Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 46 (10.11.1856)
- Date
- 1856-11-10
- Page
- Seite 618 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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umgestaltet werden muß, daß allerdings die wahren Seelsorger.Jsraels berufen sind, den^ Göfyesdi.er^st^ öhne 'iHZ d'arum von derHshetzigen -Basis-zu entfernen, zu. läutern und zu Hereichern?!.. Öder war es kein Mißbrauch, daß die Predigt, die Erklärung des Gesetzes und der? Lehre, dieser,Eigentliche Hauptbestandtheil. der Synagoge, und um d^DchÄenlW?Mtstänh-lch-sn >d'chl Temstel, in. Wegfall kam? kerne Geschmacklosigkeit, wenn dafür Folianten von Piutim sich einschlichen? kein Mißbrauch, wenn die Mizwoth mitten--am-.GMesdienDMsteigert'. werden (was in Frankreich noch meist Sitte)? keine Geschmacklosigkeit, Unzahl von Mi scheberaclis §inzuschallen? kein Mißbrauch, wenn einerseits Schreien und Kreischen, "MMstiW"Gesck)watzund wüstes Treiben in der.Syn-. 'agM ,'hennisch/ ,'chürbeZ?.' keine Geschmacklosigkeit - - wenn•; die Chasanimnicht mür Gassenhauer hötstt ließen, son- ''&% manchen' ergreifenden alten Melodien doch auch viele sehr unpassende alte Melodien conservirten und ver-? fchnöMsrMKiNl-Mißbrauch/daß, mährend die Misch na ) nochr hsx.Mutzerspmchei-im Gebet sonliberak? gestattet--ein; -Gotteshitznst r-pyy.- jv.ielew Stunden:, - ja -von - halben -üNd! MnzeZ^Tßge.N',jglle.in in/.dev' hebräischenben^Avößs Len^sLWe rdtzr GlMigen unverstandenen Sprache, ab- LsshqlteZ Durd^? ckein. Mißbrauch,! daß Jahrhunderte lang nmm.er. -nux. Znd /gllem derselbe / feststehende - Wortlaut. in f^er <^yMgoge gehört yrnrd.e.>6)Nachde.m-choch^die5stLheren! Aahrhuflherte Mch)/gefallen, hattenimmerneue.-Gebete \ ^einzusuhr^n2 .. kein: Mißbrauch - dass man die "'Vorlesung i ^erj skhora...aus..Stunden ausgedehntr!hat?:ret LVaruMj yicht . - offen .hintretenuyd dies bekennen /.?und .den vom.Hotte Israels , uns offenbarverliehenen Beruf, W - gewidmeten -Dienst e zu -läutern, und F'u - be- , reschern .anerkennen? Wir-sägen offenbar^ / da-sich chieseur D^rufe.. auch Die. - nicht entziehen können?, welche ihm gm lautesten perläugnen, selbst D i e : nicht, welche die Piptim -uusr Leben und Tod vertheidigen! Wir sagen es.nych einmal: auf:das wie.viel kömmt es ^hierbei all.esn nicht an. —- entweder.Ihr lasset den -alten Gottesdienst ganz unangerührt, oder Ihr gestaltet ihn anders) -dann. aber seid aufrichtig und gestehet es ein. Nein'! nicht blos i MN der Verirrten, sondern auch um der rechten, Gläubigen- und um . der Religion selbst willen Mußte es - anders . werden, um unfern Gottesdienst. Sehet Ihr nicht, daß. 3hr uns jene Weise den Feinden unsrer Religion, erst-hie..rechte.Waffe, im die -Hände gebet, da Ihr, Hastuder -)v.ahre-n?Behauptung::, alle diese Mißbräuche haben sich in unsre reine, lautere Gotteslehre eingeschlichen in den Zeiten der Verfolgung, ^ders Abschließung, der .Verfinsterung, und -nun diese, gewichen/ räumtzst^vir jene aus,--ivenTrug alle'diese Mißbkäst^Mshören integer zu unsrer Religion, nur die Verirrungen und Revolutionen der Zeit zwingen uns, sie aufzugeben .... _ _ . | AbtztäwiBmüssenZoch^hödeL hinänWgestK Der „Hirtenbrief" behauptet: „das mosaische Gesetz hat sich mitten durch'die Wechsel der Zeit rein, unangetastet, ohne- Mischung freutderLElemente erhalten." Wenn der Hirtenbrief mit diesen Worten verstünde, daß wir das mosaische Gesetz.. nach, seinem ^Wortlaut, wie es niedergelegt in den fünf Büchern Moscheh's, rein, unangetastet^ unvermischt mit fremden Elementen^.. besitzen,..so. ..tjeiajen;vir dreh, in- >demwir unsre.Hände-zum Herrn, erheben, voll--innigsten Dankes. Weint übet der Hirtenbrief, und 'der' Hächb Zusammenhang. läßt es uns glauben, daß das mosaische Gesetz rein, unangetastet, unvermischt mit fremden Elementen in der jüdischen Satzung?/ wiefderen Uebung bis heute gegolten und giltp geblieben dann müssen wir ihm ein lautes üstd wiederholtes Nein! zurufen. „Du sollst nichts -hinzufügen und. nichtsdavon nehmen" das heißt rein/ unängetastet,ünvermischt: Aber der Weg. vom mosaischen 'Speisegesetz bis daß das „fleischdinge"-Messer, an welches- Milch -gekommen.- in die- Erde, gesteckt wird, ist ein sehr weiter; der Weg vön 'der 'mosaischen Sühnungslehre bis zum Kapporethschlagen, bis zum Taschlichmachen und Hoschanothklopfen, dertWeg vom mosaischen Sabbathgesetz bis zu den Lrubin und dem Ei, das am Sabbath? gelegt ist,'ein sehr, sehr weiter. Wie? haben, Dch/ schon, die Propheten gegen. hie-saWe Auslegung des mosaischen. Gesetzes, protestirt? /-Fürwahr, es ist nicht allem die' 'Schuld der j e tz ig e n Gesteration, daß sie sich so weit vom „Gesetze" entfernt, es' ist auch die Schuld: der früHeren Geschlechterweiche erst das Gesetz mir aufgethürmten Satzungen überlastetest- und dannsie so versteinten und verknöcherten/ daß sie qller Entwickelung des Geistes schroff entgegenstanden, nicht nach dem Beispiele unsrer Väter/ von Hillel - und Akibä bis lang hin, welche den Forderungen der Zeit Rechnung -zu tragen -verstanden. . ' - - Es ist nicht der begrenzte'Raum eines Leitartikels geeignet,- diesen Gegenstand zu erschöpfen, aber wohl sein Zweck,, daran zu mahnen: vor Allem Wahrhaftigkeit in-religiösen Dingen! -