Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 46 (10.11.1856)
- Date
- 1856-11-10
- Page
- Seite 619 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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m WWnsch-ft un» Lcbem - fl!r,a ,im vr><?-* ' : •- -■!•■•; 7 ‘/i:’ V'Ai.;v';-j-c-Wir empfingen.. jüngst eine -Nummer „fee#, „Wiener Mittheilungen", in Melcher ein, eben so Lut -geschriebener wie; -energisch protestirender. -Artikel. gegen . paS.-Verfahren detz;vr.- Zuyz stand, rvelcher in dem -Artikeh .,Jüdische Literatur" inder ^neuesten Auflage des. Brosthaus'schen Conversations-Kericgns, - während :iet.; alte #vergessene Scharteken und Autoren ans Tageslicht heraufbeschwört,- mit geringer.Ausnahme alle -jüdischen-Autoren der Neuzeit , . selbst. - die. einflußreichsten, -mit - .Süstschweigen --übergeht.^ .Mir^. unsrerseits nchmen? dies, - hem .-g u t e n alieit S.M.. dPchaus^ nicht übch; Min .Wa.nir,, d-r.-ch-NL»?>t M.gr°,An Hntd-ckunr„h-Wfcht,,ist,-wi-,-MMunLlöchcr^ an che» Schuhe» Prag i.qch .MorM.tzist-.,. «>>ch, isAnchm, -yichh,qllei» -iyen. ngechisseNj , Jechieh. .Darschan ausfindig. gemacht, Mern-i. Wasach MhxM,. arrch.bip;? Form; seiner.Kgn belmütze erstes/ Maleim.p.olMchenjMähtcher;. .Kauf «auftra^. von; eintzm - solchen Manne kann. Mag nicht MerlangM, M löp-seinen Scharfblick.uch seine-Muße aus jbip Neuzeft, verwende.; Wirwüxden den;ganzen- .Vorgang igno^ren, auch nicht einmal wie früher die Bemerkung daran knüpfen, daß die jüdischen Autoren jetzt viel mehr Intoleranz, unter einander ausüben,. als jemals die christlichen Schriftsteller gegen die jüdischen — wenn wir nicht darin Verqylassung. fänden, uns über einen allgemein wichtigen Gegenstand auszusprechen. Das Verfahren des vr.'Zütt^ist.nur eiü Glied einer? großen Jkette, mit welcher'. man das neuere Judenthum einzuschnüren sucht.. Wenn 0r. Zunz .öffentlich sprach,. so wiederholte er.stets Mit..großer WohlgefälligkeD die Phrase:i „Das Jochu des: Rabbinismus ist zerbrochen worden"/^ statt dessen aber suchten er und seine Genossen das geisterdrückende- Joch einer kleinlichen Gelehrsamkeit' den Juden aufzubürden', und während ste die'Autorität' der G e - setzeslehrer zu vernichten strebten, wollten ste-uns die Autorität -vergilbter Pergamente, die -Autorität der Liteteraturhistorie ausschwatzen. Der frische Aufschwung des Geistes sollte unter dem Staube vermoderter Papiere ertödtet werden. Wir lasen.jüngst Men Bericht^ eines im Ganzen - wohlwollenden Kritikers über eine Reihei-neuerer jüdischer Geisteserzeugniffe, und wahrend er mit naserümpftnder Non'chalänce über, die" Mebendsten / beeiftrndsten/ die schwache Flamme des religiösen Geistes Unfa.L chenden Schriften.'hinwegging,? hob er mit Emphase zwei oder drei Werke hervor, welche theils neue Ausgaben al-! ter-Druckwerke- .und - Manuscrjpte,ü theils-uWMM schm Inhaltswaren. /.-Dies neNneU. diese, Herren WiD/ senschasN Sie .stehen auf dem -,Standpunktenstnexual-?: ten / Philologie,. - welche., seit. Friedrich „AugustttjWolft.so^? glücklich Überwunden-ist^ Sie begrüßest -drei HerauSgar»?! irgend; eines - -alten -Grammatikers - mitsgrossem- Fmer^' -nicht.! etwai wegen- Bereicherung-Mer.Grammatik/- selbst, roderiranw '? damit/die Regsamkeit Mes Geistes im /elften -wder/szwölftem; Jahrhundert?zu-:d0kumeMrrM-/-.sondern)nurssweil-eS ohew ein-/ alter Grammatiker ist, Mer -aus/der- Nacht-'d-r^Ver--/: . gessenheit: hervorgeholt.worden; denn ein ähnliches.-«Werk: unsrer, Zeit -würde ste sehr - gleichgültig rMffennu MögM sie.aher -der.Wissenschaft;noch so sehr-stch. rühmm./rmö-, gen ste aus.dieser, einen lOelgötzennMachey^ident!-zu-opferrr steallein „für preisw.ürdig-halten 777/-. was -si e 'tn eüb enisti k-B ne:>W?isfemsch a st.-,:-M;nM-tbrinMchkrrihrM MN ri sche-.Wisseyschaft, -sond-e-rw nu/ruhist-MMrs MisSem. uv,i . -if» Mt m(J;:^ie rMrundlage, maller Wissenfchaft - ist' nda s.^ L Pas DbeNj.jst jene /stetige.Bewegung.-des'.Weistesi, -die fort, und/kffort-stch.iaus/fich selbst.gebärend.^ youciäußen zwgp. ^ilfstehyreqd. -, -/.ah'M-.Än - sich-! verarbeitend, l.ür im'rUer neuen. M-Hasen; stchuenhwickelj- und-- sortblldet,n.'in jm-mest neuen- JnstituteniMd .Schöpfungen.Mne. iKOftr hewähM stina^Jdeen.verwirklicht;,' unw-szuglieich!!.'die M-ttelft.schafft/ durch welche es sich selbst fortpflanzt. Das Jndenthu-rst ist« instzndqrK.. stuf^solches iLchest cher-chstet,rrMd nM diejenigen Perioden... seiner,Geschichte /haben -einen -wMichen Werth',- in.welcheu./dieses Mbennfich/zU n,euer-OüW entfaltete, ' und -,nur hstjenigen, Perstnlichkeiten mnh- -Merke hahen- . ein,Mauerndes, Verdienstwelche Mieses/-Leben.^ge^ weckt,.; genährt,, .veredelt. Mnd. verklärt Habens'; Je. mehr Mas Judenthum;in „eine/ oppyMonelle/Stellung) geg'eU-Miei es umgebende. flVelt,' wenn, /auch,- allerdings iy>ideeller,Weise-, von .Anfang an gewiesen: war, -je mehr es von einer geringfügigen Minorität:. Beharren / .und - Aufopferung, verlangte, je mehr esdaher alle seine Kraft auf eine-feurige Bethätigung richten musste^ je, mM in, ihm-Mie. Vexschmel-- zung .der Idee, und des,LebensCharakteristikumwar- Und ist -— desto wichtiger,,unenthehrlicher, entsch?eidender war in ihm.das Leben.Alles, daher> -was.auf-die Weckung und Pflegedieses< LMnD.- im. Judmthume hinwirkt-,/.ist von, nachhaltiger VedeuMg; -Und,-erwägen: -wir -Hierbei, wie gerade die Neuzeit, der. jMatMstßmuS.j idyrr.jchtgM Welt, .und..selbst die jallgemesne ,Humanität-, hie.bürgerliche Gleichstellung,-, dia/allgWeine- Vjldung und. Wissenschaft einen: zersetzenden.Einfluß aus.das particuläre Le- 46*