Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1857-01-01 · Heft 1 (1.1.1857) · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
21 (1857)
Issue
Heft 1 (1.1.1857)
Date
1857-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3224737-3226039-3226041--15823-3244638
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

11 nach, solche armata manu zernichten lassen wird".- Dieses Edict ist jedoch keinesweges zur Ausführung gekommen, vielmehr wurde diese Synagoge von der Mitauschen Ebräergemeindc nach wie vor bis zum Jahre 1785 benutzt, wo dann in deren Stelle der hiefige Kaufmann Kalman Borkum eine neue geschmackvolle Synagoge aus eignen Mitteln erbauen ließ. (Vgl. „Gesch. d. Juden in Kurland" S. 26). — Was übrigens die noch gegenwärtig hier eristirende Familie Borkum betrifft, so mag dieselbe höchst wahrscheinlich jene, in gedachter Grabschrift erwähnte, zu ihren Ur-Ahnen gezählt haben, die hier vor vielen Jahrhunderten gelebt, hernach aber vielleicht nach Deutschland ausgewandert, und hierauf in späterer Zeit, als Kurland den Juden wieder zugängig gemacht wurde, das Vaterland ihrer Ahnen wieder ausgesucht haben konnte. — Anzeigen. Ein erainimrter Lehrer, zugleich Cantor, der im Stande ist, vierstimmige Choräle einzuüben, wird für die Synagogen-Gemeinde zu Memel gesucht. Das firirte Einkommen beträgt fünfhundert T Haler. Wir erlauben uns noch zu bemerken, daß es einer geeigneten Persönlichkeit nicht schwer fallen dürste, durch Nebenrevenuen das Doppelte des firirten Einkommens zu erzielen. Auf portofreie Anfragen ertheilt nähere Auskunft Herr S. Mareuse hier. Memel, im November 1856. Zum 1. April 1857 soll an unserer Elementarschule ein Lehrer mit 300 Thlr. jährlichem Gehalt angestellt werden. Befähigte Pädagogen, die auch im Hebräischen tüchtige Kenntnisse besitzen und sich eines streng religiösen Lebenswandels befleißigen, belieben ihre Zeugnisse, begleitet von einem Lebenslauf, portofrei an uns einzusenden. Oppeln, den 10. December 1856. Der Synagogen-Vorstand. Kundmachung. Der Unterzeichnete Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde in Wien bringt zur Kenntniß, daß er die Stelle eines Lehrers an der Religionsschule der Gemeinde zu besetzen hat. Für diejenigen Herren, die um diese Stelle zu concurriren gedenken, werden folgende Erfordernisse bekannt gegeben: Der anzustellende Lehrer soll 1. Universttätsstudien zurückgelegt haben; 2. Kenntniß der jüdischen Theologie, besonders der hebräischen Sprache, der jüdischen Dogmatik, Geschichte und Alterthumskunde befitzen und pädagogisch befähigt sein, die israelitische Jugend unter Oberleitung des betreffenden Schuldirectors in den höheren Schul-Classen zu unterrichten; 3. Die Fähigkeit haben, kleine gottesdienstliche Vorträge für die Jugend zu halten. Die diesfälligen mit Zeugnissen versehenen Gesuche sind an den Vorstand der Cultusgemeinde in Wien (Stadt Nro. 494.) bis Ende Februar 18 5 7 zu überreichen. Gehalts- und sonstige Bedingungen werden aus Anfrage von der Kanzlei beantwortet. Wien, im December 1856. Die Vertreter der israelit. Cultusgemeinde in Wien. Zu kommenden Ostern ist die Stelle eines Neligionslehrers, Vorbeters und Schächters bei der hiesigen Gemeinde zu besetzen. Die Stelle bringt neben freier Wohnung und Heizung und dem Ertrag der Schechita ein Firum von 200 Thlrn. Cour. Auch bleibt Zeit und Gelegenheit zu Nebenverdiensten durch Privatunterricht. Qualificirte Individuen wollen sich in portofreien Briefen und mit Einsendung ihrer Zeugnisse an ven Unterzeichneten wenden. Fürstenberg in Mecklenburg, 9. December 1856. Die Acstesten und Vorsteber der jiid. Gemeinde. Dr. Götz. Wir wünschen sofort anzustellen: einen Vorbeter, der einen Chor zu leiten und den ersten Elementar-Unterricht zu ertheilm befähigt ist, gleichzeitig aber als llnivo zu fungiren vermag. Fester jährlicher Gehalt 250 Thlr., wobei noch anverweitige Nebeneinnahmen. Schriftlichen portofreien Bewerbungen sind die betreffenden Zeugnisse beizulegen. Reisekosten werden nicht erstattet. Neuwedell (Kreis Arnswalde), im December 1856. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Bekanntmachung. Der Schächterposten in der hiesigen Hauptgemeinde ist zu vergeben. Reflectanten, welche außer der Befähigung zu diesem Amte noch die Qualistcation eines Religionslehrers und Hilfsvorbeters besitzen, wollen sich in portofreien Briefen bei uns melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Liegnitz, den 14. December 1856. Der Synagogen - Gemeinde - Vorstand. Erledigte Rabbinatsstelle. Nach der auf Ansuchen Sr. Ehrwürden, des durch 30 Jahre in Amtirung gewesenen Herrn Comitats- und 1 **

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.