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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-12-07 · Heft 50 (7.12.1857) · p. Seite 685

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 50 (7.12.1857)
Date
1857-12-07
Page
Seite 685 (sequence 7)
Language
German
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685 sich das unmittelbare Opfern nicht ausschließt, und hebe vielmehr den Gegensatz hervor avafri]uava und fruatug, welcher besagt: sie bringen Gaben, Ep-nM, aber nicht Thieropfer ) während es nach jener -Auffassung heißen müßte äva&t'jf.iaza xal d'valag Gitllovoi d)X ovx uvtol iniTtXovoi. Auch müßte man nach Frankel'ö Erklärung das erste imitlovoi unmittelbar unv das zweite mittelbar auffassen, wodurch der Gegensatz sehr unklar angegeben wäre. Von diesem Allem sagt Herzfelv kein Wort. Mit den Worten: „Unrichtig tft" ist Niemand widerlegt. Ad 4. Herrn Dr. Herzseld's Worte lauten: „S. 237. wendet er gegen Graetz' Jventistcaüon der Toble - schachrit und Essäer ein 1) daß Erstere nach Berach. 22 a so hießen, weil sie nach einer Pollution ein Morgenbad nahmen, und 2) daß Jos. den Essäern ein Baden vor Tische und Abends, aber ein Morgenbad gerade nicht zugeschrieben. Beides habe ich gegen diese Joentistcation eingewendet." — Hier hat aber Herr Di*. Herzfelv weder Graetz noch mich verstanden, und doch soll ich ihm nachgesprochen haben! Aber rm'2 'b oys bbsb dr2. Die Sache verhält sich folgendermaßen. Herr Dr. Frankel nahm die Toble-schachrit-Essäer (Monatsschr. II, S. 67.) mit Bezug auf Tosiphta Jadaim 4. Hiergegen wendet Herzfelv S. 397. ein, daß ja nach Berach. 22a das Morgenbad wegen Pollution eingerichtet war, mithin Nichrs mit den Effaern gemein habe, und daß man Diejenigen, welche nach der Abschaffung dieses Bades es dennoch beibehalten, Toble-schachrit nannte, übergehet aber— was mich bei seiner bekannten Ehrlichkeit sehr wundern könnte — daß Frankel selbst (das. S. 68. Anm. 7.) auf diese Stelle Bezug nimmt und sie erklärt) er wendet zweitens ein, daß Jos. das Bad vor Tische und des Nachts berichtet, aber nichts von einem Morgenbade, und übergehet wieder — was mich sehr wundern könnte— daß Frankel selbst dieses (das. S. 67. Anm. 3.) urgirt. Ich sage: wundern könnte, weil ich in Wahrheit nicht pedantisch genug bin, um derlei Vergeßlichkeiten so scharf zu nehmen) aber mich darum zu schelten, daß ich auf Frankel und nicht auf ihn Hinweise, also der frühem Autorität ihr Recht vindicire, das geht zu weit. — Vollends irrthümlich ist aber, daß ich Graetz mit Berach. 22 a widerlegt haben soll, da Graetz ja eben in seiner Joentistcation der Essäer mit den Tobleschachrit und Nasiräern erklärt, daß dieses Laden „um sich von etwa eingetretener Pollution zu reinigen" geschehe — nicht wie Frankel, weil sie nach dem Schlaft, überhaupt vor dem Baden den Namen Gottes nicht aussprechen wollten — demnach die Stelle in Berach. ihm ja zur Seite steht. Ich habe ihn vielmehr aus Tosiphta Jadaim widerlegt, wo dieses Bad der Toble-schachrit in keiner Beziehung zu *>pp steht, vorzüglich aber damit, daß Jos. gerade von einem Morgenbade nichts erwähnt, und habe mich, wie billig, auf Frankel bezogen. Meine Worte lauten: „Abgesehen davon, daß dies (Morgenbad) Nichts mit dem Nasireat gemein hat, daß ferner zwar die Tobleschachrit, welche Berach. 22 a erwähnt werden, '»pp nb^att im Auge hatten, dagegen die in Tosiphta Jadaim erwähnten, ganz abgesehen von *np, ein Morgenbad für nöthig erachteten, so erwähnt Jos..Nichts von einem Morgenbade. Hierauf macht schon Herr Dr. Frankel aufmerksam (Monatsschr. II, S. 67.)." Ueber die Ableitung und Erklärung des 2,,B32 hat sich schon Herr Dr. Beer in dieser Zeitung No. 41. ausgesprochen. Ich habe bereits vor vielen Jahren ganz zufällig diese Ableitung nach einer mündlichen Mittheilung des Herrn Dr. Beer brieflich dem Verfasser des Ben Gorni in dessen Namen mitgetheilt. — Diese Erklärung des 2"»222 des Herrn Dr. Beer hatte mich auch auf jene Emendation in Demai 2, 3. geführt, welche sehr nahe liegt und sich fast von selbst ergiebt, sobald man nicht mehr Ln der Erklärung der Commentatoren befangen ist, die das 2^272 mit Taharot und <2 in Verbindung bringen) und hatte ich diese Emendation längst in meinem Exemplare der „Monatsschrift" an der betreffenden Stelle notirt. Diese Erklärung war ich schuldig, werde aber kein Wort mehr über eine solche Verdächtigung verlieren. Dr. W. Landau. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Aus dem Zürstenthum Birkenfeld. (Privatmitth.) Die nachbiblische Geschichte von Emanuel Hecht (Leipzig bei Baumgärtner) erscheint gegenn'ärtig von vr. Lilien thal in englischer Sprache. Sie soll auch ins Schwedische übersetzt worden sein, wie eine frühere Nachricht in diesem Blatte besagte. — Der neue Entwurf eines allgemeinen Schulgesetzes für unser Fürstcnlhum, der demnächst dem Landtage vorgelegt werden soll, enthalt keine Abänderungen in Betreff der jüdischen Schule, die in provisorischer Eigenschaft jetzt Angelegenheit der politischen Gemeinde ist. Ein jüdischer Lehrer fand an einer christ«

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