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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-06-15 · Heft 25 (15.6.1857) · p. Seite 336

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 25 (15.6.1857)
Date
1857-06-15
Page
Seite 336 (sequence 6)
Language
German
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336 die ywna und zwar die Zahl derselben angeben, daher mußte sie sagen 'n p nm •pam» *pba"ä 1^, denn dann gehört Hosea 2, 13. zu diesen dreien nicht, sondern zu 't *j73 nn, eben so wenig wie Deut. 21, 14. und 28, 56. aus den bereits oben entwickelten Gründen. Dann muß aber Jes. 5, 14^ hinzukommen und es muß heißen *pb?3 'a yz ypiDB'a, wie im «nipn *p* richtig angeführt ist. Als drittes Fragment führt Herr Ascher eine Maffora an, nach welcher sich in der Genesis 9 Verse finden, in denen ein und dasselbe Wort zwei Mal und zwar das erste Mal plene, das zweite Mal dagegen defect geschrieben ist, zu denen Herr Ascher noch einen zehnten Vers fügt, nämlich Gen. 48, 20., wo dasselbe mit "raab der Fall ist. Wir sind begierig zu erfahren, wo Herr Ascher diese Angabe in solcher Ausführlichkeit gefunden hat, da weder die verschiedenen nbina mfcnptt, noch die späteren massorethischen Schriftsteller, wie der erwähnte Jekuthiel Nakvan, Salomen Norzi und Heidenheim sie haben; ja es ist sogar aus dem b2D Mw des Letzteren zu Gen. 30, 24. deutlich zu ersehen, daß derselbe jene Angabe nicht kannte. Nur die Zahl 'a wird, wie Herr Dr. Frensdorfs bemerkt, kurz angeführt und zwar in der ma88ora marginalis zu Gen. 23, 16.; 47, 17. und im ''w nraa zu Gen. 45, 22. und Erod. 29, 3. (wo aber in der Wiener Ausgabe fälschlich 'ö statt 'a steht). Besonders ist in dieser Hinsicht die letzte Stelle merkwürdig, wo Norzi die 6 Stellen ausführlich nach einer Handschrift anführt, die 9 in der Genesis dagegen unbemerkt läßt. Nach der Meinung unseres Freundes ließe sich sogar beweisen, daß die Maffora jene Angabe gar nicht gekannt habe und sei es daher nicht auffallend, wenn "VjttNb fehlt, da vielleicht entweder eine andere Stelle, etwa msfbn (Gen. 45, 22.), wo 'bVtt aus einem jerusalemischen Manuskripte ansührt Q'-MN auszuscheiden und dafür Tiaab zu setzen oder auch die mit •nam bezeichnet Stelle (Gen. 6, 8.) mit der ersten (6, 2.) für eine zu rechnen und ‘naab einzuschalten ist. Was sich sonst noch in Beziehung auf die drei besprochenen Fragmente sagen ließe, lassen wir für dieses Mal unerörtert in der Hoffnung, bereits in dem Vorstehenden genügend dargethan zu haben, daß wir nach der Probe, welche uns Herr Ascher von seinen Leistungen auf dem Gebiete der Maffora geliefert, vollkommen berechtigt waren, ihn für die Zukunft in wohlmeinender Absicht vor Uebereilung zu warnen und ihm, bevor er wiederum mit ähnlichen Arbeiten vor das Publikum tritt, ein gründlicheres Eingehen in die massorethischen Studien dringend anzuempfehlen. Eben so nachdrücklich möchten wir ihm aber auch eine größere Genauigkeit bei seinen künftigen Arbeiten anrathen, wenn sie anders auf irgend einen Werth Anspruch machen wollen. Denn welches Vertrauen kann eine mafforethische Arbeit beanspruchen, in welcher, wie dies bei dem letzten von Herrn Ascher veröffentlichten Fragmente der Fall ist, unter neun Citaten vier unrichtig sind? So findet sich n-iinan nicht Gen. 6, 2., sondern 7, 2., matö nicht ibid. 26, 28., sondern 26, 18., rpv* nicht ibid. 4, 25., sondern 30, 24. und “pm nicht ibid. 49, 21., sondern 49, 28. Wir hoffen, daß Herr Ascher uns für unseren wohlgemeinten Rath Dank wissen wird. So sehr wir uns aber auch im Interesse der Wissenschaft bewogen fühlten, von ungründlichen massorethischen Arbeiten abzumahnen, so dringend möchten wir bei dieser Gelegenheit den Kennern der Maffora unsere Bitte ans Herz legen, die Ergebnisse ihrer Forschungen auf diesem bisher noch so wenig gepflegten Gebiete nicht länger den Freunden der Wissenschaft vorzuenthalren. Zunächst haben wir hierbei unseren mehrgenannten Freund, Herrn Dr. Frensdorfs, im Sinne, dessen Bearbeitung der Maffora Geiger (vgl. dessen Zeitschrift IV, 401.) bereits vor 18 Jahren erwartete; möge er sich, nachdem er das nonum prematur in annum schon mehr als zwei Mal befolgt hat, durch diese unsere öffentliche Mahnung endlich bewogen fühlen, durch Veröffentlichung wenn auch nur eines Theiles seiner massorethischen Forschungen die Kenntniß dieses Wissenszweiges zu fördern und zu verallgemeinern. Aber auch an Herrn S. Baer in Woehl, der sich durch seine Recension der von Frensdorfs edirten Fragmente aus R. Moscheh Nakvan's Punktations- und Accentlehre der hebräischen Sprache wie durch seine werthvolle Schrift mm als gründlichen Kenner der Maffora gezeigt hat, richten wir hiermit die dringende Bitte, die Ergebnisse seiner Untersuchungen auf dem erwähnten Gebiete doch recht bald der Oeffentlichkeit zu übergeben und sind wir überzeugt, daß das Institut zur Förderung der israelitischen Literatur einer solchen Publikation um so bereitwilliger Vorschub leisten wird, als sich Einer der Leiter desselben, Herr Dr. Jost, bereits so günstig über die überraschenden Resultate der Forschungen dieses so bescheidenen Gelehrten geäußert hat. Dr. M. Wiener. Paris, im Mai. Schon vor einigen Jahren wurde hier ein Versuch gemacht, eine französische Uebersetzung der Mischna zu Stande zu bringen; aber ohne Erfolg. Vor eini-

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