Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 37 (8.9.1856)
- Date
- 1856-09-08
- Page
- Seite 502 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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502 .so „ werden wfr. Gewalt..anwenden.. IM zog, er anders ' Saiten' auf' und' nahm 12,060„ Piaster .an^und.. er Mußte' sich ^die' Bedingung gefallen, lassen , .daß .--je Tygarrnm; 'künftig'ftden.gefangenen., Israeliten -füp. dieselbe Summe: losgeben müßten,'. Hie, gefangenen, erlangten so. ihre Frei-/ heit und wurden mit.großer Freude in dem Orte aufge--; 'nommen. Der.Arzt„erkundigte sich,ob noch-Israeliten’ in der Gegend wohnten? Man erwiederte, es.gäbe.Jftae-; liten.in. einer Entftrnung von zehn Tagereisen; ..dochfei; der^ Heg ''wegen der. vielen Rauhanfälle höchst gefährlich.- Er'möge daher den Durchzug.einer starken Karavane ab-/ warten. Er zog es nun vor, fürs Erste! bei seinen Gast-/ ^freuyhen'.^zu,'bheiöen..,.Man,,bpft 'ihm.eine Frau, ein.Haus/ ^ind' eilest Hcker'an.^ Er heuwrkte aber, er. .sei verheira-1 thet und sehne sich' stets' nach seiner. Familie. Man trö-; stete ihn damit, daß . .öfters. Kar.avan.en.nach, Kabul durchi ckomHch Hnen ssch Jstaessten .des Ortes. anschließen. Eine! HMd erschien zwei. Monate nachher.. Er ging mit der- ■ stlben ab^. während sein Gefährte, der sich hier verheira-' Het Mte^^zuruckbÜch'.' Nach 70 Tagen gelangte er nach Kabuls Von da ßegab er sich nach Calcutta und von da nach Bombay wo ihn der Vers, .kennen lernte., Die-; sep fragte ihn. .über die. Sitten und Gewohnheiten.und Re-; ligionsüLung aus,'.erhielt.von ihm anziehende Mittheilungen , die er/ .nicherschrieb, welche, ihm aber weggenommen 'worden , so daß er. nichts darüber sagen kann. Wir . glaub.en , daß obige Auszüge .zur.. Genüge. dar- 'thün,' wie dies der Verfasser hätte leisten können, wenn er. wirklich,zur 'Beobachtung gereist^ wäre. So aber lie-; fert' er nur das Meiste von Hörensagen und aus Büchern. Das Äeue ,in dM .Buche ist nur. sehr sparsam vertheilt.„ Der zweite Theil ^beschäftigt. sich, .mit. äußerst büMgen örMchen.Beschreibungen,. die ganz und gar weg* bleiben kormtech H; '. .; , I. M. Jost. . Jerusalem, Ende Juli. Hie. feierliche Einweihung dervon Frau Elise von Herz - Lämel gestifteten., Mmpn .Edlem von .Lächel'schen Lehranstalt ich.JerusalM,ha^.stgttgefunden.. / 1 Daß für s hie ..Anstalt „gemie.thete Haus war, in allen Räumen ..mit roth - weißen.^ Kähychen. geschmückt, um hie Gaste, zu, empfangen, wo. -der.,.Lehrsaal ebenfalls - mit den österreichischen..Farben, geziert, .auf breiter Flagge in.prachtvollem .Haßmen das Hild Sp,.,Majestät. .des Kmstxs von Oesterchich — .ein MefhegeschMk: .her-,.Mfserinsehen ■1 ließ/; diesein- - gegenüber; das Bild 1 des in r Gott-ruheüdrn nHerrn Simon; Edlen von: Lämel.;: Die/ Wände ~ Entlang a Abbildungen naturhistorischer Gegenstände, biblischer Sce- -uen u. ft w. für den - Anschauungsunterricht: -'. . .Der k.. k. österreichische Consul, Herr von Pizzomano, empfing mit, Herrn vr. L. A. Frankl die -Gaste; 'sie begrüßten zuerst Se. Ercellenz dem Pascha von Jerusalem, Großkreuz des Franz-Josephs- und .anderer.hoher-Orden mit' feinem, glänzenden Gefolge, dann den Ehachain-Baschi Abulafia, :Großrabbiner von Jerusalem j mit seinem -ganzen geistlichen ..Collegium (Synhedriön).-'' Es - erschienen ferner mit ihren,Dolmetschern und glänzend -bewaffneten Dienern die k. Consulr von Frankreich,. England, Spanien, Sardinien u/ift w. ■:* i iv; Herr Dr. Frankl führte nach der Begrüßung mit zweien .an der Anstalt angeftellten Lehrern (Rabbinern) die aufgenommenen Kinder.vor. - Es meldete und drängte sich eine sogroße Anzahl heran, daß — da die ^Mittel und auch der Raum nicht ausreichend schienen — die Schüler, in interne und externe eingetheilt werden mußten. Die Ersteren, 20, erhalten Kleidung, Kost, und Unterricht, -die Letzteren, ebenfalls 20, — somit-vierzig Schüler im Ganzen —nehmen am Unterrichte allein Theil. Sie: trägem eine geschmackvolle uniforme orientalische Kleidung und wurden bei Vdr Aufnahme zuerst Kinder k. k. österreichischer Unterthanen, dann Vater-, und mutterlose;-Waisen , /dann solche, denen der. Vater, ,oder .die Mutter.!,gestorben: ist, berücksichtigt. Nachgewiesene Armuth war - bei Allen Bedingung der Aufnahme,;;--;; .; )• Nachdem die Kinder: die eben: so glänzende als bedeutende und - ehrwürdige - Versammlung begrüßt und auf schönen grünen. Banken Platz genommen hatten, stimmte ein Sängerchor den für die Einweihung:.eines. Hauses gedichteten 30. Psalm an : „Ich .preise Dich, .0 ,.Gptt, daß Du .mir aufgeholfen und meine Feinde nicht frohlocken ließest über mich!" n xi' --i'/r Herr 0r. Frankl bestieg hierauf den Katheder : und hielt folgende Fragmentarisch hier mitgetheilte Ansprache: „Wenn ich vor die hochverehrte Versammlung.-trete, nur sie .anzureden, so bin ich in dem glücklichen. .Falle, daß Bild und Gedanke nahe; liegen und, mir dargeboten, sind: . ..; ^T\r: . K. - „Das Bild des' Tempels, der Gedanke .des Un- .. , terrichtes! u,.!-.! - - .-„Blicken, Sie zu .diesen Fenstern hinaus nund .nur zwanzig Schritte - fern ragt die Westmauer des- Tempels