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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-06-15 · Heft 25 (15.6.1857) · p. Seite 337

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 25 (15.6.1857)
Date
1857-06-15
Page
Seite 337 (sequence 7)
Language
German
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337 gen Wochen wurde dieser Versuch erneuert, und deshalb eine Versammlung gehalten. Diese Versammlung bestand aus den Herren Groß - Rabbinen deS Central-Conststvriums und des Seine-Consistoriums: A. Cohn, S. Cahen, I. Derenbourg, S. Munk und O. Terquem. Es wurde beschlossen, daß man mit dem Abschnitt Seraim beginnen werde, und daß die fünf übrigen Abschnitte folgen würden, wenn das Publikum den ersten gut ausgenommen. M. A. Cohn hat sich verpflichtet, die Hälfte der Kosten dieses ersten Bandes zu schaffen. Magdeburg, im Juni. Folgende Notiz aus einem Werke des Herrn R. W ullschlägel, der früher Misfionär in Surinam war, wird interesstren. Die ersten Ansiedler Surinams waren theils Engländer, theils portugiesischredende, aus Brasilien und Cayenne eingewanderte Juden. Auf den zahlreichen, jüdischen Besitzern zugehörigen Plantagen wurde mit den Negersclaven das verdorbene Portugiesisch gesprochen, welches mit dem Namen Djoe-tongo (Judensprache) belegt wurde. Mit dem Wohlstände derer, welche diese Sprache eingeführt, ist diese aus der Kolonie fast verschwunden. Während daher die Neger die aus verdorbenem Englisch entstandene Ningre - tongo (Negersprache) sprechen, wird jene sogenannte Judensprache doch noch von einem Stamme der freien Buschneger gesprochen, dem der sogenannten Saramakkaner an der oberen Suriname, welche meist von den genannten Plantagen abstammen und beim Friedensschlüsse 1760 die Wähller an der oberen Saramakka, lief im Innern, bewohnen, jetzt aber ihre Wohnsitze an der oberen Suriname haben. Hamburg, im Juni. Der Cantor und Lehrer, Herr M. I. Zelle, hat eine Subscriptionseinladung auf eine Sammlung hebräischer Gebete und Psalmen (rr-rVtfJT, 2 — 3 B. i. */3 Thlr.) erscheinen lassen, worin er sagt: „Man bestrebt sich aber auch überall, der Würde der Gottesverehrung einen edleren Ausdruck zu geben, und darum will man auch jene Stücke aus späteren, finsteren Zeiten, die das Gepräge jener Zeit des Druckes an sich tragen, aus der Liturgie entfernt wissen. Diesem Streben zu entsprechen, habe ich gelegentlich bei meinen Vorträgen im Leipziger Tempel es versucht, als Ersatz jener dunklen Stücke einiges Neues einzustreuen, und fand mich durch den Beifall der Frommen und Kenner der hebräischen Sprache aufgemuntert und veranlaßt, in Mußestunden Psalmen, Gebete, Bekenntnisse und Betrachtungen im Geiste und Styl der älteren und ältesten hebräischen Sprache zu verfassen, im rein menschlichen Sinne, wie Moses und die heiligen Propheten gelehrt haben. Diese Arbeit ist nun zu einer ansehnlichen Sammlung herangewachsen." Zeitungsnachrichten. Deutschland. Hamburg. Mai. (Eingesandt.) In einer so gut organisirten Verwaltung, wie die unserer hiesigen jüdischen Gemeinde ist, wo ein nützlicher Vorschlag, kaum ausgesprochen, zur Ausführung gelangt, da fühlt man sich desto eher angeregt, auf dringende Bedürfnisse aufmerksam zu machen. So möchte ich darauf Hinweisen, in gleicher Weise wie für die Talmud- Thora-Schule, auch für die Mädchenschule der israelitischen Gemeinde ein geräumigeres Schullocal erbauen zu lassen, da das gegenwärtige für die fortwährende Vermehrung der Schülerinnen jetzt schon zu klein geworden, und der Platz zur Erbauung von selbst sich dazu darbitetet. Bekanntlich wird, sobald die neue Synagoge fertig ist, die alte am Neuensteinweg geräumt und abgebrochen werden. Der Boden aber, auf welchem diese alte Synagoge steht, kann gewisser Umstände halber nicht verkauft werden; außerdem liegt der Platz durch die Vordergebäude abgesperrt von der Straße; es kann also, da das Bedürfniß eines Schulhauses einmal da ist, dieser Platz gewiß keine bessere Verwendung finden als zu vorbenanntem Zwecke. Wollte man aber gegen meinen Vorschlag einwenden: es fehlen uns die Mittel zu solchem Bau, so muß ich hier nochmals meine obigen Worte wiederholen: wenn in unserer Gemeinde eine nützliche Einrichtung vorgeschlagen, so ist deren Ausführung auch in gewisser Aussicht. M. I. Z. Butzbach (Großh. Hessen), 31. Mai. (Privatmitth.) Es wird für Sie, geehrter Herr Redacteur, nicht uninteressant sein, auch etwas von unserer kleinen, im Emporblühen begriffenen Gemeinde zu erfahren. ES ist noch kein Decennium her, daß nur eine jüdische Familie hier ihren Wohnsitz hatte, welche, so wie die ersten später hierher übergesiedelken Familien einem Dorfe, ohnweit hier, zugetheilt waren. Da nun nach und nach die Uebersiedelung leicht von statten ging, namentlich durch die Freizügigkeit von 1848

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