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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-12-15 · Heft 51 (15.12.1856) · p. Seite 684

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 51 (15.12.1856)
Date
1856-12-15
Page
Seite 684 (sequence 8)
Language
German
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i.684 .vißän ri'ipyn i -dabei in keiner Weise in Betracht komme, ' ba .^sVn;«*bj.vtz?y!ipM24.-mur auf solche Gebräuche: .und Handlungenmnwendhar! ist> welche.entweder a l s - g rund - /und -zw eckloS,. oder als z ur' Unsi t t- - lichkeit süchrend eine augenscheinliche Nachahmung; heidnischer Sitten - .und, Observanzen involviren, in! keinem Falle aber aus solche, welche einen guten Zweck: haben, overj befördern.-.: (Vgl. Rabbi Moses Jfferles ' zu Lur -J. Deah-§: 1-78.) ^)/ Prtllßev. J Aiiö HiniMömuiern,/ 5. December. (Privat-' mltth.)" Am 27. November «. fand in Kütow die! feierliche ' Einweihung der neu erbauten Synagoge j durch hen Rabbiner vr. K l e i n aus Stolp statt. 1 Die Feier war^ eine wahrhaft' erhebende. Da die! Gemeinde zur "Zeit seinen' Cantor hat, so wurde der Cäntorund^ Lehchr Herr^ Lcvrn 'aus Altstrelitz zur : CinMihü'ng/ der 'Synagoge berufen und seine ängenehnie Stimme, wie die'würdige Leitung der Chorgesäüge tzcfieleu sehr. ' Den Glanzpüickt ' bei der Einweihung 'childAß. dre/Iestpredsg?/' "die' außerordentlich ' Äm?Shnn'äVe^d. predigte der Rabbiner Vr. *f Der' geschätzte Eorresponbent hat doch wohl^den Sinn!:jener Stelle unseres.Leitartikels nicht recht bemessen. .Mir. wiederholen, was. wir schon oft gesagt, daß Mir jener>Methode nicht huldigen, -die den Buchstaben des Talmuds und der Rabbinen benutzen, unr dem, Buchstaben' derselben gegenüber zu treten.' Die das' thun, erkennen,' so sehr? sie'gerade denr entgehen wollest, doch nur Swe Buchstabenherrschaft wieder an.j Alle Beweise, daß in, dW! Tempel. auf Morijah . einst: ein: orgelartiges Instrument gewesen, .daß. im Tempeldienst die Instrumentalmusik'einen so großen.Äntheil Hatte, halten wir für üherflüM^^s ''ist so', daß die Jnstrümmtalmstsik aus' der Synagoge bis' jetzt verbannt war; es iss so, daß die Orgelj lediglich in der christlichen Kirche gebräuchlich ist'; und daß /somit/ die: Einführung der.Orgel:. in die: Synagoge eine Merrerung, .eine vollständige,. und.,den Gottes/ dienss. umgestaltenve Neuerung ist.. Mag man aus dem Buchstaben nün heraüsktauben was man wolle, das Fäctuiw-iss so 'und nicht anders: Beweisest'wir/ daß diese.Meuernng. unumgänglich geworden, beweisen wir, Paß wir dem.jCultus .damit, eine nachhaltigere Wirkung sichern, .daß<damit eirrem unabweisbaren Bedürfniß genügt 'werdet ' stur d an n /ist ein wirklicher Beweis geführt wordU^ustb^Factuuh tritt' dem Factum pntgegen.'Datz 'haben wirim Geisse der 'Aufrichtigkeit und .Wahrheitsliebe,'die jnso-nders aus dem religiösen Gebiete Pie,höchste.Forderung blGt, gefordert.: Redact.; KleM,/ dazu aufgefordert-, abermals, und die Gemeinde B üto w beschloß, daß derselbe alljährlich mehrere Male dortselbst predige, die Schule revidire und überhaupt die Cultuöangelegenheiten ordne. / : Eiöleben, - im December. - (Privatmitth.) .' Wenn .das Leben -einer jüdischen Gemeinde sich w.chentlich durch ihre wohlthätigen Jnstitmionen erweist/ so fassen Sie mich hier einige Worte über die hiesige sprechen. Der Frauenverein, ist in der schönsten Blüthe und Madame E. Schützer, Vorsteherin des Vereins,, nimmt sich desselben mit regem Eifer an. Der Verein wirkt im Stillen und thutwiel Gutes. Ein nicht minder thätiges Leben entwickelt der hier schon seit Jahren bestehende Jünglingsverein, der die Tendenz hat, armen, hülfs.bedürftigen Reisenden fortzuhelfen; die Betheiligung an. dem Vereine ist eine allgemeine und hat der Verein das Gute, daß beide Confessionen Theil daran haben.. Die Leitung unter - Herrn M. Simon.jun. ist eine außerordentliche. In religiöser /Beziehung ist wenig zu berichten; doch wenn Halle und Eisleben und die umliegenden Ortschaften sich einen Rabbiner wählen möchten, würde dann, für CultuS und Schule, für Geist und Gemüth viel Ersprießliches bewirkt werden.- Hoffen wir mit der Zeit das Beste. Oesterreichifcher Kaiserstaat. Kecökemet, 1. December. (Privatmitth.) Ungarn bietet jetzt, des interessanten.Stoffes viel dar, da hier auf dem Gebiete des Jugendunterrichtes al^- lenthalben ein reges Wirken und Schaffen herrscht. Bald dürfte eS im O fe.n.er District keine jüdische Gemeinde ohne eine geregelte Schule geben; während in den größeren Gemeinden neben der vierclassigen Knabenhauptschule zweckmäßige/ Unterrichts anstalten für Mädchen theils. schon bestehen, theils eben, im Werden sind. Die /dahier unter, der Direktion des Herrn Oberrabbinen S. H. Fischmann stehende vierclassige-Knahenhauptschule ist vor..Kurzem, durch Höchen Statthalterei-Beschluß zu einer öffentlichen - erhoben worden-und ist: mit derselben eine Mädchem ,schüfe, verbunden, die zwei Lehrerinnen.beschäftigt. /- iDie israelitischen . Schulen Ungarns erfreuen sich dex besonderen- Sorgfalt! einer hohen Staatsregierung. und zeigt der '.Besuch, -welchen vor wenigen Wochen der .Herr .Statthalterei- Rath, Studienrefe-

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