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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-11-10 · Heft 46 (10.11.1856) · p. Seite 621

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 46 (10.11.1856)
Date
1856-11-10
Page
Seite 621 (sequence 5)
Language
German
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vorhexeLLete Wsterung in der großen, Synagoge hker, näHttch tzieInßrumentalbegleitung beim Gottesdienstes .s-.iKe-it.-,gMMe.p, Zeit^tag..; dieMLnführün-g^ der-Orgel m tizt- Absicht des Vorstandes, allein ^locale' Hindernisse-stellten sich/^der Ausführung dieses Vorhabens entgegen, bis. endlich durch das in Stuttgart. erfun> deye Orchestrion idem angeblich, .lebhaft gefühlten. BedüMisse nach Mitwirkung eines Instruments einigermaßeNjRechnung getragen,werden konnte / Beipi Jahresschlüsse ertönten zum ersten Male die Klänge.des kleinen-Orgelpendants, welcherden Eindruck. deS vorzüglichen ,Chorgesanges nicht nur nicht hebt,- sondern sygan , zuweilen bedeutend, - schwächt, . was, bei -vielen Mitgli/deyk- -der -.Synagoge Unzufriedenheit und Mißvergnügen errM hat..; Diesem Umstande mag es auch wohl .zuzuschreiben! sein^ daß die Privatgottesdienste chies Mgl. in größerer Anzahl.veranstaltet worden, und eine^Maftere- Betheiligung, gefunden. " - . - .MMr dieserr dürfen wir besonders einen von dem achtbarM-/-KaufWyn-Hexm Eduard Gradenwitz hierselWin dev.Weigennützigsten- Absicht arrängirten nicht -UNMsthA;la§G^->.i’ , f v-!; s n '/Herr; MMr; Fuchs hatte die Güte, als Vorbeter zu; fungiren, und erzeugte bei den Versammelten durch seine vortrefflich geschulte Stimme, so wie durch seine hinreißende-, .das richtige Verständniß der hebräischen Gebete verrathende Vortragsweise eine feierliche, andächtige Stimmung , wofür ihm auch der ungetheilteste Beifall gezollt wurde.! Wie wir hören, sollen diesem geschätzten, talentvollen Cantor die schönsten Hoffnungen auf eine Anstellung in einer sehr bedeutenden deutschen Gemeinde grünen. Die-Wahl eines neuen Cantors in der Synagoge der zweiten Brüderschaft dürste wohl noch ad calendas graecas verschoben werden, da eine bedeutende Anzahl Synagogenmitglieder eine Sturm-Petition an den Vorstand gerichtet, worin sie denselben um Beibehaltung des alten Cantors ersuchten. — Die Schließung des alten und Benutzung des neuen Friedhofes wird am 16. November erfolgen. Die erste event. Beerdigung auf dem neuen Gottesacker wird mit einem Einweihungsacte verbunden sein, welchen einer der beiden Rabbiner-vornehmen wird. — In der, Hiesigen Gefangnenanstalt wurde am rh zum ersten Male der Gottesdienst nut Predigt-; abgehqttm. - \ Herr Candidat Zold aus -UngM walr von dem Seelsorgers dev - Anstalt,?Herrn-M?RL-!Tiktitt,rzüv Verrichtung - der-/ geistlichen Function beauftragt und' entledigte sich derselben imsehr befriedigender Weifte Auch Herr Benno 'Eger?, deiner der wohlthätigsten jungen Männer--hiesiger -Stadt/'-machte/sich,' tow in frühem Jahren, so auch dies Mal um das Arrangement des Gottesdienstesder,.ermähnten.Anstalt ^fthr/werbient^:-T-— Uii- H Schließlich. nqch ein Curiofum.; Auf- Befehl - des Herrn L.- R. - Tiktin'- durften dies Mal ln der'Synagoge der zweiten^ Brüderschaft die>Hoschanot nub in sehr geräuschloser Weise ,-abgestrichen" und-micht abgeschlagen werdem - Wasihätte wohl derZions-Wächter zu diesem Epikurses gesagt? Oesterreichischer Käiserstaat.; feit«, 29. Octüber.-Wrivatmitth.-^nJn-jüntzfie'r Zeit sindi zwei ' Ehrenämter -von- Seiten des' Vorstandes in der-Gemeinde besetzt worden, -nämlich ein Tempes- und ein Chebra - Kädischa - Vorsteher- und es sind diese Aemterzweiehrenwerthen Persönlichkeiten^ übertragen worden. Es freut mich,- daß es zwei- Personen sind, die bis jetzt kein Amt in der Gemeinde bekleiden. Es; giebt hier nämlich manche sehr achtüngswerthe und sehr ehrenwerthe Personendie drei bis vier Aemter bekleiden und da sie überdies sonstige Berufsgeschäste haben, sö ist es kaum' möglich - daß sie allen Aemtern die gehörige Aufmerksamkeit zuwenden können. Es ist aber noch ein anderer Vortheil damit verbunden, man gewinnt nämlich die Neügewahlten Herren für das jüdische Interesse im Allgemeinen und für die Interessen ° der Gemeinden insbesondere. Ich erlaube mir, einen damit zusammenhängenden Gegenstand zu berühren. Bekanntlich bestehet hier rin Bethaus nach orthodorem Ritus, das unter dem Schutze deö Vorstandes stehet. So weit es mir bekannt ist, haben die Vorsteher dieses'BethauseS keine arnöre xrensses und wollen blos ihrreligiöses Bedürfniß befriedigen. Es fällt mir nun nicht eindaß man die Herren in ihrem löblichen-Vorhaben irgendwie beirre, aber jedenfalls dürfte der Vorstand das Bethaus nicht aus den Aügen verlieren. -Wie heute die Dinge stehenist gar nichts zu besorgen; aber der Zufall dürste an die Spitze der Verwaltung dieses . BethauseS irgend einen Mann bringen, der spemlle

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