Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 25 (15.6.1857)
- Date
- 1857-06-15
- Page
- Seite 335 (sequence 5)
- Language
- German
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335 alle selten oder nur einmal vorkommenden Substantiv-- oder Verbalformen aufmerksam; wer indeß die Massora, insbesondere die massora finalis auch nur flüchtig ansieht, wird bemerken, daß sie auch nicht selten häufig vorkommende Wörter anführt, falls dieselben eine gewisse Eigenthümlichkeit haben, so z. B. arTii pan« — Jsk "lydrrn nb"p und dergl. In dem Gedenkzeichen üirmitt ü^na* ariiii arn-,p *iü3 folgen die Verse nicht nach der Reihe des Zeichens, sonst hätte Prov. 30. (als vor 1. Sam. 15. (als aniii) stehen müssen und außerdem ist jener mnemotechnische Satz gerade nicht aus den dem 5tst. constr. öttä zunächststehenden, sondern vielmehr aus den prägnanten, im Verse mehr hervortretenden Wörtern gebildet, wie solches aus 1. Sam. 15. deutlich wird, wo nicht ms, sondern -pisn zum Zeichen genommen wurde. Zu der Bemerkung der Massora ad Gen. 37, 2. *121 rrnbin tibao t-rarip b5 sind die Ziffern 3., 4. und 5. falsch gedruckt und 1., 2. und 3. dafür zu setzen, weil das dort Bemerkte keine Fortsetzung der zu ■'im72 gemachten Note ist; ganz irrig aber ist in dem „verbesserten Texte" (?) nach den Worten spy rmbin t-rba* rpv wie auch noch sonst häufig das Wort gesetzt, da, wie jedem Massorethen bekannt ist, gerade durch die Weglassung von y>-j oder l'"ii in der Massora angezeigt wird, daß die Angabe eine allgemeine sei und nicht gerade zu der Stelle gehöre, an welche sie der erste Herausgeber gesetzt hat. Zu ms nan sind Wörter in den angeführten Beispielen punktirt, welche keine Schlagwörter sind, wie mm:n, s-tm brr rc., was zu Jrrthümern Veranlassung geben kann und außerdem ist dieses letzte Beispiel aus Ezech. 25, 5. buchstäblich falsch aus der Massora nachgedruckt, da an jener Stelle im Bibelterte pmb steht. Zu arsrn und bat'-nam ist nach den Worten tmD72S 8nsi jedesmal ‘iDön tyiOS in Klammern hinzugesügt, ein Zusatz, der schon für jeden Anfänger in der Massora überflüssig ist; dagegen hätte die Stelle, wo sich diese Bemerkung findet, genau angegeben werden sollen, da gerade die ma88ora finale schwer zu finden ist. Auf diese letztere war auch bei dem Worte srnpr hinzuweisen, welches nach derselben zu den )wh im *p-in s"tt gehört. — Die Massora zu Erod. 21, 10. scheint Herr Ascher weder richtig verstanden, noch auch dabei die vorhandenen massorethischen Schriften benutzt zu haben. Die Massora bemerkt nämlich bei dem Worte mattü Folgendes: b ]i2 v'pidL 's ta* simcs snaatö 'n vöP’3i vsTn» 1^72 rtipn D5i nrsn Imöö'H nari. In dem „verbesserten" Terte ist das Wort *pb72 weggelassen, dagegen find zwei andere Stellen, nämlich Deut. 21, 14. und ibicl 28, 56. (nicht 'iS, wie dort fehlerhaft gedruckt ist) hinzugefügt, jedoch Beides irrig. Die Massora will nämlich sagen: es finden sich zwei Verse in der heiligen Schrift, in denen drei derselben W örterclasse (*pb72) angehörige Wörter, d. h. Substantiva oder Verba unmittelbar auf einander folgen und sich mit mappicatum endigen. Es dürste daher das Wort *pb72, worauf es hier wesentlich ankommt, nicht weggelassen werden und es geht zugleich aus den Worten der Massora, wenn sie nämlich richtig verstanden werden, hervor, daß die beiden hinzugesügten Beispiele gar nicht hierher gehören, da in Deut. 21, 14. das Wörtchen kis einer anderen Wörterclasse angehört als die beiden unmittelbar darauf folgenden Wörter und in Deut. 28, 56. das Wort!-rpn zu 2P8S gehört, mit dem es einen Begriff ausmacht, abhängend von dem vorangehenden rmmy auf welches auch die Wörter Pnssi!"mssi vermöge des S bezogen werden müssen. Auch der Vers Job 28, 27. gehört nur in Rücksicht auf die Wörter nrsn PSDöm mar-i hierher, keineswegs aber in Rücksicht auf N^pn, welches das vierte Wort wäre und auch wegen des vorstehenden üm nicht zu den ^2N-ii?2 (unmittelbar auf einander folgenden) gezählt werden konnte. Herr Ascher hätte daher das Wort J-nprt nicht punktiren dürfen, wie er fälschlich getban. Derselbe scheint auch die massora magna ei parva zu Job 28, 27., wo es heißt 's 1?2 NN :N8N Ttf i-PSflS N2U7N miT72 '-'Öl 'tt 1'pL72 linnbn bss Ü^plOS bsi NN2M1 ,?‘mp arb Nknrrnn s-imss ssiar^si Vb3> NNpn üäi pmsn ,NN2>172 (cf. auch massora niarginalis ad Hof. 2, 13.) nicht zu kennen und den 8-iipn ym> von Jekuthiel ben Jehuda ha Cohen Nakdan edir. Heidenheim zur Stelle nicht gesehen zu haben, wo auch die Stelle Jes. 5, 14. angeführt wird, welcher Vers dem nach Correcturen haschenden Verfasser des Specimen als dritter Zusatz ganz besonders erwünscht hätte sein müssen. Eine Ausgleichung der Massora zu Erod. 21, 10. und der massora fmalis 'in, 35. mit der Angabe zu Job 28, 27. und *jmf aanpft loc. cit. ist indeß nach der Meinung des Herrn Dr. Frensdorfs möglich, wenn man annimntt, daN die richtige Angabe die zu Job 28, 27. sei, wo die Massora die Verse angeben will, in denen alle Wörter, die sich auf endigen (ohne Unterschied darauf, ob es drei oder vier Wörter sind), mit Mappik versehen sind, was nur bei den drei angegebenen der Fall ist, dainDeut.21, 14. pm'isnr-i; ibid. 28, 56. ftawm NSSN und Jes. 5, 14. N-,221 (alle mit nv-, 'n) vorkommt, also nicht ■prpb» bi yipö72 find. Eine andere Massoraangabe wollte aber nur