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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-09-08 · Heft 37 (8.9.1856) · p. Seite 507

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 37 (8.9.1856)
Date
1856-09-08
Page
Seite 507 (sequence 11)
Language
German
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m fornr-rH/tauchte damals die Idee - auf, daß nach deintalmüdischen Grundsatz rc. einerverheiuatheten Frau, deren Ehemann sie eine längere Zeit verlassen hatte, so daß M mit Grund sein Tod vermuthen ließe, die Eingehung einer andern Ehe erlaubt werden könne, sofern das Landesgesetz nicht dagegen sei. - Diese Ansicht fand'aber von Seiten gründlicher Talmudkenner die gebührende Zurückweisung und' die Beweiskraft dieser Theorie wurde als. reformatorische Sophistikin ihrerSchwäche gezeigt; aber dennoch hat ein Rabbiner im vierzehnten Jahrhundert diesen Jrrthum anticipirt und in vielen vorkommenden Fällen dieser Art die Eingehung einer andern Ehe erlaubt. Dieser Rabbiner hieß SamuehJbn Talät nbn f) und die ganze, sehr interessante Verhandlung hierüber zwischen, diesem Rabbiner und seinem Gegner R. Hofes lasen wir in einer Handschrift (Bibi. Carmoly), welche von Esra ben Salomo für Don Moses b. Abrahqm Chajun in Lissabon geschrieben, und an Montag-10. Marcheschwan 5234 vollendet wurde. Der Name dieses Rabbiners ist uns nicht weiter bekannt, eben so wenig können wir bestimmen, wer dieser R, Josef war, der übrigens: rgit der größten Achtung und der bescheidensten. Demuth gegen Samuel die Polenrik eröffnete, die wahrscheinlich auch von -andern Zeitgenossen unterstützt wurde. Hoffentlich wird einer unsrer Literaturkundigen über diese Gelehrten nähern Aufschluß geben können. Zur bessern Ermittelung bemerken wir noch, daß der Name Talat auch'Chqlat gelesen werden könne. Diese Handschrift,, deren Verfasser wir nicht ermitteln konnten, enthält außer der erwähnten Abhandlung: p hilo soph. D er a sch o t h auf alle Perikopen des Pentateuchs von verschiedenen Autoren, von denen aber nur mit Namen genannt sind R. Saadia Gaon, R. Serachja Halevy (der Uebersetzer der atrstotelischen Schriften)- einen Commentar zu Koheleih; einen Commentar zu Petek Schirah von Moses, Kimchi und ^einige märchenhafte Erzählungen. , R. Kirchheim. Anzeige». Die Stelle eines Cantors und Schächters in hiesiger Gemeinde, mit welcher ein firer Gehalt von 450 Thlrn. nebst freier Wohnung und einigen Nebeneinkünften verbunden ist, soll zum 1. April 1857 wieder besetzt werden. Geeignete Bewerber, welche musikalisch, gebildet find und einen durch., Chorgefang.'.geregeltenGottesdienst zu leiten verstehen, und an der hiesigen Religionh - und - Elementarschule einige Lehrstunden zu ertheilen haben,, wollen -unter Einsendung' ihrer Zeugnisse, sich in portofreien Priesen , an den Unterzeichneten-Vorstand-wendssm -7- Reisekosten werden, nicht vergütet. --- : Stolp (Pommern)-- 21) August.1856. . Der Vorstand der israelitischen Gemeinde. Von dem Vorstande der Synagogen - Haupt- Gemeinde zu Stettin bist ich beauftragt, die hier zuna 4. Oktober d.'I. freiwerdende Cantor-,' Lehrer- und 'Schächterstelle zu annonciren. Befähigte Persönlichkeiten, welche eine angenehme Stimme haben, auch im Stände sind, deutsche Vorträge zu halten, belieben ihre Zeugnisse dem Unterzeichneten franco einzureichen - bei persönlichen Vorstellungen werden Reisekosten nicht vergütigt. Das Einkommen der Stelle beläuft sich. jährlich auf 250 Thlr. bis 300 Thlr. .? - Alt-Damm, den 30. Juli 1856, Der Vorstands - Commissürms Jacob Cohtn Zrun 1. Oktober d. I. ist die zweite/ mit einem jährlichen Gehalte von 220 Thlrn. verbundene -Lehrerstelle an der hiesigen jüdischen Elementarschule wieder zu besetzen. Hierauf reflectirende, unverheiratete, bewährte Lehrer, die von einer preuß. Behörde geprüft und ihre Tüchtigkeit im Hebräischen nachzuweisen im Stande find, belieben ihre Franco - Offerten, von Zeugnissen begleitet, an den Unterzeichneten Vorstand recht bald zu richten. Groß Strehlitz, O/Schlesien, den 6. August 1856. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. PLneus Apt. Pineus Steinitz. H. Schäfer. Die Stelle eines Religionslehrers, Vvrbeters und Schächters - bei der hiesigen israelitischen Gemeinde mit einem Jahresgehalte von 200 Thlrn., freier Wohnung, Heizung und den Schechitagebühren soll sofort wieder besetzt werden. ■ Reflectirende wollen sich persönlich, oder in portofreien Briefen unter Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst meldey. bei dem Vorstände-der israelitischen Gemeinde; Samuel Gumpert. M, Cobn. Parchim (Mecklb.-Schwerin),, im August 1856. - > Die .hiesige israelitische Gemeinde wünscht die hier vacant gewordene Stelle eines Elementarlehrers, Schächters und Vorsängers wiederum besetzt zu sehen, Gehalt, bei völlig freier Station, worin auch Wohnung und Heizung begriffen, 100 Thlr, Cour., ercl. Nebeneinkünfte, welche ca. 20 Thlr. betragen. Reflektanten wollen sich baldigst meldeybeim^Porstande der israelitischen Gemeinde zu Moringen im Hannöverschen, Rabbinatsbezirk Hildesheim. , -Der Unterzeichnete sucht zu Michaelis e. resp. zum sofortigen Antritt einen in den Elementarwissenschaften, 0

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