Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 34 (18.8.1856)
- Date
- 1856-08-18
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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20, Jahrgang. 51 M g e m eine 34. unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Vr» Ludwig PhLlippfon in MagdMrg. L eipz i g, den 18. August 1856. 'ÄZüse Zeitung scheint wöchentlich einmal. Montags. und wird jährlich?8 Bogen in Quart incl. de- Titel», Register» u. f. w. um« Men. In:Gemäßheit veS Zwecke»., de;rseIch«M die allgemeinitr Verbreitung -z,u geben, '.ist der Preis äußerst niedrig : -mit S -Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für'sechs Monate 22'/r Ngr. (18 ,g<Sr.) für da» Pierteljahr augesetzt worhen. Me ^Buchhandlungen , Postämter und Zeitung», Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haüptspedition für beide Letztere hat sich' die königl? sächf. ZettungS» Expedition nllhier unterzogen.. : > 'u '; V ' ' Inhalt. .. | Leilende Artikel r Rußland- — Jerusalem, -9. Ab. — Vom j Institut zur Förderung der israelitischen Literatur. — Zu- \ ' .stände. | Zeitungsnachrichten r D eutschland: Don der Unterwej ser. Preußen: Ans der Provinz Pofm, aus -der Proj vinzPosen, Hechingen,Berlin. Oesterreichischer Kaiser st an t: Przcmysl. Die Schweiz: Ober- Endingm. Belgien: Brüssel. \ Correfpvndenz: Charleston (S. C ), 2b. Juni. (Schluß.) j Leitende Artikel. Harzburg, 11. August. j , Rußland. | Das von der InäepenZsnee deige gebrachte Memoire über die Lage der russtfchm Juden, welches wir in Nr. j 31. d. Z. in Übersetzung mitgetheilt, hat einen allge--! meinen Wiederhall in der europäischen Presse gefunden, j und .ist -entweder ganz oder auszüglich von den bedeutendsten Blättern des In- und Auslandes wiedergegebm? worden. Mit um so größerer Freude sonnten wir dm; kaiserlichen Ukas mittheilen, welcher den promovirtenl Doctoren Mischer Confession den russischen Staatsdienst? öffnet. Es ist dies allerdings der erste Schritt aus der 'principitzllen Ausschließung heraüs. Dennoch Münch wir \ noch nicht das Geivicht darauf legen, weHeS von Bis- { len ihm. gegeben worden. Nicht weil wir glauben, daß? vorzugsweise das Bedärfniß selbst zu diesem -Schritte geführt — denn das Bedürfniß ist!dte. solideste Basis freisinniger Institutionen unv am Ende ist eS das , wenn auch verkannte Bedürfniß des Staates , alle'vorhanvmen geistigen Kräfte -zu benutzen, also nicht blo'S per promovirten, sondern der ganzen Volksmaffe. Vielmehr^ weil wir glauben, daß es am meisten darauf ankommt, die Mische Masse m Rußland. von den -drückenden rund ein- .schnürenden Ausnahmegesetzen zu befreien und Cultur und Bildung unter ihnen.zu fördern. Geschieht dies nicht und öffnet man blos promovirten Männern den Staatsdienst, so ist es, wie wenn -man von einem Thurme zuerst die Spitze bauen will, ohne den Grund 'und den - Unterbau .aufzuführen. Hierzu kommt, daß.'bekanntlich die Eröffnung detz Staatsdienstes fürJudein. auf demPapiere noch nicht die Verwirklichung bedeutetund von -zu vielen -unteren Instanzen -abhängt, als daß damit schon viel gewonnen-wäre. Demungeachtet erkennen wir mit Dank den Beschluß des Kaisers an, und lassen ihn eine neue Quelle der Hoffnung für uns seiw Jerufglem, 9. Ab. Es ist ein Zeugniß von dem wieder erwachten -historischen Bewußtsein in den Juden, daß sich neuerdings deren Aufmerksamkeit in einem Grade aufJerüsalem ge-