Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 5 (26.1.1857)
- Date
- 1857-01-26
- Page
- Seite 64 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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64 Wendung bringen wollte, die für ein gläubigeres, wesentlich christlicheres Jahrhundert*) erlassen worden waren. Wenn sich ein französischer Prüftet jetzt beifallen ließe, in seinem Departement die von den französischen Königen vor drei, vier oder sechs Jahrhunderten gegen Ketzer, Lästerer oder Juden erlassenen Edicte veröffentlichen zu lassen, würde wohl Jemand den Minister des Innern oder die Regierung für einen solchen Act verantwortlich machen wollen? Eben so kann weder die heilige römische Inquisition, noch die päpstliche Regierung für den Schritt deS Commiffärs von Ancona verantwortlich gemacht werden." — (Neuere Nachrichten läugnen übrigens dennoch, daß wirklich eine Mißbilligung gegen gedachten Commissär ausgesprochen worvenl Red. d. A. Ztg. d. Judenth.) *) Wenn jenes Jahrhundert, in welchem jene Decrete erlassen wurden, wirklich „gläubiger" war, wozu wurden damals diese Decrete, welche die „Gläubigen" vor der Berührung mit Anderen strafend schützen sollten, erlassen? Red. Anzeigen. Restauration uuä Gastwirtschaft von 8. Hirsch el9 Dresden « Töpfergasse No. 13. 1. Etage, empfiehlt freundliche Wohnung und Nachtquartier. Die Gemeinde Bnai Jeshurun zu New - Uork sucht einen is-np bym -pn, welcher fähig ist, ein Chor zu unterrichten und zu leiten, so wie auch alle Theile des öffentlichen Gottesdienstes (laut trsmi ÄN22) mit Würve und vollkommener Sachkenntniß zu dirigiren. Salair fürs erste Jahr nicht über Tausend Dollars. Die Wahl wird im Laufe Junius stattstnden. Candidaten, welche ihrer Fähigkeit sich bewußt sind, werden eingelaven, sich — auf eigene Kosten — hier spätestens bis Ende Mai zur Prüfung zu stellen, und mit ihren Zeugnissen sich zu melden bei D. Samson, Vorsteher, Nro. 267. Washington Street, New-Uork. Synagogen-Gemeinde Bochum. Wir suchen bis zum Isten April oder früher einen tüchtig gebildeten Lehrer, welcher neben dem Elementarunterricht auch die geistlichen Functionen zu versehen im Stande ist. Gehalt 300 Thlr. bei nicht unbedeutenden Nebenemolumenten. Offerten erbittet Per Vorstand. Bei der hiesigen Kreis-Synagogen-Gemeinde ist die Stelle des Religionslehrers, der gleichzeitig das Amt als Vorbeter beim Gottesdienste zu x versehen und auch die Schechita für den Bedarf der Gemeinde zu besorgen hat, anderweitig zu besetzen, mit welcher ein jährlicher Gehalt von Thlr. 300. und ein Nebeneinkommen von etwa Thlr. 100. verbunden ist. Gehörig ausgebildete Leute, die auf diese Stelle reflectiren, belieben sich unter Einreichung ihrer Qualifications-Atteste bei dem Unterzeichneten Vorsteher in portofreien Briefen zu melden. Stallupönen, im Januar 1857. Der Vorstand der Krcis-Synagogen-Gemcinde zu Stallupönen. Julius Hirsch. NM" Wir beabsichtigen Hierselbst vom 1. Juli d. I. ab eine jüdische Religionsschule, an welcher wir 2 Lehrer mit einem jährlichen Gehalte von 300 resp. 250 Thlr. placircn wollen, zu gründen, Reflectanten, welche neben gründlicher hebräischer Kenntniß auch Prüfungszeugniffe Einer Königl. Preuß. Regierung besitzen, wollen sich in portofreien Briefen an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Thorn, im Januar 1857. S. Szkolny. S. Wafserzug. Julius Lachmann. In hiesiger Gemeinde ist die Stelle für einen geprüften Lehrer (unverheiraihet) zu sofortiger Besetzung offen, welcher Deutsch und Hebräisch unterrichten und als Schächter fungiren kann. Gehalt wird bei freiem Tisch und Wohnung 70 — 80 Thlr. und circa 100 Thlr. Nebeneinkünfte zugesichert. Bewerber wollen sich bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Tiegenhof, den 10. Januar 1857. I. Goldberg. Die erste Lehrerstelle an der hiesigen öffentlichen jüdischen Elementarschule, verbunden mit einem firirten Gehalte von 250 Tblrn. jährlich, ercl. einer Einnahme von ca. 150 Thlrn. für Privatunterricht, ist vacant. Qualificirte, auch im Hebräischen tüchtig bewanderte Lehrer, welche auf diese Stelle reflectiren, haben ihre Gesuche, mit Zeugnissen begleitet, uns des schleunigsten franco einzureichen. Gollub, 19. Januar 1857. Der jüdische Schulvorstand. Nathan Cohn. Die Israeliten-Gemeinde zu Saarlouis sucht für kommende Ostern einen Cantor, der eine angenehme Stimme hat, einen Chor zu leite» versteht, die Religionsschule übernehmen kann und zuweilen eine Predigt vorzutragen versteht. Fixer Gehalt Francs 1000., Aussichten auf viele Nebenverdienste. Der israelitische Vorstand.