Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 33 (11.8.1856)
- Date
- 1856-08-11
- Page
- Seite 443 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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443 anzugeben, und können wir schon heute den-Stand als einen sehr beftiedigend.en bezeichnen. Unsere Leser werden sich erinnern, daß eine Annonce in dieser Zeitung von, wie die Unterschrift besagte, Lehrern im Hannoveraner Lande an die Leiter des Instituts die -Aufforderung richtete, etwas für die Lehrer insbesondere, und .zwar nicht in Sagen und Erzählungen bestehend, zu thun, und daß wir die Anonymi aufforderten, sich specieller über ihre Wünsche auszulassen. . Mit dem Poststempel: „Hamburgs kam uns folgendes Schreiben zu: „Sie hatten die Gewogenheit, in Nr.. 2.3. Ihrer geschätzten Zeitschrift etwas Specielleres nber unsere Wünsche, betreffs -der vom Literaturverein zu veröffentlichenden Schriften zu hören. Wir habenuns dahier, versammelt, um. Ew. Hochwürden die geeignete Antwort geben zu können..-Sie scheinen vorausgesetzt zu haben, daß wir besondere Objecte im Auge hätten. Das ist nicht der-Fall; .wir wünschen nur überhaupt Schriften, die das Lehrer- und Schulwesen: betreffen, die uns Hülfsmittel zu unserem Berufe -find, welche Gegenstände sie auch immer-besprechen/ Die. vorjährigen Schriften erleichtern uns unfern.Beruf, nicht-und -sind zum großen. Theile ganz werthlos sür uns. Für unsere Schüler bedürfen wir eine kleine nachbiblifchejüdische Geschichte, und ein Gesangbuch, mehr aber -bedürfen wir Werke,! die das jüdische Schulwesen besprechen, da hierüber der jüdische Lehrer gar nicht sich belehren kann. Ew. Hochwürden, würden sich Ihrem großen Verdienste um die Lehrer die Krone aussetzen, wenn Sie auch durch-den Literaturverein sür deren günstige Bedürfnisse sorgten und können Sie versichert sein, daß dann dieselben noch mehr wie bisher um größere Ausbreitung des Instituts sich bemühen werden. Wir fügen diesem Schreiben unsere Namen .nicht bei, damit unsere Gemeinden beiunserem -Bemühen u um Subscribenten keinen Eigennutz: wittern.und haben aus dem Grunde eine Jnseration vorgezogen:; :-f; .u::: Die Anftagesteller." Wir müssen -gestehen, daß uns dieses. Schreiben sehr unbefriedigt läßt.. Warum : haben sich die: Antragsteller nicht wenigstens den Leitern: des Instituts genannt?: Was haben wir für Bürgschaftdaß dies nicht, eine Mystificätion äst? Aber abgesehen hiervon, so sieht Man,- daß auch hier diese Herren völlig imDunkel über 'den Gegenstand ihrer Wünsche, und Bedürfnisse - find, selbst nicht anzugeiben wissen, - wasfie wollen, außer **-.)daß Andere sür.fir denken und arbeiten sollen. Denn) das Einzige, wcis genau angegeben wird, eine nachbiblische'Geschichte: und ein Gesangbuch- - ist sin - jüngster - Zeit. bereits - wiederholt! erschien nen, und überhaupt nicht Gegenstand eines, Literaturver-- tzl-nst,' Je wemger.-aber h i ewder d e r- Briefsteller' näher-., zu bezeichnen verstehen , - was - sie eigentlich/.wünschen, desto.„ eher, ,glauben.,wir-auch in diesem . Iahte etwas für sie leisten..zu können^ — ., : - lieber! jene Annonce erhalten : wir; übrigens von einem alten erprobten Lehrer aus Bayern folgende Aeuß.erung: y,. ... I „Da ich: die Z. d.:::J.! immer etwas -spät zum Lesen bekomme., so weiß ich. nicht,, ob und wie Sie. sich, üb.etz die-Ansicht - der. Hannoverschen -Lehrer, -keine. Erzählungen und: Sagen für den.Literaturverein zu.,erwerben, geäußert haben und erlaube mir daher, meine unmaßgebliche gegentheilige-,Ansicht nbzugeben)- Ich meine,: der?Verein solle geraderecht viel Belletristisches-:: Geschichtliches und Unterhaltendes .Leben.. .Gelehrte, Rabbiner- und Lehrer u.. s. w. bilden die Minorität und gerade in den Krei.s. des Kolkes., soll-Liebe.-und Freude zur jüdischen. Literatur gebracht werden „ M.d man will) jetzt unterhalten. sein, und solche Unterhaltung wie Ihre;Maran.yen„u, A. unterhalten, belehren-und. - 777 was mehr', als Astes -—r begeistern und.entstammen für.d.as Judenthum-,- und erreichen -wirdas in unserer,Zeit, so: ist -Alles -erreicht." . ... -■ : Ierusal e mi m Jul i. - Ludwig Aug. Frankl in Aerusale«n. Die'Ankunft dieses Ihnen,, wie -überhaupt der ^deutschen Lesewelt .bekannten: Mgnneswaxf ei.ye-sejt Monaten .angekündigte, und.-erwartete. ^WirhatteNl. die-Freudeihn am.L8. ,Mai„.in der .heiligen Stadt, zu -begrüßen^ Vpm- Chacham:Baschi/.der Großgemeinde, dem er von dem Chacham:. Baschi-von Konstgntinopel, von ,Eorfu, von DamLskus -;wie, won den Rabbinern - von. Prag. ,uyd Wien,-empfohlen-.war^ mit Auszeichnung empfangentu suchte er.?jhnsogleich nach seiner Ankunft eine,B,ersammlung des hohen Rabbiner -Collegiums und -je Weier-Vorsteher ijedep: Menreinde itzinzuberusen, um,, den, .Zweck- .seines Kommen.s; wie; seiner, beabsichtigten; Gründungbestimmter und)klarenworzulegen,ualss,dies in, einem pur kurzgefaßten und; vom mancher - Seite :-irrjg ausgefaßten.Programme geschMwiGii V H vk -H v,.-} .u Am folgenden -Tage, begrüßte chie .Wmei.n-de ^-Chasstdim" Herrn 0r. L. A. Franft.jw xsnnn Schreiben und durch feierliche DeMtgston, spMiss.chex-!.Chacham Baschi, 33*