Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 41 (6.10.1856)
- Date
- 1856-10-06
- Page
- Seite 555 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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555 ' v w Alls -rn * Mükamen E^arift *■$. :; iUeberseHt von Vr. Kämpfi*) D,ie Helden schgu'n im Heldentod das Leben, •/gilt;^tzem-.iTode: ihrer Gaffen. Streben; Umschlungen halten.sie den Gegner, wie Wenn Liebende einander Küsse geben;; Sie Wyen nach dem Tode sich, als ging Her-vör! ihr Dasein aus des Todes Weben; . Die.Berge — wären fest: wie Tabor sie — Vor. ihrem Drohen müßten sie erbeben! — Ein.Lanzenstich. däucht ihnen zuckersüß, — Der Wunde.: Strömung wie der Saft der Reben; Die-.Nar^be'-ist ihr Schmuck, geh'n in. den^Tod, : Als galt' es, eine Krone zu erstreben! — Entmuthigt wird der Leu vor ihrem Schrei, — Wie Zwerge müssen Riesen sich ergeben; Wenn ansie stürmen , .scheinen Blitze sie, . Dy in.des Himmels Raume flammend schweben; Es: flimmern ihre Sperre Sternen gleich, r Als möchten, sie vom Himmel sich erheben; (Einj Feu'rmeer scheint das Feld beim Waffenglanz, Das bald der rothen Fluth ist preisgegeben.): Wie: Blitzstrahl fliegt ihr Schwert, es regnet Blut, Wenn ähre: Donnerstimme? sie erheben. . . Wie ^manche Lippen küssen da das .Schwert, Das,unbarmherzig ihnen raubt das Leben! — Ein Garten scheint das «Kampfgefild, auf dem Die blut'gen Schwerter wie die Rosen schweben. — .1 ' V - ' V 2. . . 1 Der Kriegsmann. Ich bin ein Kriegsmann, geboren, zum Kriegen! Auf dem Schlachtfeld enden — das nenne ich siegen! — Mir ist Wermuth das: Leben, doch Honig der Tod — Als ein Held ihn zu kosten — o welches Vergnügen! — „Bim.äch nicht ein Wunders"^-7so rühmt sich mein I. Schwert — . - . ' „Ich eirtzünde die Gluthen, spend' Fluchen zu Gnügen! " —- Mr müß es-bezeugen die Lanze, der Schild: > *) Nach äußerst correcten Manuskripten, unter denen eins aus „dem, Jahre, 1.281. Der . Tert in den Mänüscrip'tendrffeAt.','$> eFentlich von dem in den gedruckten Ausgaben/ nameütlich ist dies mit Manuskript v.'der Fass, nach welchem Nr. 3. übertragen "ist. — Ich mache, die Quellen des Kummers versiegen. Ist'durstig mein Schwert, so tränk' ich es satt Mit dem- Bluteder Feinde, die mir erliegen. Ich verachte das Gut, das ich mühlos geerbt -— Es kann nur der Bogen, das Schwert mirgenügen! Auch verschmäh' ich's, zu wohnen im Cedernpalaft, — Bei den Thieren des Waldes, da lieb' ich's zu liegen! Wer im Kampfe mir naht, der wird es erschau'n: Wie ich siegend begonnen, so end' ich mit Siegen! — ' v 3. . s ..; . . Des Todes Bruder. Als ein Bruder des Todes Hab' ich mich bewährt! Und dieselbige Brust hat uns beide genährt. Wenn im Kampf ich erhebe ein Kriegesgeschrei; Dann erzittert der Himmel, erbebet die Erd'.; Ich besitze ein Schwert, das die Scheide verschmäht, Bis in Strömen das Blut fließt, wie fich's gehört. Die tapfersten Helden fliehet der Schlaf, Wenn im Traum sie geschaut mein blitzendes Schwert; Gefürchtet ward immer, wer es besaß, — . - Da der schrecklichste Schrecken einher vor ihm fährt. Wenn es schlummert,' erfreut sich des Friedens die Zeit, — Wie es aber erwacht, ist der Friede gestört. ' Wenn grimmig es' blitzet, erhebt sich Gewölk, Das der rosigen Fluchen bald sich entleert; — Wirft Feindesschädel, wie Garben, zu Häuf, Wenn gesegnete Ernte der Himmel bescheert. — ' Zeitungsnachrichten. Deutschland. Hannover, 18. September. (Privatmitth.) An Localneuigkeiten wüßte ich' Ihnen dieses Mal nichts mitzutheilen, außer etwa, daß auch an unserer unter der speciellen Controle der Regierung stehenden Hannoverschen Bank drei unserer Glaubensgenossen zum Verwaltungsrathe und zwei zu dem Beamkenperfonale, nämlich der Eine als Eassirer und der Andere als Correspondent, gehören. — In Stolzenau sollte am 15. Oktober d. I. der Kram - und Viehmarkt stattfinden, mit Genehmigung der Königlichen Landrostei wurde derselbe jedoch, weil auf jenen Tag in diesem Jahre das israelitische Laubhüttenfest fällt, auf einen späteren Tag verlegt, gewiß eine Rücksicht, deren die Juden sich nicht überall zu erfreuen haben.