Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 41 (6.10.1856)
- Date
- 1856-10-06
- Page
- Seite 554 (sequence 4)
- Language
- German
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von 1847 will man sein Heil versuchen / um die in jenem Gesetze garantirte Cultusfreiheit der Gemeinden zu beschränken.- Es sollen hierzu als Stützpunkt einige' Leute in Berlin dieness, welche unter dem Scheine deb Orthodoxie der bürgerlichen und ^CültUsfreiheit ihrer Gläübensgenossen den Tod geschworen. Wir sagen unter dem Scheine der Orthodoxie, denn die wahre, aufrichtige Orthodoxie hat mit den Umtrieben.derartiger Leute niemals etwas zu schaffen gehabt! Wir begnügen uns heute mit dieser Andeutung, um die preußischen Juden, welche dergleichen Ränke verachtend.von sich weisen, zu energischer, Wachsamkeit auszufordern. Literaturbericht. Wenn wir uns abermals anschicken, unsern Lesern eine übersichtliche Kenntniß der jüngsten Erzeugnisse auf dem Gebiete der jüdischen Literatur zu geben, und in der That unsere. Referentenpflicht die natürliche Scheu vor den großen Bücherschichten, die vor uns liegen, zu überwinden vermag: so wollen wir dies in den Rubriken des Schulfaches, der Homiletik und Hymnologie, der Religionsphilosophie, der Historie und ihrer Hülsswissenschaften, der belletristischen und neuhebräischen Literatur thun, und es wirdunsern Lesern Wohlgefallen, daß alle diese Fächer mit einer bedeutenden Anzahl Schriften auszufüllen find. Man sieht, es fehlt nicht an Autoren und ihren Produkten — möge es diesen auch nicht an Lesern fehlen. Ohne uns gerade an die obengegebene Reihenfolge der Fächer zu binden, beginnen wir mit den Schul-und Lehrbüchern, und heben hier zuerst das „theoretisch-praktische Lehrbuch der hebräischen Sprache von E. B ond 17 hervor, das vor Kurzem in der dritten Auflage in Prag bei Pascheles erschienen ist. Wir verweisen über .dieses vollkommen praktische und dabei mit Berücksichtigung 'der neuesten Forschungen angelegte und ausgeführte Werk auf die Berichte über die früheren Auflagen in diesen Blättern^ Die'Ausstattung dieser dritten Auflage ist wirklich vortrefflich, und können wir es nur mit herzlichem Danke anerkennen, wenn der geehrte Verfasser, von dessen anderweitigen Schulbüchern jüngst ebenfalls neue Auflagen erschienen, die obige Schrift dem Redacteur dieser Blätter gewidmet hat. — Eine vierte.,verbesserte Auflage erschien auch, vor Kurzem von dem -,Leitfaden beim Unterricht in der Geschichte der Israeliten von M. Elk an", derfür' den' Schülgebviiuch' efti - sehr ■ nützliches Material bietet.'^ - Hierbeipjolleü ivir bemerken) dass Uns in die^ sin'Tagen eine /Mtecheüsth -geordnete und burMfaßsi'biblische' Geschichte 'der' israelMMn' Nation, 'bebst' ' einem Auszug 'der Bibelkunde und Liturgie/'verfaßt- 'v'ön'AA K ö n lg tz-fleb-dS^egedin,n'i8'5'4"^tzügeschM• wurde, ivelchezü' einem großem Theile'^w-Ä^ki"ch'^LLM'dem''Ka- Le'chis'mus der israelitischen Religion^ Liturgie und- Bibelkunde des Redakteurs dieser 'ZektüM ' entnommen -' ist> natürlich ohne denselben mit eiiiem Worte' zu nenNem Eine ziemliche Unverschämtheit! Dabei'verspricht' der Titel die biblische Geschichte und das 'Büchlein handelt von den Ereignissen bis' zur Neuzeit. — „Der Uebersetzüngslehrer. - Ein -nach synthetischer - Methodebearbeitetes HülfsMittel zum gründlichen , leichten und schnellen Uebersitzen des Pentateuchs; von E'manu el Hech t." Creuznach,- 1855. Das Schriftchen enthalt ein Vocabulärium zum Pentateuch nach Capitel und Vers,' und zwar zu den ersten sechs Sidroth die Stammwörter' und das' vollständige Worb des Textes. — ^Vollständige Tabellen-der chebraischen Verba von Conrector Mühlberg-, Mühlhausen 1855." Diese sehr gut ausgestattete Schrift kann in ihrem Versuche, 'eine gewisse Vollständigkeit' durch -die' hebräischen Paradigmen'der-Zeit- Und Nennwörter - zu bewirken, als gelungen ängesehen werden. *Besonders' sind die Jnfinitivi und Participia ausführlicher angegeben /' und: auf diesi Weise Eonjügäti0n und Deklination in stete Verbindung gesetzt. Zugleich ist überall auf Geseniüs' Grammatik hingewiesin. ' Wir können daher diese Tabellen zu einem gründlichen Studium der Grammatik dringend empfehlen./Die Bibel nach ihrem ganzen'Inhalt dargestellt von -Daniel Ehrmann/Rabbiner. " Zw'eit'er Theil. ' Von Einführung der Könlgs'würde iN' Israel bis 'zur - babylonischen Gefangenschaft." Prag', 1855. ' Mir' verweisen ' aüs die Kritik des ersten Theils dieser Schrift, und können auch über - diesen Theil' nüt unsere volle Befriedigung aüssprechent Die Geschichte 'der Könige 'ist 'anziehend UUd zumeist ' mit' dm Mörlen' der'Schrif! selbst-'erzählt; -die an dm betrMMn'Stellen eingeschvbmm Berichsi über die bezüglichen'' Bücher der heiliigen Schrift; so wie die Auszüge daraus'sind sehr angemessen- und 'Mrd nun der dritte Theil -die-' nachexilische' Geschichte, die'Propheten, das' Buch Hiob' -Äd die' Wdkryphm1 behandeln) wodurch der Jugend eine'belehrende uM anziehende' Lektüre zugleich'in'-die Hand' gegebess wird." (Forksi folgt.); iS 7 ■ : 1'h 4’H) l'i irr'! l .: IS,;;./?