Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 49 (31.11.1856)
- Date
- 1856-11-30
- Page
- Seite 661 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3224737-3225985-3226035--15760-3244576- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
661 Folianten liegen, welche dem Kommenden sogleich ankündigen, daß das geistige Wirken Und Streben aus der Studirstube hierhin feinen Platze verlegt habe.. In dieser Stube umgiebt. ihn stets; die kluge und liebevolle Gattin, die, ackf jeden Wink achtend, aus die zarteste Weise ihn pflegt und seine wissenschaftliche Hand.langerin abzugeben versteht. In dev That arbeitet hier Bodenheimer — nach unserer Meinung — mit noch viel größerem Flerße, als früher. So erfüllt derselbe, so viel er dieses in seinem jetzigen Zustande kann, nickt nur seine Berufspßichtm, sondern auch der Anbau der Wissenschaft nimmt ihn in Anspruch. Das nur für Gelehrte von Fach bearbeitete Lied Mösts nach WaltonS Polyglotte, welches Sie und Frankel öffentlich mit Lob besprochen, und worüber die Wiener Akademie der Wissenschaften, historische Abtheilung, so wie viele Philologen von Ruf, unter denen wir nur einen Munk in Paris und einen Benfey in Göttingm namhaft macWk^Mhelobenden Privatschreiben ihre ehrende Anerkennung gezollt haben, dürste abermals der gelehrten Welt vorgelegt werden, da die neue Bearbeitung desselben bereits bis zur Hälfte vorgerückt ist. Auch an die Fortsetzung seines Testaments, dieser in der g# lehrten Welt als klassisch anerkannten juridischen Arbeit über Theile des talmudischen Rechts, hat derselbe nicht nur gedacht, sondern auch tüchtig gearbeitet, und soll diese Fortsetzung selbst, irren wir nicht, bereits oder beinahe druckfertig, sein. Möchte diesem! rüstigen Geiste recht bald eine Kräftige Gesundheit wieder zu Gebote stehen und derselbe noch recht lange seinem Sprengel, der Wiffenschaft und seiner lieben Familie erhalten bleiben! Alle, welche dieses lesen, werden wohl diesen Wunsch mit dem Unterzeichneten theilenl R. Wolfsdorf. Oesterreichischer Kaiscrstaat. Me», 14. November. (Privatmitth.) Wie alljährlich zu. Martini, brachte auch dieses Jahr eine Deputation der Preßburger Judengemeinde gemästete Ganse den Mitgliedern des kaiserlichen Hofes». Die-, selbe wurde allseitig sehr gnädig empfangen und Se. Majestät der Kaiser sprach zu derselben: Es freuet mich, Sie wieder bei uns zu sehen.. Eben so hatten gestern die. Herren Vertreten der hiesigen Gemeinde eine Äudieyz bei Sr^ Majestät in Angelegenheit der Volksschule. Dieselbe wurde sehr gnädig empfangen; und der Kaisen versprach, i,.d e n Gegenstand sehr g enau untersuchen zu; lassen^ Dain meisterhafter Weise abgesaßtt Gesuch mvolvirt auch die Bitte, das provisorische Gesetz in Betreff der Besitzfähigkeit her Juden aufzuheben. Herr vr. Jellinek befindet sich noch. hier». Er verwendet seine Zeit, um den Boden kennen zu lernen, den er einmal bearbotten soll. Und allerdings fordern die Verhältnisse einer großen Gemeind«, wie die hiesige ist, ein tieferes Eingehen in dieselben. Wir können es auch nur wünschen, daß mit dem Amtsantritte desselben auch seine Thätigkeit in vollem Maße Platze greifen soll. , : Ich habe Ihnen jüngst eine stcckstische Notitzt mit» gethe-ilt. Ich, -knüpfe daran eine ander« in Betreff der Freguenz dev Religionsschul«. indiesem Schuljahren Es bestnden sich m der VollsschE 214 Knaben und 152 Mädchen,; .321 Gymnasial- und Realschüler, 18 Präparanden Und 1?0e Präparandittnen^ endlich 168 Handlungsschüler (Commis^! . V006M Schule bemerke ick,, daß, diesL Woche ein Schreiben vom. k. österreichischen Consul in Jerusalem eintraf, worin der Fortgang der neubegründeten Schule, Herz.-Lämel'scke Stiftung, durch Frankl, in sehr erfreulicher- Weife geschildert.wird. Herr v^ PiMmanv! erklärt darm.^ daß er ein besonderes , Augenmerk auf dies« Schule habe^ . - -Von HeM Rabbiner) Fasset in Groß-KanisM erscheintnächstens r „Das. tialchudifch^Mtrasreckt^, eine Fortsetzung des MWp't« El.. Wie ich,hör^ wird die Akademie de«. Wissenschaften, auch diesen Band herailsgeben« - .. Die Ovthodoren in Berlin haben also zu ihrem Anwälte Herrn Wagemr gewählt. Hui und Pfui pflegte öfters m hiesiger christlicher Predigerauf der Kanzel zu sasen. Dreimal chm und. pfuieisem -so^ chen ekeligen Treiben i - Stünde! hekuter noch daS alte Jerusalem, es müßte zehn Mal an einem Tag« zu Grunde getzeu. RivgendS jedoch scheint-ckqS Vor« «sdv ''m j so, heimisch zu sein, wiein deUrim telligeMn BertiH.. Prag,, im Uovemiber« (Privatmitth.), Wenn um sere Stadt auch nur den sechsten RWgunteHdendeutscheu Städten emvimmt,so, verdient Ke in Bezug ans Kunst und Wissenschaft mitMten den. erßM Prag ist der Ort, wo das erste! TechmEm. auf dem. Conti« 49