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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-11-16 · Heft 47 (16.11.1857) · p. Seite 644

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 47 (16.11.1857)
Date
1857-11-16
Page
Seite 644 (sequence 8)
Language
German
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644 Synagoge statt und sind die betreffenden Reden, Documente, Gedichte und Gebete in einem besonderen Heftchen erschienen. In demselben wird die Ansprache des Arltesten Herrn Allmayer milgetheilt, welche in kräftiger Rede die Anwesenden begrüßte; ferner auch die wackere Festrede des Herrn Oberrabbiner Kahn, welche in geschickter Weise die in der heiligen Schrift erwähnten zwei Grundsteinlegungen, daS Laubhüttenfest, dessen vierter Tag gerade war, und die bisherige Geschichte dieses Synagogenbaues verband. Die Spitzen der Behörden und viele Bürger aller Confessionen wohnten der Feier bei. Die hiesige Zeitung würdigte diese Feier und ihre Bedeutung in anerkennendster Weise. Ueberhaupt werden in dem hiesigen Sprengel jetzt viele Synagogen gebaut, und wurden in diesem Sommer zwei vom Oberrabbiner Kahn eingeweiht. — Die „Triersche Volkszeitung" hat aus dem zweiten Bande Ihres Saron die zwei großen Novellen „Die letzte HaSmonäerin" und „HiSpania und Jerusalem" abgedruckt, und haben beide, wie ich versichern kann, den Beifall des christlichen Publikums in außerordentlichem Maße geerntet. Oesterreichischer Kaiserstaat. Magdeburg, 10. November. lPrivatmitth.) Zu unsrem Bedauern erfahren wir auö mehreren Gegenden des Kaiserstaates, daß hie und da von den Localbehörden dem Eingang unseres BibelwerkeS Hindernisse gegeben werden. Wir bemerken daher, daß bereits im Jahre 1853 von der k. k. obersten Polizcistelle in Wien an sämmtliche kaiserliche Statthalter und Landeschefs die entsprechenden Weisungen erlassen worden, daß der Einfuhr unseres BibelwerkeS durchaus kein Hinderniß im Wege stehe. Wir lassen daher hier nochmals das bereits in No. 16. deS Jahrgangs 1853 dieser Zeitung abgedruckte Schreiben der k. k. österreichischen Gesandtschaft zu Berlin, daS wir in jener Zeit zu empfangen so glücklich waren, nach seinem Wortlaute folgen: „Ich bin beauftragt, Ihnen unter Rücksendung der Beilage im Namen der kaiserlichen obersten Polizeibehörde bekannt zu geben, daß dieselbe Ihrem Einschreiten die gewünschte Folge gegeben und an sämmtliche kaiserlichen Statthalter und Landeschefs bereits die entsprechenden Weisungen mit dem Beifügen erlassen habe, daß der Einfuhr deS gedachten Werkes im ganzen Umfange der österreichischen Monarchie an und für sich kein Hinderniß im Wege stehe, außer daß, wie es sich von selbst versteht — die eingeführten Eremplare dieser Bibel gleich andern ausländischen Druckschriften der vorgeschriebenen revisionsämtlichen Behandlung zu unterziehen sein werden. Berlin, den 29. März 1853. Der k. k. Gesandte (gez.) F. v. Thun." Die Berufung auf diese Verordnung der höchsten kaiserlichen Behörde wird jedes Hinderniß aus dem Wege räumen. Aus Galizien, Mitte October. (Privatmitth.) Mit Vergnügen theile ich hier nachstehenden Armeebefehl mit. Er lautet wörtlich also: „Am 19., 20., 28. und 29. k. Mts. sind jüdische Feiertage, weshalb hiermit der Auftrag ergeht, die Mannschaft israelitischen Glaubens an diesen Tagen zur Verrichtung ihrer Andacht vom Dienste ganz frei zu lassen, damit sie ganz ungehindert ihre AndachtSübuiigcn vornehmen können. Wien, am 17. September 1857. In Abwesenheit Sr. k. k. apost. Majestät des Armee - Ober- Commandanten E. H. Wilhelm, m. p. FMlt." AuS „Brody" wird der „Ostdeutschen Post" Folgendes berichtet: Herr Mayer Kallir, ein hochgeachteter Banquier, Mitglied der renommirten Firma Nathansohn's Erbe und A. Kallir, hat, um die zurückgelegten 25 Jahre, während welcher er mit so vieler Pietät dem hiesigen Jsraelitenspitale Vorstand, würdig zu begehen, diesem ein den Geber ehrendes Geschenk gewidmet, das in 25 eisernen, elegant adjustirten Betten sammt vollständiger, zweckmäßiger Einrichtung, so wie Wäsche und einer gleichen Anzahl Schlafröcken besteht und dessen Kosten die Summe von 1200 Fl. übersteigen. Solche humane und hingebende Verwalter wären allen Instituten um so mehr zu wünschen, als Herr Kallir alljährlich daS von ihm protegirte Spital zu beschenken die löbliche Gewohnheit hat. Szarvaö, 27. October. (Privatmitth.) Im Gegensätze zu der in No. 39. Ihres geschätzten Blattes aus Mähren datirten Correspondenz, worin eine dem

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