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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-08-04 · Heft 32 (4.8.1856) · p. Seite 435

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 32 (4.8.1856)
Date
1856-08-04
Page
Seite 435 (sequence 7)
Language
German
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435 -mhbjn.er,s.. Dx. Adler,- vondenen - ein jeder, .zwei Preist erhalten havund zwar-der eine riwder-Geschichtch und im.Griechischen -und .der. andere -inder MatheMtik.'und .dtzr Philologie.' -Jeder Preis besteht indinem.GescheNk von wepthvollen: Büchern undü40.PfundL.-Srerling^>r Von einem.^strebsamen jungen. Manne aus Hannover , Herrn, vr. M. Kayserling, der. zu seiner ferneren,! wissenschaftlichen - Ausbildung in-Berlin -verweilt, .ist-, unlängst bei Mendelssohn in Leipzig ein Buch erschienen unter dem Titeln Moses.Mendelssohns.-.,..philosophische und religiöse Grundsätze mit Hinblick .auf.Lessing. Es -wird.darin die Wirksamkeit -Mendelssohns geschildert, und. der Nachweisgeliefert,. wasderselbe..als Philosoph insbesondere in Beziehung auf - das, Judenthum, geleistet hat und, in wje ferner sich innerhalb.des. Systems seiner Vorgänger, namentlich Wolfs, bewegt oder, davon abwei.cht^ .-Der fleißige Autor ist gegenwärtig, mit einer-.AMit^ über die jüdischen spanischen. .Dichter beschäftigt- .und y,bei dem Eifer, mit welchem. er.feinen StMiem, obliegt > dürfen wir noch manche. treffliche Leistunguvon ihm erwarten^ . - - - - Preußen. , ' Anclam, im Juni^ (Privatmitth.) Am 19. vorigen Monats überreichte eine Deputation des Vorstandes derhiesigen Synagogengemeinde dem Grafen von .Schwerinauf seinem Gute Putzar dienachstehende -Adresse: - --- - Mit dankbarem Herzen naht Ihnen,. hochgebory.er Herr Graf, der Vorstand der Unterzeichneten Synagogengemeinde/ um Ihnen für die bei Gelegenheit des Magener'schen Antrages und des Heyse'schen Amendements -im Hause der Abgeordnetengesprochenen Worte unfern.tiefgefühltesten Dank - auszusprecheru Mit gerechtem- Stolze sind unsere Blicke auf Ew. Hochgeboren-/ den Vertreter unseres Kreises, den muthigen Vertheidiger..unserer verbrieften und verbürgten Rechte gerichtet-,, dessen uneigennütziges Streben des. Volkes Wohlfahrt gewidmet ist.: Wir verehren daher m Ew. Hochgeboren den Mann/ der sich in unserem und unserer Religionsgenysstn Herzen ein ewiges Denkmal aufgebaut, und, es gereicht uns zur innigsten Freude, Ew.-Hochgeboren diesen Ausdruck unserer tiefsten Hochachtung. . und; Verehrung darbringen. zu können^<l & ^e.r Grafi-empfingi die Deputation sehr wohlwollend yi lehttMrab'K jedes VeMensi^Mlsich'-üb/'wesr auchuohNtz seiUe>MLtwirküMchWMagMÄHe-AMrag iü dev Minorität tgebliebenwäret uSeiNe^ Ansicht von der j Gleichberechtigung ' der -jüdisch'e'n -Und - christlichen Eonfession/'dieser-'schon tm Jahre^M7-gegen dst Mitglieder der gedachten Deputation aussprach/ hätte sichtbar an Ueberzeügungskrast, gewonnen/ - Erwerden so lauten ungefähr -- seine Schlußwortestets feine Stimme für Recht und Wahrheit/-unbeirrt-voNden Strömungen des Tages, erheben unv stets in diesem Sinne) wirken; insbesondere^sö - -lange'es 'ihm vergöNnt seinwerde/ ander, Legislative^ Theil zu nehmen.-^- - Rußland. "7.'/" Posen>/ im Juli. (Privatmitth.) Wör-Kurzem erfuhren wir aus a-U t h e n t i s'ch e v Quelle,1 daß in Rußland schon seit' längerer'Zeit dinlDräMaWelt/ dessen öffentliche ^Besprechung man zü -fürchten-scheint, ''dort dem aber-doch dev civilisirten Welt Kenntniß gegeben werden mußwenn es-ffch nichV-^ÜM'-tragisch-'MM ckeln - soll. In diesem Drama spielt, das urälte'blütige Gespenst der Abschlachtung eines.Christenknaben von Seiten der Juden. die Hauptrolle. ' Nicht weit von Petersburg nämlich, in einem Städtchen, das, wenn wir nicht irren, Saratow genannt wird, lebte ein ausgedienter) jüdischer Soldat,^ der seine Familie vorzüglich dadurch ernährte/daß er die. Wäären jüdischer. Kaufleute - ausverschiedenen - Gegenden bei sich ..lagern ließ und nach erhaltener Anordnung -versandte. Bei dieser Soldatenfamilieservirte ein -christliches Mädchen, das >sich' manches - Unmorälische zu Schulden kommen ließ.- In Folge dessenwurde sie auch, nach Einiger,-Zeitinverdienter, dber^ nicht-.allzu zarter Weist -aus.:ihrem- Dienste-entlassen. -ZSie'.-ög. nach ihrem naheliegenden Dorfe zurück.-und! trat bald,- wahrscheinlich von. einigen Judenfeinden dazu aufgemuntert und, um -sich,an ihrer früheren-Dienstherrschaft zu rächen, mit der Klage auf,.die Soldätenfamilie habe eines, Tages! einen Ehristenknaben an sich gelockt, ihn geschlachtet, zerstückt und sein Fleisch und Blut an verschiedene Juden gesandt. Kaum hatte die Obrigkeit die Denunciatipn erhalten/ dWsieFäüDschon die betreffende- Familie' gefänglich einzog und bei ihr eine Haussuchung, vvrnähmv Man'fand nichts als einige ini-dolnischjüdischem - Jargongeschriebene- Briest der Kaufleute, denen der-Soldat-als--Agent gedient. Dieso

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