Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 31 (28.7.1856)
- Date
- 1856-07-28
- Page
- Seite 423 (sequence 9)
- Language
- German
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ZeitlMgsnachrichteln Deutschlands Worms, im Juli. (Privatmitth.) vr. G. Riest c:r trat am 13. Juli sejne Reise nach Amerika, an. — Die israelitische Gemeinde in Pesth läßt, jetzt, einen Tempel aus Eisen erbauen; somit wird in kess nem Falle daS Bibelwort (Habakuk 2, il.) hier anwendbar sein; mag aber dort, wie überall, die eiserne entwickelten AnfichM Nicht vertreten. W ist üns immer unangenehm/ gegen die Ansichten eines geschätzten Mitarbeiters uns äußern zu müssen. Sowie es aber unsere Pflicht ist, keiner an sich bedeutenden und in gemessener Form aus - gesprochenes Meinung.diese Hlätter.zu.verschließen, eben so sehr stnd'Mir ts schuldig, das' offen zu hekämpfen,s was wir nicht billigen können. Was Herr Zi'tndorf hier niit st schönen und edlen Worten aüsspricht, ist jene Romantik/ welche sich auch ins Judenthum einschleichen will, trotzdem Schrift und Talmud ihr völlig zuwider.sind,- wie einst die mittelalterliche ^chotaflik in die Satzungen der. Schrift Me Möglicheft Zw'este/und Grunde her Vernunft hineinpfropfen wollte, sö versucht es d'tefe MMaMh ln die estrfache Sätzüng unserer Mdrdbrvern so viel Phantästckei ünd nebulirende Empfindelck; wie möglich. hiNeinzupreffeir/ um auch dem, was todt ist,.durch eine elektrische.«Strömung, den schein deö Lebens zu geben. Nach Herrn Zirndors soll die Pietät und die Vermeidung des Vorwurfs, daß wir bürgerlich^ Rechte für unsere Satzungen und Gebrauche erkauDchMW, dir Mützen nicht blos der göttlichen SatzangKfK sofldern auch'- der Tradition und' ,deK Mmhag -feinst Er spricht mit BegeisterMg von der Majestät der Tradi^ tion, haß, sie der. AbWüß^ des GotteswöKs se'su. fl w. Solche Tit'M'n sind' leicht, so" lange man die Frage: was' ist denn die Tradition, und was gehört zu ihr? nicht ^st beantworten braucht. Die Pietät kann und soll viel vermögen/ aber, niemals darf sie.Unsere Uetzerzkkguirgünterdrücksn, unsere. Erkenntniß beherrschen,, und uns die Leex-: Hess und Geschmackstsigkeit einer veralteten Form verh.üllÄ w'öÄti. ' Dke' Pretä'k Mf ,üns. stiW leugnen' lassen, dÄßiunsötk Vockordern die <£ a süisn ttnS* inM;Mgeheuirliche und Lächerliche getrieben- und! nicht bl'os unschüldG wie,' über das am Festtag,gelegte- Ei- Und den dreieckigen Äebetmantel/ sondern auch in einer Weise, welche das Leben ' 'iti Jud'en thrünniflrte. Die Pietät, darf uns nicht v'cksMett)' dftß Unsere Voröördckli' bl§l Äbesglauhest '■■jScti* gell Md dllß fies! mit der Fö-M stsi' MßendiÄst^ triebest? Nein ' iw dem Aufgeben vielck Minhagnn' Und' Vorschrff-- ten unserer Men stiegt kein- ErkaÄfen.von Bürgerrechten/, sondern eine bessere .EÄenntnK - eine.höhere Bildung: In-, dem isir ans dieses hochwichtige Ahemä znrückzurommen! «MM1 iß#1 ättf hM« M M Mn'W' DicksttÜE^ Äs> klärung/ ■ r.?:■> i :v / I'-- . 428 2ftu$i Vc5 3fnbifpefcentii51n4ü^ untj: JttvenHüM endlich die Halbheit beseitigen/ W si> Ötä> ckend äüs dell religiösest Zsttkreffen Äßet. — s^kr HÄtn W atzM r d''ün^^ine'Äiiöe^r Aäg M-ÄkWWstg MD überflüssig ckscherstens Lstß^ nicht bloö dile Anbeter MohamedS, sondern auchchle-MörmbUn'CMuMrrHej't geftsttien.' - Die letzteren bildest' fcmfcri StM in Itha (Astwrikst)lund estthW M^ÄllMMder'Wen'Eokststiiütiost die gewähtlelstete Freiheit alles Culst: — Äe kritisch'ett Berichte füt düs Astslänst, welche Wher von vck^twysohn in dem ,;vü!vörtz israMte'' erMestens werden fortan in den /ürotnves israeMss'" erscheinest; seille bibliographischen Berichte in dem ,A8Mostosst" und ■ in derst Kleinffch'en Aah'rbüch erleiden keine' Veränderung: Von demselben erschien so ehest : „Ret!/ gions - Vortrag Meinck Cöstsirmandest bei der Ci)nstr-- müttostsfei'er/" Nähere Besprechung ' desselben bleibt dem Hertn R'edäeteür d'. Bl. überlassene D estertkich i sH er KÜsft rstd a t ' Wien/ 3. IM: (Privstitüttth.')' ja'cfa e'st! Endlich sind d'w Wüifel ülle'L d'ie M Err'rchtüstgf jüdischer Vo^ksschMÄ gefüÜest. h'Äei Ihnen seiner Zeit''gemeldet, daß der Dörstcmd sich esttschloß; gegen die auSgjespröchenen Änstchten KerHistchhakterei bei dem hohen UMrrichksMstksteriüm Verstellungen zü Mächen:- MaN Machte dieM Hchrüt/'Hne eigentlich aus Erfökg zu rechste'n: Man' wstÄte .Äm' Mittel veMsällmt/häben s üsth-ich wkedethKe iif die Hecken/ die^ebeni die Mrsicht' stM MisM^enO stertretett haben/ dassmüff' bfen - Ärlciff mtf1 Men MiW bekämpfen müsse, thätkn es"nM aus destt KkuD.Wmckst . weil die Fürcht herrschte',' hstf Man einnin's Ä'e TtzbilunK begönnest/ wer Miß ffanst/ 'ÄMwe'L't dÄ 'SeparaMmuS gehest kattst: - 48IIÄ MlÄkteleS^W aM immer noch um die Errichtung einer jüdischest' BoMschüle. in VW8ÄKokdstaKt/ WtzeKjP^est/Gdlst^des Ministe'rilüW über heißt'es, ^^zWÄ WLjcheÄoljksschulwl eckichtkt w'erd'eN' söllett' üstd zÄar Äe W d'ei innerst' Sküdt üttd - M' andere-ist MwillküMch' mÄß' Mast sich - stst -' die ZeiW : W dem Jahre 1TM; eristNbrst.; Dätstäks' die m9etbtfffgUY7g^ aW-1 jüdischen Volksschule zu erhalten. Die hier Ln Wien bestandeneü jüdische!:. Volksschule, würdeiM' "Jckhre 1825 ohne Schwierigkeiten aufgehoben. Rk'cvldffürg 3t