Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 21 (1857)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 Localrabbiners Israel Löw erfolgten Pensionirung desselben mir seinem vollen Gehalte, und in Folge einer gleichzeitigen Beschlußfassung von Seite der Cultusvorstände dieses Comitates laut Commissionsprotokolles der k. k. Comuatsbehörde vom 2. December l. I. wird für den Posten eines Comitatsrabbiners der Baranya mit dem Sitze und Localrabbinate zu Fünfkirchen sofort der Concurs ausgeschrieben und bis 15. März k. I. geschlossen. Die jährliche fire Dotation ohne die Nebenemolumente beträgt Fl. 500. C.-M., vom Comitate, Fl. 200. C.-M., von der Fünfkirchener Gemeinde, als zum Comitate gehörig, und Fl. 300. C.-M. von der letztern für Führung des Localrabbinates zu Fünfkirchen, zusammen Fl. 1000. C.-M. Geneigte Bewerber belieben sich an den gefertigten Vorstand zu wenden, und sich auszuweisen 3) über die Tüchtigkeit ihres bis jetzt in solchem Fache zurückgelegten Wirkens, 1>) über alle zu diesem wichtigen Berufe nöthigen Qualifikationen, als: über philosophische Studien, jüdisch-theologisches Wissen, homiletische Befähigung, über die Zurechtweisung im öffentlichen Schulwesen überhaupt, und über die Gewandtheit im Religionslehramte insbesondere, e) über die Hataralh-Haraah bei noch gar nicht oder noch nicht lange amtirenden Candidaren von 3 anerkannten Autoritäten, 0) selbstverständlich über einen sittlich religiösen, moralisch wie politisch rechtlichen Lebenswandel. Fünfkirchen (in Ungarn), am 15. Decbr. 1856. Der israelitische Cnltns-Vorstand. Gabriel Reich, Vorsteher. Die Schächter-, Cantor- und Religionslehrerstelle der hiesigen Synagogen-Gemeinde soll vom 25. April 1857 ab anderweit besetzt werden, wozu Qualificirte, in Bezug auf die Religionslehre mit der erforderlichen staatlichen Erlaubniß, sich in frankirten Briefen unter Einsendung ihrer Zeugnisse bei uns melden wollen. Jährliches Einkommen 300 Thlr. Hammerstein in Westpreußen, 18. Decbr. 1856. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Nathansohn. Zacobsohn. Bacanz in Gröbzig. Zum 1. April 1857 soll bei hiesiger israelitischer Culrusgemeinde die Stelle als Religio nslehrer y'b n'Sian anderweit besetzt werden. Dieselbe gewährt außer nicht unbedeutenden Nll^nvs - Gebühren und sonstigen Accidenzien einen fixen Gehalt von 20 0 Th.lrn. Befähigte, mit guten Zeugnissen versehene Bewerber wollen sich persönlich melden. Reisekosten werden nicht vergütigt. Gröbzig in Anhalt, im December 1856. Der Vorstand der israel. Cultus- Gemeinde Die israelitische Gemeinde zu Oerlinghausen, Fürstenthum Lippe-Detmold, bestehend aus sieben Familien, sucht einen Lehrer, der einigen Kindern nur Religionsunterricht zu ertheilen hat, schachten und vorbeten kann, gegen einen Gehalt von 70 bis 80 Thlrn., freie Wohnung und freie Kost bei den Gemeindegliedern. Hierauf Reflectirende wollen sich in Franco-Briefen an den Unterzeichneten wenden. I. Meyer. Bei dem Synagogen-Verbände zu Daber diesseitigen Kreises ist die Stelle eines Vorbeters, Lehrers und Schächters, welche bei freier Station einen Gehalt von 60 Thlrn. und entsprechende Nebeneinkünste einträgt, vacant und soll durch einen unverheiratheten Mann sogleich besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Atteste an den Unterzeichneten wenden. Naugard, den 15. December 1856. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde Nauqarder Kreises. Ä. Ascher. Bei dem gottesdienstlichen Quartett der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist vom 1. Januar 1857 die Stelle eines Bassisten zu besetzen. Der Gehalt beträgt Thlr. 200. bis Thlr. 250. und haben sich unverheirathete, dazu qualificirte Personen so bald als möglich unter Beibringung der nöthigen Zeugnisse bei uns schriftlich zu melden und die weitere Bescheidung zu erwarten. Königsberg in Pr., den 24. November 1856. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Eine höchst achtbare, streng religiöse, in Kunst und Wissenschaft wohl gebildete israelitische Familie in Berlin wünscht zu Ostern 1857 einige israelitische Mädchen in Pflege und Erziehung zu nehmen. Auf desfallstge Anfragen ertheilt Auskunft JDr. Meisel, Rabb. in Stettin. In meiner Penfions - Anstalt für jüdische Knaben, welche das hiesige Gymnasium oder die Friedrich - Wilhelms-Schule (höhere Bürgerschule) besuchen, können zu Ostern 1857 noch zwei Knaben Aufnahme finden. Stettin, 27. November 1856. Dr. Wolffberg. Eine, im Französischen, im Piano, so wie in allen Elementarien wohl bewanderte, 24jährige Dame sucht eine Stelle als Lehrerin und Erzieherin in einem israelitischen Hause, in einer Stadt Deutschlands. Das Nähere über diese höchst empfehlenswerthe Dame erfährt man vom Rabbiner H. L. DreyfuH in Saverne.