Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 32 (4.8.1856)
- Date
- 1856-08-04
- Page
- Seite 431 (sequence 3)
- Language
- German
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431 v/SM;knhtz.MrMdM mit ben; unverMdlichen. WiederholungM-mit,-bem Mmüden! an einem.einzeln/stehenden Bilde unb Gleichnissehat sie^ wenig von der. Lebendigkeit,; Frische/und/SAstständigkeitde.s-Vortrages, welche den-lCharaktex. der -jüdischenKanzelberedsamkeitbilden soll und die man doch wohlDoch -in den Gotteshäusern Israels zu finden erwartet. Sot»at hier bas alleinstehende Bild be& /bräutlichen Bundes zwischen Gott und Israel -chahrhaft zu Tode gehetzt.-. - r . - . KazN .kommt noch die Vortragsweise, die alles Unangenehflw-' llnb Unschöne;der Manier. hat.-/.Man? denke sich eine Rede, vorgetragen Mit einer Axt Rhythmus,-der sich etwa iw An apästen ober - Daktylen lauflösen läßt: wie einschläfernd^ wie, ermüdend! -Das. Ohr. .vernimmt keine Wor.te mxhs;-.-es,;ist-- eitt) sanfter; MafferfaA /ibflf, den/ Abhang; hinunterplätscheri, ein Mühlbach, der seine sschlafri- M. Mellen.'inuyvexäydeO.cheK Tacte vor uns ) hinwälzt. Diese. Manier ist-,um-so-mehr zu beklagen, als. die Natur. Hexry Fürst -mit einem .gefälligen und sonoren Organe .begahthat,; /.;) . ... Dies, war stas, Ende- -her Wiener Probepredigten./' Es sei mix -yexstMj./ /hieran eine allgemeine/ Betrachtungzu tr.rj.!‘ //ijiv r.'. : . Die-)NeMihhat-in -ft manchem DMplineii Merraschend schnell - neue-Bahnen gefunden - und Blüthem und Früchte/ gezeitigt/ Kaum haben günstige Umstände eine Spur, v on öffentlichem Leb en zur Entfaltung--kommen lassen-,- und. schpn wagt sich. in Deutschland - eiftc parlamentarische Beredsamkeit, hervor,-. die hinter-der anderer Länder nicht zurückstehen darf. -- Kaum..-.wird.-daS?'Recht hei offenen ^Thüren, verwaltet, kaum hat sich! die) Gerichtshalle für-die Oeffentlichkeit aufgethan: und schon vollendet, steht hie gerichtliche Beredsamkeit) in/ihrem 'ganzen Schmucke da. So) kurzes Zeit-bedurfte es, um bie:w.eltlich)e Beredsamkeit zur.-Reife zu hringen, man möchte fast sagen, daß im Zustande'., -per- -Mftejheit - die <{ Sehnsucht sch on hiyge.reicht hat/ ihrerZcheige und -Aeste zubeleben-,--Und -als) die Pforten oder MtäMesale: und Gerichtshallen - sich /ihr -austhaten^ da,staud;Dha,/ eme/ftrtige -Mnervg-: gepanM aus - ei-? NM'Zstvfthaupt! entsprungen-: Myd M jüdische Homiletik-? wie Mühsam--und: schwerfällig: M--i.hr WM WM?Ziele!) Mie/oft ist, sie in falschen Bahnen chexuMgeirrt-iÄdeß; daSMechte und Gute sso nahe lag Unh ft-einladeyd-sich) darbot! -ist dies um-ft/befremdender-/wennisE damitdas ftische/ thatkrastige Lebess- Mder. jüdischenMiffenschgstin Sprache, Kritik, - Geschichte, Theologie, vergleichevö!>Sollte vielleicht die Strömung -der Neuzeit- Mt/ihren zersetzenden! Bestrebungen-- - die der -weltlichen Beredsamkeit, ft -günstig ist, - der gottesdienstlichen schaden?/ * v-'i ) : : Wäre -dies so, so ist. wiederum : nur die innige Rückkehr zur achten Gläubigkeit dev einzige Belebüngsversuchl Hier ist Wahrheithier Füllehier Kraft, hiev ewig sprossendes Leben; /wenn auch rings überall nur-Schein und Schattenlehen waltet. }•< '*<" f Zeitungsnachrichten. Deutschland. 1 , Worms, im Juli. (Privatmitth.) Man schreibt aus .Bayern : Das Königl. Staatsministeriüm des Handels und der öffentlichen Arbeiten hat gelegentlich der oberaufsichtlichen Entscheidung, eines von einem israelitischen Glaubensgenossen voxgebrachten .Gesuches um Licenz zum Mtechandel mit Landesprödücten den Grundfatz husgespröchen, - däß. das' SchmufM oder Unterhändlergefchäftjeder,Kategorie in Vett-'Bd griff des .Schacherhandels falle/1 welcher nach Bestimmungen des- Edicts .vom/10; Juni 1813' §. i4.-und A).)den/Z-uhen' nicht.- -bewilligt-- -tyirv/u - l!-Daö!htiD Kchi deutsch gesprochen! —^ Im Ständerath zu Bern Wurde am .15. d. M. der bundesrechtliche Antrag - bezüglich der Judenfrage genehmigt. Für den verstorbenen CultuSminister in Frankreich, Herrn Fortoul, :nennt man. unter den Eandidaten des Portefeuille üüch den Cardinal M d r l a i, Erzbischof von Tours. Es braucht nur angedeutet zu werden, wie sehr das sranzösischeWL denthum hierbei interessirt ist. Stuttgart- 15.; Juli/.- (Privatmitth.) Der Riß zur hiesigen -Synagoge .ist vondem-berühmten -Architekten Egle .entworfen und gefertigt und liegt zür Prüfung vor. 'Orgelöder keine? wird'-schonbei det/Architektur zur. Frage kommen. vr. Schwabacher aus 8and.Sbe.rg /:. unser- -Landsmann,; weilt l gegenwärtig - N der - schwabischeN/Heimath. / Cr bewährt ftch wieder bei uns - als - tüchtiger Kanzelredner, - dev iauch - im- Notz^' den micht werlernt Wt/-das- GeMth-Wistärken'!und den.Geist.durch schöttoMeen-zu ercsukckenu — , / IN den! Wiener- Briefen' vön Zichdors, Mit denen wir in Vielem übereinstlmmen/; vermissen wir mit Bedauern unter - den /Kanzelrednern,- bien auf die -jüdische Homiletik literätürgeschichtlich einwirken,! unfern Kir- 32*