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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-08-04 · Heft 32 (4.8.1856) · p. Seite 436

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 32 (4.8.1856)
Date
1856-08-04
Page
Seite 436 (sequence 8)
Language
German
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436 Briefe ließ man bald durch einen Translator in die russische, Sprache übertragen; und da: die Kaufleute, wie dies bei. ihnen üblich, oft; geschrieben "2 oder\Tbyp >, (2 oder 3 u> s. w. Stück habe ich erhalten), ohne aber, aus leicht zu erklärenden Gründen, das Mort Waare beigefügt zu haben, wurde dies auf das Fleisch des angeblich geschlachteten Knaben gedeutet und die eidlich erhärtete Anklage als gegründet betrachtet. Hierauf wurden auch die Kaufleute, deren Namensunterschrift sich in den Briefen fand, nächtlicher Weise in Haft gebracht, worin sie auch jetzt noch nebst der Soldatenfamilie schmachten. Durch die Knute oder andere Martern sollen auch einige der Verhafteten zum Geständnisse der ihnen zur Last gelegten That gebracht worden sein« Eine Deputation, die in dieser Angelegenheit von dm Juden an den betreffenden Minister gesandt worden, soll von demselben barsch ungefähren und mit hm Worten entlassen worden sein: „JO habe immer geglaubt, daß die Juden derartige Greuel auSüben, nun halte ich mich völlig davon überzeugt." Wir glauben kaum, daß der junge Kaiser um die Geschichte weiß, oder sollte bei diesem Ivnn sowohl 2*1 als banBE Recht haben, sollte es «2N Mau und fein? Notizen. Wormö, iM Juli. (Eingesandt.) Da von meiner neuesten Schrift: „Religions » Bortrag meiner Confirmayden bei der Confirmationsfeier" (Worms 1856, 8.) erst etwa 30 Exemplare in die Hände meiner Freunde gelangt find, so ersuch e ich die Befitzer derselben freundlichft, folgende sinnentstellende Druckfehler nicht unverbefsert zu lassen. S. 27, Z. 13 von unten 14. Addar für „15."; S. 28, Z. 13 von unten 13. Addar für „14." und S. 33, Z. 6 von oben g eistige für „geistliche". Ich bitte nochmals um die Gefälligkeit, durch einen Federstrich obige Fehler zu corrigiren, damit sie nicht unverbessert stehen bleiben. vr. L. Lewysohn in Worms. Correspvndenz. Charleston (S..C.), 15. Juni. (Vorbemerkung det: Rj?dartion.< Kaum, hat^ ten wir. in Nr. 29. unsere Ansicht über -den,Strejt in Amerika kurz und ohne alle Animosität gegeben, als wit diel folgende Correfpondenz erhielten. Es war eigentlich unserem Absicht, die ganze Streitftage als' abgethan unzufehen,. und nichts mehr darüber zu veröffentlichend Da wir diese ganze Clevelander „Platform"- Geschichte ' als eine Ausgeburt persönlicher und eigennütziger Absichten, und darum als todtgeboren betrachteten, als einen ächten Uankee - Humbug - Spectakel, und auch nicht Willens waren, in die gemeine Polemik des Herrn Wise und die langweilige des Herrn vr. Lilienthal einzugehen, um so mehr, als wir unsere Meinung gleich beinr Beginn prompt und verständlich ausgesprochen, so wollten wir unsere Leser mit Weiterm verschonen. Allein um eine genauere Einsicht m die durch diesen nichtigen Streit verwirrten-religiösen Verhältnisse in.Nordamerika zu verschaffen und unfern Lesern ein Selbsturtheil zu erleichtern, geben wir noch den folgenden Artikel.) - . Wenn ich mein am Schluffe meines Berichtes vom 25. December 1855 gegebenes Versprechen „Auf baldiges Wiederschreiben" erst heute, nach fast einem halben .Jahre, erfülle, so ist sicherlich nicht Mangel an gutem Willen meinerseits, sondern einzig und allein uvstre-eigenthümlichen jüdischen Verhältnisse schuld an meiner Verzögerung. Neuigkeiten: giebt es nicht zu berichten; die Gründung neuer Gemeinden, Wohlthätigkeitsanstalten und dergleichen sind solch alltägliche Dinge Unter uns) daß sie das Recht der Neuheit nicht beanspruchen könnem Andererseits find unsere religiösen Zustände in Folge der Eonferenz-Angelegenheit in ein solches Chaos gerathen, daß es wohl noch lange Zeit dauern wird, bis ein von Men? fchen ausgehendes *Y)N ''N'' Ordnung und Klarheit in unser Tohu Wabohu bringen wird. Ich muß es zwar gestehen, daß ich über diesen Alles in Anspruch nehmen-- den Gegenstand so manche bis jetzt noch nie dagewesene Neuigkeit hätte mittheilen können; aberichhielt meine Bemerkungen zurück, weil die Controverse über diese Angelegenheit durch die „offenen Sendschreiben"-des Herrn vr. Lilienthal in Cincinnati an Sie und Herrn Rabbi? ner Stein in Frankfurt nunmehr auf deutschen Boden hinübergepflanzt worden, und ich durchaus nichtgewillt war, Sie durch einen Bericht in Ihren Antworten zu beeinflussen, obgleich man meine Gemeinde / und. daher auch mich selbst, auf eine wahrhaft, entstellende und durch nichts zu rechtfertigende Weise in; diese Sendschreiben hineingezogen. Da Sie nunmehr dieselbenjedoch alle vor Empfang dieser meiner Correfpondenz: erhalten und Ihr Urtheil gefällt haben müssen, sp ist eS

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