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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-01-12 · Heft 3 (12.1.1857) · p. Seite 37

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 3 (12.1.1857)
Date
1857-01-12
Page
Seite 37 (sequence 11)
Language
German
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37 Herr Emmanuel Caön, Unterofficicr, in Dijon gebürtig, der vor Sebastopol verwundet und schon mit der Militär-Medaille decorirt ist, hgt so eben daS Kreuz der Ehrenlegion erhalten. Der Kaiser hat ihm, indem er es ihm überreichte, seine Befriedigung ausgesprochen, seine Dienstleistungen belohnen zu können. Großbritannien. London, im December. (Privatmiith.) Der Globe meldet, daß Sir John Mac Reil so eben nach London von seiner Reise nach Syrien und Palästina zurückgekehrt ist; unter den Eisenbahnen, zu deren Bestchtigung er beauftragt war, ist eine, die von Joppe (Jaffa) nach Jerusalem und von da nach Damaskus gehen wird. Da Herr Peter Rolt, Parlamentsmitglied für Greenwich, seine Absicht ausgesprochen hat, auf seinen Sitz zu verzichten, schlägt man unter anderen Candidaten für diese Stelle Herrn David Salomons vor. Es hat sich ein Comite gebildet, um den früheren Lord-Mayor, Herrn David SalomonS, von Seiten seiner Glaubcnsbrüder einen Beweis der allgemeinen Befriedigung, für den Eifer und die Geschicklichkeit, die derselbe in diesen wichtigen Aemtern entfaltet hat, zu liefern. Herr Baron Lionel von Rothschild hat sich zur Annahme der Beiträge bereit erklärt; die höchste der Unterschriften war auf 125 Francs sestgestellt. Die erste veröffentlichte Liste überschreitet schon die Zahl von 12,000 Francs. Die Ceremonie der Confirmation ist zum ersten Male in Dublin (Irland) am 22. November begangen worden, (lew. Chron.) Literarische Nachrichten. JawniH, 1. December. (Von D. Oppenheim, Rabb.) sSchluß.^ Von historisch berühmten Männern heben wir nur noch einige bekannte Namen mit Angabe des Todesjahres hervor: R. Jehuda b. Vezalel, vulgo R. Lob der Hohe, st. 1609; R. Ephraim Lencyc, der bekannte Prediger, st. 1619; R. Joseph del Medigo, st. 1655; der Buchdrucker R. Mordecho Gerson, st. 1591. Letzterer war es, der durch seine Reise nach Rom und Verwendung beim Papste Pius IV. es dahin brachte, daß derselbe dem Kaiser Ferdinand I. das gethane Gelübde wegen Vertreibung der Juden löste. Dessen Grabschrist lautet: ö'iöWa •»•tanör> p^s •pM NL riH\ TEnbl 1073 ,btt3 •rnrt l’P&Ban Herr Simon Hock hat diese Sammlung mit gelehrten Adnotationen in deutscher Sprache, biographischen Inhalts, 71 Seiten, begleitet, die recht dankenöwerth find. Nur hätte der Verfasser mehr auf genaue Mittheilungen von Urkunden als auf Aufzählung von Vüchertiteln seine Aufmerksamkeit richten sollen. Wozu bei der Gattin Chaja, st. 1621, des R. Jesaia Horowitz eine so weitläufige Analyse des bekannten umfangreichen Werkes Schelah? Eben so widmet Herr Hock bei der Gattin Belusch, st. 1643, des Moses b. Lippmann Heller dem Letzteren, R. Jom Tob Lippmann Heller, einen umständlichen bibliographischen Artikel! — Auszüge aus Memorialbüchern, Stammbriefen der Synagogen und Vereine, Inschriften, z. B. Pinkassynagoge, Mittheilungen von vergilbten Diplomen und Urkunden, z. B. eine diplomatisch genaue Abschrift des Adelsdiploms von Jakob von Treuenberg, wären hier eher am Platze und willkommener gewesen, als ausführliche bibliographische Nachrichten. Wir wollen hiermit die fleißige Arbeit des Herrn Hock durchaus nicht tadeln, sondern blos zur Ergänzung und Vervollständigung bei den weitern Heften, die gewiß nicht lange aus sich warten lassen werven, aufsordern und ermuntern. — Doch wir haben den geehrten Leser zu lange schon bei den düsteren Gräbern der Vorzeit aufgehalten und wir wollen nun zu den sreundlichern Erscheinungen der Gegenwart zurückkehren. Als eine sehr interessante Noviiät können wir nicht genug folgende Schrift empfehlen: Ozar Nechmad. Briefe und Abhandlungen, jüdische Literatur betreffend, von den bekanntesten jüdischen Gelehrten. Herausgegeben von Ignaz Blumen - seid. I. Jahrg. Wien 1856. Knöpflmacher's Buchhandlung. — Es enthält dieses Bändchen einen wahren Schatz von köstlichen, mehr geistreichen als gelehrten Briefen, die sich sehr angenehm lesen lassen und durch einen classischen Styl auszeichnen. Unsere Zeit ist es besonders,, die mit Vorliebe Briefe und Memoiren von allen nur irgendwie berühmten Gelehrten, Künstlern und Staatsmännern sammelt und der Oeffentlichkeit übergiebt, deren Werth oft für Cultur, Geschichte und Literatur wirklich nicht hoch genug angeschlagen werden kann. In den ver- 3**

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