Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 34 (18.8.1856)
- Date
- 1856-08-18
- Page
- Seite 456 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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AK -A. - „ f? i , 45si .. > wandt hat, wie seit Jahrhunderten nicht. Es ist nicht bloSHeim Hinsenden VW Geldern ge-lieH.en, eineW sehr bequemen. Mittel, 5feiN Gewissen' äüzllfinden —^ sondern man^äst^mit^Ernst daran gegangen,. die . Zustände hört zu verbessern. Ob dies jemals gelingen werde, ist freilich eine andere Frage!... u; Seit langer Zeit war die Kunde nach Europa gekommen, daßshieBevölkerung in JerüstleW—und zwar nicht blos die jüdische — eine in jeder Art verkommene sei. Man hat daher die gestellte Aufgabe von drei Seiten aufgefaßt. Nachdem Six -Moses M o'n t efio r e, länge Zeit nur Gaben gespendet, und darum von den Juden zu Jerusalem in den höchsten Ehren gehalten worden, ist er. jetzt zu den Absichten gekommen, sie auf dem industriellen Mege^ durch Fabrik und Ackerbau zu cultiviren. Wie schmählich er .darum von ihnen behandelt worden, ist bekannt. Der Zweite war Herr Albert Cohn; dieser instuirte durch.Gründung wohlthätiger Institute. Obgleich auch Dieses den Leuten dort nicht gefiel, da fie lie- - ber dik) Gelder, sofortvertheilt sehen, so haben fie sich doch : immerhin^, es. gefallen.lassen^ . Jetzt kam der Dritte, Herr vr. Frankl aus Wien; er will die Dinge von Seiten des Unt errichts angreifen, zuerst eine „Kinderbewahranstalt" errichten, und. dies:— findet natürlich einen Sturm, wie noch-. nie.' Wir sagen noch einmal, ob dies jemals gelingen werde,.ist-eine andere Frage.... Aber wie dies auch sei, verhüllet, die Dinge nicht, wie fie find. Das Bestre- . ben des?Herrn-Alb ert Cohn ist eben noch'geduldet, das . des Herrn Montefiore wird verwünscht, das des -Herrn! Fr an kl. verabscheut.;; J j r. .Ein, neuerer Reisender schreibt uns: „Da ich -mich hier! -befinde^ und die Bevölkerung kennen gelernt, habe ich mich \ von dieser -gänzlich zurückgezogen, betrachte die Trümmer - der- Stadt •> als- - die Ueberreste einer großen, heiligen Ber- ' gangenheit. Denn, die Menschen hier — Juden, Ehri-! sten und Muhamedaner- —• > Himmel! wäre die Stadt nicht zerstört, ein Blitz des Herrn müßte sie um derentwillen: verzehren. Jerusalem ist in der That eine fitten- und! r eli gi o nsl-o se Höhle; welche Entweihung! Was für Faktoren, welche jämmerliche und schmachvolle- Figuren! Wie recht haben Sie gethan, seit anderthalb Jahren alle, Verbindung mit Jerusalem abzubrechen. Was hat man Ihnen für Ihre edelsten Abfichten und Wohlthaten Bitteres bereitet! und zwar gerade Die, welche fie empfangen haben!.?./'*;) .; W ir verzeihen ihmn dies gern-, -da uns' das Le- . 4rxwütä .OS Nun — gerade darum darf man nicht ermüden, gerade darum.müssen die Anstrengungen^ irMnerfor^rrteut werden. Nicht Fanatismus besiegt^vefi Alffatismüs,-'sondern H l l e-in die besoJnirwe dauer! Vom InstUut zur" Forderung israelitischen l Literatur« r . ^Wir^haben''Heute-die Freüde^ den Theilnehmenden anzuzeigen, daß die Zahl der Abonnenten auf das zweite Jahr /I, Mai ,1856 bis 1. Mai 1857) 3000 überstiegen hat, also gegen das erste Jahr einen Zuwachs von mehr als 500 erweist.. Dieses günstige Resultat.in dem für eine solche Anstalt entscheidenden zweiten Jahre muß'die Leiter derselben zu.weiterer thätkräftiger Verwaltung ihres mühevollen- Amtes anspornen. Allerdings wird dieses zweite Jahr darum keine größere Höhe der Geldmittel als das erste darbieten, 1) weil diesmal die Mehrzahlder Agenten Provifion Und'Freiexemplare in Anspruch nahm, 2) weil der‘ bald zu veröffentlichende 'Rechnungsabschluß, des ersten Jahres ein, wenn... auch nicht bedeutendes Deficit zeigt, welches aus den großen Portolasten bei Gründung-des Instituts aus den allzühohen Versendungskosten, welche durch die praktische Erfahrung vermindert werden.könneff.und'aus zu hoch gegriffenen Subventionen entstanden ist, so daß dieses Deficit im zweiten Jahre ohne Minderleistung des Instituts verschwindet. > Wir werden bald in den Stand gesetzt sein, die Werke zu nennen, welche zunächst zum Abdntck kommen. ' ' " Karlsbad, 2 K Juli. : Zustände. -u Von den 6500 Personen, welche laut der jüngsten Curliste fich gegenwärtig hier befinden, mag/wohl., ohne llebertreibung mehr als Her fünfte- Theil dem o.rientaliben gelehrt hat, niemals etwas Anderes zu erwarten... Briefe aus Wien sagen uns, daß. Schreiben aus Jerusalem dorthin Herrn vr. Frankl als. Sendling des vh.Hh.ilippson bezeichnen — während wir niemals von den Abfichten des vr. Frankl etwas wußten,1 bevor sie ausgesprochen in die Oeffentlichkeit'traten^ '' ' - ' vr: 'P h.'-