Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 13 (23.3.1857)
- Date
- 1857-03-23
- Page
- Seite 175 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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175 den. Die große Domäne Leitomischl, auf deren An« kauf früher israelitische Capitalisten des Auslandes ernstlich reflectirt hatten, wurde tief unter dem Werthe, zum großen Schaden ausländischer Gläubiger, losgeschlagen, weil jenes provisorische Verbot jene Käufer verscheucht hatte. In gleicher Weise finkt der realisirbare Werth der Häuser in Prag fortan, zum Nachtheil der mit ihnen gebotenen Sicherheiten; die in Folge des ZwangSverkaufS leer ausgehenden Schuldcapitale verschwinden aus dem Haben der Gesammtheit, und daS eigene Interesse macht selbst das in der Regel judenhassende Bürgerthum sehr tolerant, wenn auch nicht gegen die Israeliten, so doch gegen ihre Geldmittel. Großbritannien. Lündon, im März. Rothschild wird neuerdings in der City um den Parlamentssitz candidatiren und von den Liberalen unterstützt werden. Rußland. Warschau, 9. März. (Schl. Ztg.) Auf Vorstellung deS Fürsten «Statthalter hat der Kaiser den armen polnischen Juden in Jerusalem ein Geschenk von 366 S.-R. gemacht, welches ihnen durch Vermittelung des Direktors der hiesigen Rabbinerschule überschickt werden wird. Altkonstantinoff, im Februar. (Privatmitth.) Der Lehrer an der hiesigen israelitischen Hauptschule, Herr A. B. Gottlober, dessen hebräische Arbeiten ti-id sraK und fi'SJKfi Ihnen bekannt sein werden, hat für zwei Gedichte zum Friedensabschluß und zur Krönung, die dem Kaiser durch den Minister Adlerberg überreicht worden, die silberne Medaille erhalten, und wurde ihm vom Inspektor der Schule am Sonnabend in der Synagoge vor der versammelten Gemeinde übergeben. Schweden. Stockholm, 6. März. In dem Gesetzentwurf über Naturalisation von Ausländern, den der Justizminister dem Reichstag vorgelegt, ist von einer konfessionellen Bedingung nicht die Rede. Anzeigen. VtÖ 3 Restauration und Gastwirthschaft von 8. Hirsch el, Dresden, Töpfergasse No. 13. 1. Etage, empfiehlt freundliche Wohnung und Nachtquartier. Die ©emdnbe Bnai Jeshurun zu New-Vork sucht einen emp hxzi welcher fähig ist, ein Chor zu unterrichten und zu leiten, so wie auch alle Theile des öffentlichen Gottesdienstes (laut N2V8i 'pMa arrts) mit Würde und vollkommener Sachkenntniß zu dirigiren. Salair fürs erste Jahr nicht über Tausend Dollars. Die Wahl wird im Laufe Junius stattfinden. Candidaten, welche ihrer Fähigkeit sich bewußt sind, werden eingeladen, sich — auf eigene Kosten — hier spätestens bis Ende Mai zur Prüfung zu stellen, und mit ihren Zeugnissen sich zu melden bei D. Samson, Vorsteher, Nro. 267. Washington Street, New-Uork. Durch die erfolgte Berufung des Herrn Rabbiner l)r. Schwabacher nach Lemberg soll die in hiesiger Gemeinde vacant gewordene Predigerstelle zum 1. Juli a. c. wieder besetzt werden. Der firirte Gehalt ist außer mehreren Nebeneinnahmen auf 700 Thlr. festgesetzt. Hierauf Reflectirende, welche die Doctorwürde erlangt haben und mit genügenden talmudischen Kenntnissen ausgerüstet sind, wollen sich unter Einsendung ihrer Qualificationszeugniffe in frankirten Briefen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Landsberg a/Warthe, im Februar 1857. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die hiesige Cantor- und Schächterstelle, die ein jährliches Einkommen von 350 Thlr. bis 400 Thlr. bietet, j ist vacant und soll sobald als möglich besetzt werden. ' Reflectanten, welche gute Canroren sind, wollen sich bald in frankirten Briefen unter Beilegung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand wenden, worauf die Berufung zur Probe erfolgen wird. . Kozmin, den 27. Februar 1857. Der Corporations-Vorstand. Für die hiesige israelitische Religionsschule wird ein Lehrer zum 1. Mai e. gesucht. Der jährliche Gehalt beträgt 250 bis 300 Rthlr. Reflectanten wollen sich in portofreien Briefen mit Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst melden. Die Commission der israeljt. Religionsschnle. L. Benjamin. Pieschen, im März 1857. 13**