Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 40 (29.9.1856)
- Date
- 1856-09-29
- Page
- Seite 545 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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m tusgemesnde biß; Herren ^M. Grünbaum und L. Heim ernannt. , Unter den12 Tensoren der um 15. dieses allhier MS, .Lehen tretenden FilialeseoMtbank -sind auf Vorschlag der löblichen Bankdirection von Seiten des hohen Finanzministeriums die vier Israeliten Alb. Ryth- 'M. Grünbaum, L. Specht, L. Heim. Auch bei den Handelsfammern. nehmen die-hiestgen Israeliten niccht unbedeutende Stellungen ein> uDass in unserer Gemeinde der. Sinn;für-s Bessere vorherrschend ist, mag insbesondere der Umstand beweisen, daß das in Rede stehende Jahrbuch im vorigen Jahre in beinahe. , 3ft, Eremplaxen verbreitet war, und - daß die durch den israelitischen Literaturverein herauSgegebenen Schriften allhier 50 Abonnenten zählen. Der Temeswarer Gemeinbe rühmlich angereiht zu Werben verdient die Nachbargemeinde L u g o s , unter der energischen Leitung des für alles Gute begeisterten Vorstehers Herrn M. Weiser - und dem um das Gemeindewesen verdienten Herren L. Deutsch und Mark Anspitz-. Auch hier besteht; seit mehr als zehn Jahren ein? geregelter Gottesdienst und eine zweiclassige Schule, die jetzt durch Anstellung eines dritten Lehrers zu einer dreiclassigen erweitert wird. Der Rabbiner Herr S. Weiß , so wie der Oberlehrer Herr Tyroler und der Cantor Herr Wittmann sind eifrig bemüht , diese gottgeweihten Institutionen zu heben und ihrem heiligen Zwecke entsprechend emporzubringen. Der Cultusvorsteher Herr Weiser ist auch von. der städtischen Gemeinde als Gemeinderepräsentant gewählt worden. Nicht minder Erwähnung verdient die Gemeinde Gr. Becskerek, und haben erst nMÜch. die ^ausgezeichneten der B ildung und der Humanität gewidmeten Anstalten derselben in diesen Blättern-Würdigung gefunden.? - - Wir fühlen uns auch verpflichtet, für die größte Und vorzüglichste Gemeinde der BacS, für B aja nämlich , in die Schranke zu treten, die zu unserem grossen Äefremden neben den Bacser Miniaturgemeinden in dem-Jahrbuche keinen Platz gefunden hat. Schreiber 'dieses war nie in B aja und hat auch nie G c.fe geh^eit 'gehabt/' 'ein :9)^itgUeb ."'ber' CultusgemeiNde kennen zu lernen; aber aus dem Munde Sr.^ Höchwürden des k. k. Statthaltereiraths und Referenten für Cultus - und Schulwesen A. Bonnaz, so wie Sr. Hochwürden des k. k. Schulraths Kummer hat er das Rühmlichste von dieser Gemeinde gehört, unf' Mbess^e^ WlMA Herren vorzüglich sich mit Auszeichnung - ausgesprochen über die unter der Leitung des Herrn vr. Lemberg er stehende Hauptschule, jmt der eine Mädchenschule vereinigt ist, und mit welcher Opferbereitwilligkeit diese von der Gemeinde erhalten wird. Eine solche Institution beurkundet meiner Meinung nach hinlänglich den Geist, der in einer Gemeinde vorherrscht. . Daß wir auch in Hinsicht der Industrie, der Oekonomie und des Handels in der edlem Bedeutung des Wortes vor unfern Glaübensbrüdern in andern Kronländern nicht zurückgeblieben sind, läßt sich schon dadurch beweisen, daß Israeliten bedeutende Pachtungen theils vom hohen Aerar, theils von Privaten inne haben. Wir erwähnen hier nur die Herren Gotthilf, Rosenberg, Eckstein, Grünbaum, Russu von Temeswar, so wie die Herren B. und M. Anspik, F. Deutsch und M. Deutsch aus Lugos und noch viele Andere, die auf Dörfern eigene Oekonomie im größer» und kleinern Maßstabe betreiben. Ferner, daß in Temeswar nur allein die Sonntagsschule von 50 Handwerkslehrlingen besucht wird, die sich den verschiedensten Gewerben widmen, und zwar auch solchen, die früher von Juden selten erlernt wurden, als Schlosser, Spengler, Tischler u. a. Auch sind in Temeswar sowohl als in Gr. Becskerek Etablissements mehrerer von Israeliten geleiteten Großhandlungen. Auch die zweite Ehrentafel, welche von bezeigter christlicher Liebe gegen Juden spricht, könnten wir durch. einige Data bereichern. Wir heben hier nur hervor die vorzüglichsten, hochgestellten Beamten der verschiedenen Aernter und unter diesen insbesondere den schon oben genannten k. k. Statthaltereirath und . Domherrn A. Bonnaz, der vom Anfänge seines Wirkens dem israelitischen Schulwesen ein vorzügliches Augenmerk .zuwendete. Ferner die Werschetzer städtische Gemeinde, die.ihren israelitischen Mitbürgern freiwillig einen jährlichen Beitrag von 200 Fl. C. M. zur Erhaltung der Schule zukommen läßt. > Wir schließen nun unfern Bericht mitder angenehmen Hoffnung, im nächsten Jahrgange auch einen Platz in dem Jahrbuche zu finden.;■= Kohn. Wien, 10. September. (Privatmitth.) Wir leben noch, immer in der sogenannten „tobten Jahreszeit."; Ich habe: Ihnen daher auch, sehr wenig mitzutheilen. , Herr Dr. L. A. Frankl, der wohlbehalten von 40