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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-09-15 · Heft 38 (15.9.1856) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 38 (15.9.1856)
Date
1856-09-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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20. Jahrgang. A llge, mei n e JW 38 .■ ' Ein " ' ' unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Magdeburg. Leipzig, den 15. September 1856. Diese Zeitung erscheint wöchentlich ein mal, .Montag s. und wird jährlich 7.8 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. nmfassen.' In Gemäßheit des Zweckes, derselben .die'allgemeinste Verbreitung zu'geben, ist der Preis äußerst niedrig? mit 3 Thlr. für 'den 'Jahrgang;' ' 1 'Tblr^. 15' Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs -Monate — 22>/r Rgr. (18 gGr.j für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und. Zeitungs. Expeditionein nehmen BcsteNungen an; der Hcinptspedition für beide Letztere hat sich die königl. sächs. " ‘ ' “ ZeitungS»Expedition allhier unterzogen. " -! •' Inh alt; :: Leitende Artikel: Rußland. — Vom Institut zur Förderung der iftaekitiscben Literatur. Zeitungsnachrichten: D e u t sch l an v: Aus Kurhessen, aus dem Fürstenthum. Birkenfeld, aus Bayern, Hamburg, Leipzig. Preußen: Lippstabt, Magdeburg. Magdeburg, Berlin. Öesterreichischer Kaiserstaat: Krakau. Donaufürstenthümer: Jassy. Rußland: Petersburg. Frankreich: Paris. Türkei: Jerusalem. Leitende Artikel. ' . Harzburg, 7. September. Rußland. Unsre Leser werden es natürlich finden, wenn wir ihre Aufmerksamkeit gegenwärtig wiederholt auf das' große Czarenreich lenken: Es ist nicht zu verkennen, daß endlich in unsren russischen Glaubensgenossen selbst das' Bewußtsein ihrer Lage erwacht ist, daß sie Vergleiche mit dem westlichen Europa ansiellen, und fühlen^ daß ihr Geschick nicht zu den Nothwendigkeiten gehöre, die unausweichlich über uns herrschen. ' Es ist dies schon sehr viel, und berechtigt'zu Hoffnungen. Wir. hegen auch solche. Wir rechnen es allerdings schon als Etwas an, daß diese Zeitung, unser „jüdisches Volksblatt", unser Bibelwerk und unsre Vorlesungen in Rußland gegenivärtig eingefilhrt werden dürfen. Wurden wir doch in diesen Tagen von Rußland «üs veranlaßt, Einigen' russisch^' Äkoßen den lausenden Jahrgang unsrer Blätter zu übersenden, weil sie dieselben zur Kenntnißnahme zu empfangen wünschten. Von . den Schriften des Instituts ist der „Saron" in die Hände der Abonnenten ohne einen Censurstrich gelangt, die übrigen liegen noch dem Censuramte vor. — Es ist unser Bestreben, bei der.Entwickelung, welche diese große Angelegenheit zu nehmen den Anschein hat, mit der größten Unparteilichkeit zu verfahren , vor Allem aber mit Umsicht stets aus die wahre Sachlage einzugehen. Eine heute bei uns eingelaufene Korrespondenz verweist auf Zwiefaches Einerseits glaubt sie bei der Gesinnung, welche die Zwischenbehörden, hinsichtlich der Juden hegen, keinen'Erfolg für studirte Juden, wenn diese ihrem Glauben treu bleiben. Die Berufung neuer Deputaten nach. Petersburg betreffe nur eine Erneuerung der bisher dort versammelten rabbinischen Commission, weil die alte durchaus nichts gewirkt-habe. Aber auch von der neuen verspreche man sich nichts, weil gerade die fanatischest Gesinnten gewählt würden. Man . klagt, daß Hierzu /nicht wenig gerade einige an der russischen Grenze,gelegenen preußischen Gemeinden, in welchen alles jüdisch - religiöse Leben schrecklich darnieder liegt,. beitrügen, indem der russische Jude vor solchen Zuständen sich fürchtet. 'Man glaubt kein Heil zu erlangen, wenn niHt einige deutsche Rabbinen, und zwar solche, welche wahre Religiosität mit' Aufklärung verbinden, nach Petersburg berufen würden. — Andererseits macht jene Correspondenz baVauf' aüsm'erksain, wie den' übertriebenen günstigen

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