -nwiipaw ammasibi -pass “iusn ff'asn nN a"p' nas v irnna •am mana an'br' «am asm' Wie», 31. December. (Privatmitth.) Ein Jahr geht zu Ende. Was hat cS uns gebracht? Die Frage ist bald gestellt, doch ist die Antwort schwer zu geben. Was speciell uns Juden in Oesterreich betrifft, so leben wir nach wie vor im Provisorium und ist unsere Angelegenheit nicht um einen Schritt *) Es soll nicht selten geschehen, daß derselbe Religionsweiser, Rabbiner u. s. w., von dem ein solcher Bannfluch ausgeht, hinterher bei der betreffenden Behörde vorschriftmäßig die Anzeige macht, um den Schein der Gesetzlichkeit gegen jeden Verdacht und Argwohn zu wahren. Corresp. weiter vorgerückt. Ich erinnere mich unwillkürlich an die Antwort eines unvernünftigen Dieners. Er wurde von dem Herrn gefragt, wie das Wetter sei, und die Anlwvct war: es ist gar kein Wetter, neblig ist es. So bbiläusig stehet es bei uns. Wie der Nebel sich lösen wird, weiß man in diesem Augenblick nicht. Doch ich will das bürgerliche neue Jahr nicht mit düstern Gedanken einleiten. Hoffen wir btna1 snpn 'i. Es ist diese Hoffnung in trüben Zeiten nicht zu Schanden geworden, sie wird es auch jetzt nicht werden. Aus dem hiesigen Gemeindeleben habe ich Ihnen wenig zu berichten. Die Cantorcnfrage ist noch immer eine sehr brennende. Sulzer hat das Publikum sehr verwöhnt und doch ist Sulzer eine Erscheinung, wie sie kaum Ein Jahrhundert hervorbringt. Wie ich höre, ist man von dem Gedanken abgekommen, Orgelbegleitung im neuen Tempel einzuführen. Ein Aufsatz von einem bekannten Dichter, welcher in der betreffenden Commission gelesen wurde, soll der Orgel den letzten Stoß versetzt haben.*) Es ist also die Debatte als geschlossen zu betrachten und ich erlaube mir blos zu bemerken, daß jetzt Cantor und Chor bei den großen Räumlichkeiten des neuen Tempels um so mehr berücksichtigt werden müssen. Ich kann nicht vom Tempel sprechen, ohne der letzten Predigt zu gedenken, die Herr De. Jellinek gehalten hat. Der Tert war phba aa'bN nainrt 's 's. Sie hat in vollein Sinne das Publikum begeistert. Der 4. Theil des Beth hamidrasch, der so eben erschienen ist, trägt deutliche Spuren davon, daß der Herausgeber jetzt fern vom Druckorte lebt. Selbst das Titelblatt ist voll von Druckfehlern. Zum Schluffe erlauben Sie mir noch nachträglich zu bemerken, daß der Kreuzerverein heuer das zehnte Jahr seines Bestehens gefeiert hat. Am Chanukafeste wurden 230 Kinder (130 Knaben und 100 Mädchen) wahrhaft großmüthig mit Winterkleidern rc. beschenkt. Wie gewöhnlich, fand auch eine religiöse Ansprache statt. Nach sch r. So eben erfahre ich, daß die Cantorfrage endlich doch zum Abschlüsse gekommen ist. Es wurden die Herren Goldstein und Sulzer jun. *) Wir freuen uns, daß der „bekannte Dichter" ein so frommer Jude ist, und gut ist es, daß das, waS in der Wiener Gemeinde den „letzten Stoß" bekommen, an anderen Orten dadurch nicht das Geringste gelitten hat. Die Redaktion.