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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-06-22 · Heft 26 (22.6.1857) · p. Seite 346

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 26 (22.6.1857)
Date
1857-06-22
Page
Seite 346 (sequence 2)
Language
German
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S46 i! L f % •i i; t 1 f auch Manches vom mittelalterlichen Sauerteig enthält, den der intolerante Cantönli- und Sonderbundsgeist in die Schöpfung von 1848 hinein zu treten sich bemühte und wovon der höher stehende schweizerische Staatsmann sowohl die Bundes - als Cantonalgesetzgebung nicht reinigen konnte. Ob die Amerikaner und besonders die jüdischen das Ihrige gethan, um solche Klausel zu verhindern, möchte ich sehr bezweifeln. Markus G. Dreifus, Lehrer. Vom Institute zur Forderung der israelitischen Literatur. Als neue Agenten können wir nennen: S. Cahen, Redacteur der Arch. isr. de Fr., Ritter der Ehrenlegion in Paris. Ries, Religionslehrer in Penzlin. Man hat uns mehrfach zum Vorwurf gemacht, daß wir eine zu geringe Anzahl Mehrexemplare, als die Abonnentenzahl im Augenblicke, wo der Druck beginnt, von den Werken des Instituts abziehen lassen, so daß den Nachbestellungen oder den später eintretenden Abonnenten Exemplare der vorhergehenden Jahre nicht mehr zu Gebote stehen. Aber selbst abgesehen, daß wir dem Institute kein zu großes Risiko aufbürden dürfen, und daß es doch zu viel verlangt ist, einen ununterbrochen dauernden Vertrieb zu unterhalten — so würde, und dies ist die Hauptsache, wenn es Jedem freistünde, zu abonniren, wann er wolle, oder die Bücher des Instituts zu erwerben, wann es ihm beliebe, die völlige Auflösung des Instituts die Folge sein. Es wundert uns wirklich, dies von sonst verständigen Männern nicht begriffen zu sehen. Ja, es würde gerade das erst recht eintreten, was man vermieden wissen will. Es würde beim Beginne des Druckes die Zahl der Abonnenten so wenig feststehen, daß selbst eine große Mehrauflage für die Nachzügler doch nicht genügen würde. Im zweiten Jahre z. B. hatten sich bis zum 1. August 3000 Abonnenten gefunden; wir ließen 3300 Exemplare abziehen, und diese 300' waren bald durch die für entfernte Länder und unter ausnahmßweisen Bedingungen gestatteten Nachbestellungen vergriffen, so daß mit dem Beginn der Versendung die Auflage gänzlich erschöpft war. Würde die Möglichkeit einer beständigen Nachbestellung gegeben sein, so würden sich beim Beginn des Drucks wohl kaum 1500 Abonnenten festgestellt haben; und wollte man das Risiko selbst bis zu 1000 Mehrexemplaren treiben, so könnten doch nur 2500 Abonnenten befriedigt werden. Im Uebrigen schätzen die guten Leute das Risiko bei einer bedeutenden Mehrauflage doch zu gering, denn bei einer größeren Auflage machen die Druck- und Papierkosten ziemlich so viel, wie die Honorar- und Satzkosten aus, was sich bei unsrer diesmaligen Rechnungsablage im Vergleich zu der vorjährigen Herausstellen wird. Im Gegensatz zu den obigen Wünschen müssen wir daher vielmehr denGrundsatz, Nachbestellungen gar nicht mehr anzu nehmen, den festgesetzten Endtermin streng einzuhalten, und höchstens die weite Entfernung als Ausnahmegelten zu lassen, immer konsequenter durchführen, weil wir dadurch den Bestand des Instituts am festesten sichern, einen eracten Geschäftsgang ermöglichen, und die Arbeit für die Leiter des Instituts nicht zu einer unerträglichen machen. Wir gestatten uns, hierauf Alle, welche sich für das Institut interesfiren, aufmerksam zu machen. Der Rechnungsabschluß des 2ten Jahres ist bereits in den Händen der Herren, welche ihn zu controlliren haben, und wird demnach veröffentlicht werden. Das Ergebniß ist ein sehr günstiges; das Desicit des ersten Jahres ist gedeckt, und ein ziemlicher Ueberschuß gewonnen, der, da er nunmehr seststeht, auf Subventionen verwandt werden kann. Dir Juden in den Donaufürstrnthümern. Wir erhalten so eben No. 6. bis 8. des Israelitulu. romanu aus Bukarest. Derselbe fährt fort, als seine besondere Aufgabe zu erstreben: die bürgerliche Gleichstellung der Juden in der Moldau und Wallachei, die Erstarkung der jüdischen Nationalität daselbst und die Annäherung der Juden an die übrigen Volksstämme der dortigen Gegend. Wir theilen hier einen Artikel aus No. 7. mit, überschrieben: Die Israeliten, die Griechen und die Roumänen. Die Roumänen find sehr tolerant, keine Nation ist es in höherm Grade gewesen, und was die Israeliten hier litten, geschah stets auf Veranlassung der Fremden, nie der Roumänen. Zuweilen ereignete sich dergleichen zur Zeit des christlichen Osterfestes, dann machte man aus Stroh ein Bild, behängte es mit Judenkleidern und nannte es Judas; es wurde geschlagen, erhängt und zuletzt verbrannt. In diesem Jahre haben in Giurgewo am Charfreitag griechische Matrosen einen Juden in Efstgie an den

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