Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 38 (15.9.1856)
- Date
- 1856-09-15
- Page
- Seite 510 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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510 Berichten gegenüber in den judenfeindlichen Blattes z. V. der Neuen Preußischen Zeitung, immer wiederholt^ ,.)vas, alte. ches ^chmuggek^ Seitens de?) Juden chervyrgehM,wirM um ans' die^böfM'enden .Stellt LachkheÜrg zu^wiÄen ' w'äffrenv , die «schmugMei ' mindestens eben so sehr von christlichen Unterthanen, ja von Beamten selbst getrieben werde. Man suche Strafverordnungen über die -Juden in dieser Beziehung hervorzurufen, um the'ils die Gesinnung gegen die letzteren wieder zu verhärten, theils sie eines besseren Schicksals: unwürdig darzustellen. So liege die Sache setzt und.die Gemüther wären zweifelhaft, ob 'sie sich der'Hoffnung oder der Besorgniß hingeben sollten. Vom Institut zur Förderung der israelitischen ■ Literatur. ' " Es haben sich circa 800 Abonnenten zu einer zweiten Auflage der Schriften des ersten wahres gemeldet. Dä über, Nach Abrechnung der Provision, Porti und Versendungskosten, die Beiträge derselben kaum die Halste der Kosten, decken^ und da sich dieselbe Erscheinung jedes Jahx erNeüem wurde, so ha^en wir beschlossen, bei'dem Grundsatz uristes Grundstatuts stehen zu bleiben, und keine neue Auflage der gedachten Schriften für das Institut zu veranstalten. Mir entheben aber auch hiermit die Autoren der Schriften des ersten Lahres der Verpflichtung gegen das Institut und treten sie hiermit in ihr unbeschränktes Luiorrecht wieder ein. Magdeburg, Leipzig und Frankfurt am Main, den 1. September 1856. Dr. Philippson. Dr. Jellinek. Dr. Iost. Zeitungsuachrichte«. Deutschland. Äutz KmhesftN, 20. August. Die H. N. enthalten folgenden Artikel: „Hochst interessant ist die Stellung, welche unser gegenwärtiges Ministerium in der Frage über die Unabhängigkeit der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte von dem Glaubensbekenntniß einnimmt. Das Ministerium Hassenpflug promulgirte im §. 20. der Verfassung von 1852 diese Unabhängigkeit, beschränkte sie jedoch aus das christliche Glaubensbekenntniß, den Juden die „blos bürgerlichen Rechte" garantirend, unter welcher neuen ^Bezeichnung Herr Hassenpflug'insemer^M^ auf die Erklärung der Ständeversammlung" die privatrechtlichenMefugnisse vManden wlffen^vMe^Mäbei beharrle derselbe trotz Iem WideHrW^Hr^KaM mern, welche Sen Juheg d?e bürgerlichen RÄte^ßW Haupt garantirt haben wollten. Das jetzige Ministerium hat nun zwar den Vorschlag der Kammern in Bezug auf hie Luhen^adMirts-allein ^es.-änderte in der von diesen vorgeschlagenen Bestimmung: „Die Verschiedenheit des christlichen Glaubensbekenntnisses hat, aus LenGenuß cher^ bürgerlichen und staatsbürgerlichen Nechtekeinen Emstuß" die Worte „des christlichen Glaubensbekenntnisses" ab in „der christlichen Olüubenspavteien", damit — wie es in der „neuesten Eröffnung der Regierung" heißt, — „die beabsichtigte Gleichberechtigung der Bekenner des christlichen'.Älaübensbekenntnlsses auch den ÄZoxN noch aus die bre i christlichen Glaubens p ar t ei e n beschränkt werde.^ — Hiernach dürften wir denn bald erleben, daß Jeder, welcher .nicht streng katholisch, lutherisch oder reformirt ist, Mer nicht vost Hern jeweiligen Kir-- chenregimente hiefür erklärt wird,/-in. Kurheffen von den -staatsbürgerlichen und bürg erlichen Rechten ausgeschlossen werde, - eine politische Abnormität, die bei unseren sonstigen, Nicht sehr regelrechten Zuständen allerdings nicht einmal ein so. großes Wunder wäre." —', - , .rrj Warum iptr diesen Artikel hier mittheilen? Weil er abermals den Beweis liefert: daß die Intoleranz gegen die Juden alsbald auch die gegen alle Glaubensparteien nach sich zieht, weshalb sich'jede schon um ihrer selbst willen davor hüten müsse! Redact. Aus dem Mpstenthurn gust. (Privatmüth.) In Kurzem haben sich am jü-? dlschen Horizonte dahier drei seltene, Phänomene merklich gemacht, die zur allgemeinen KenntnißnahW gebracht zu werden verdienen. Bei dem d.üstern Hewölk, das gegenwärtig in po.^ litischer Beziehung über Deutschlands. Israel, schwebt, erscheint es nämlich gewiß als merkwürdige, jetzt viel-f leicht als. einzig dastehende Seltenheit, daß. hie olden-? burgische Staatsregierung die jüdischen ,SchulenundMrer des ^ürstenthums Bipkenseld völlig hen christlichen gleichstellte, sie den jüdischen Lehrern sohin nicht nur wie den 'christlichen Theuerungs- und ständige Gehalts-