Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 31 (28.7.1856)
- Date
- 1856-07-28
- Page
- Seite 424 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3224737-3225985-3226017--15503-3244301- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
HM.lqng^WkämpfestH bis,EMlW^die ^willrgmiö i W Mrichchng^emer-judifchew Hauptschule Erlangte. Damals verlangen die Behörden einest genauen^Nachweis darüber, daß und -wiedie Schule fondirt..sej., Jetzt, drängt MM die Gemeinde dazst, Mch .FoHirpngjii •.ftag.en.; , ' ^chkastn abex eine Bemerkung in Betreff des letzten HescripteS .der Statthglrerei im Namen -deshohen Ministeriums nicht übergehen. & Schluffe dstrin beilyusig:. „Die hiesigen Israeliten Könnten cs dankbar hinnehmen,- daß man es der israelitischen^ugend; gestattet,, ungehindert - die höhern Schulen zu be-, suchen, A -deren Hebung and Förderung-die.-Israeliten so wenig gethan haben." Es liegt darin ein Vor-. Wurst l>m wir.Israeliten, und die. Wiener israelitische CuÜusgemeLyde .insbesondere , gm: wenigsten verdient hab«?n., Was die Mteriefle FondirMg betrifftso.zahlen jüdische Kintzest vpn bemWelten..Häusern.-eben so gut wie christliche Kinder." Es sind auch von Juden Stiftungen, gegründet, die nichthlos tojt-, Juden zu Gute ÄÄÄeü.' Es tziebt hier überhaupt fast keine Anstalt, die-njcht von Juden, bedacht Wäre.: Selbst zur Potivkirche und zur Erbauung,der .Giebel an der.StephqnSkirche haben.Juden-ivieh^fogar fthr viel beigetragen. /Wir halten uns nach dem Ausspruche des Maimonides:. „Wir sind allen Völkern gegenüber verpflichtet, hie KrMeu zu pflegen, - die Todten zu be-. graben ac., denn die Wege -unseres. Gesetzes sind die Wege her Anmuth und-..der Menschenliebe" - Ob es .aber die Schuld - der Juden O, daß.sie nicht geistig zur Hebung der hiesigen Schulen beigetragen haben, darüber .lassen. Wir jeden Unparteiischen ^urtheilen. Wie viele wahrhaft gelehrte- und befähigte Männer zählen wir hier-. die keiner Schule; zur Unehre, vielmehr zur Ehre gereichen würden^ die aber vom Katheder ausgeschlossen sind, ihres Glaubens wegen. — .. Zu bedauern: ist nur, daß her Vorstand auf die Idee der Errichtung einer jüdischen Volksschule nicht einging, bevor die Behörden den Gegenstand erörterten, als nämlich Herr Joseph Wertheimer zunächst aus Gründen der Humanität denselben befürwortete*). Jedenfalls wird dadurch das Ausgabebudget der Gemeinden bedeutend vergrößert, und man wird daran *) Auch wir haben es an desfallfigen Zurufen nicht fehlen laffey. . . Redact. denken Allerdings ist auch hier dre Cultussteuer im 'Verhältnisse zu anderen SädtchcfsMbunbedeutend. Das höchste Ausmaß ist jährlich 100 Gulden. Ich werde seiner Zeit den Gegenstand 'Wiedel äufnehmem Aus -Mähren geht mit;bie Nachricht zudaß nikt^ telst - Statthältereierläffes die^Äeligiönsprüfüngest mir Brautleuten vow 'nun''"an' det''Letztest'°ünl)'''h?ch't der Rabbiner vorzunehmen 5 btefer foU nur bei der Prüfung anwesend sein. Es ficht diefts'wsthrsiheW lich im Zusammenhänge, mit dem Ängsten Erlaß: Unterrichts Ministers y daß die Gebühren für Privat« Prüfungen dem Lehrer und Katechetenzufallen - müssend Ist Ihnen wohl dist BröHüre vM Henri : Pinner über bie ^etrittcr (Semeinbe^vattni(fe | kommen? Die orthodöre Angelegenheit muß sehr,; schlecht. stehen, wenn sie solche-Vertheidiger hat. ri-Eitts - solche Schmählichkeit aber, wie sie dnS.-36. aussg'e-'? tischt wird, warüm die jüdischen Prediger die Bädest : besuchen, : hat bis jetzt der größte Judenfeind noch nicht : gewagt vorzubringen. Ekelhaft ist darin die.neue Ma-^ : nier der Herren, wie-sie beständig -patriotisch die Au«; gen verdrehen^ Patriotismus ist eine heilige Sache-;''! schädlich -aber der^ der ihn nur als Mittel für seine';Zwecke braucht. ' '.; JV-.;-. f ' ' ZümE^lsie erlaube ichWir nochmM We Morte! aus dem „Volksblatt" anzuführen: Bor Allem ev-> Mahne ich daher heute: bringet die Bi- -bet in die Hände der Juden. Es wäre gut, [ wchn. Sie recht' 'oft den Satz abdrucken ließen, viel-' leicht nützt es. Da liegt das Nebel.; 1 / : , , . .;; Wien, 17. Juli. (Privatmitth.) Bekanntlich r der fei. Herr Hermann Todesco in dem nahen Cur>' - orte Baden ein Hospiz begründet. Es War dem Manne, : nicht gegönnt, seine Werke, die er begonnenaus-und, zu Ende zu führen, und so kam eS, daß Vas Hospiz' -als Gebäude da stand; Jeder jedoch, der dahin kam, . fand bloS Obdach, für alles Uebrige mußte er selbst^ Sorgfalt tragen. Dem Vorsteher des Armemnstitutes^ der Gemeinde, Herrn Pollak, war eS gegönnt, die Er-.-, ben des sel. Todesco, die selbst voll wahrer Herzens-2 güte sind, zu veranlassen, das Werk deS Vaters in' edlem Sinne weiter zu führen. Die Erben verpflicht teten sich nämlich, die gesammtenKosten dieser Anstalt', zu tragen, zugleich , aber ist eS auch in AusffchtL-ge-^ . stcllt, daß förmlich ein Capital dafür angelegt werden!