Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 31 (28.7.1856)
- Date
- 1856-07-28
- Page
- Seite 421 (sequence 7)
- Language
- German
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jo;nicht) ytM dass.PM hohen GoLtesftiedens, .7 es isi,die„Huth^ es sst/der Fayatismus, die zerfleischt und vexnichtet, wqs sich ihr naht. — Die,Sonne ist das Bild der-.^r^eit -K, Uchte,rr.Reinheit heS großen Grundgedankens ifl.der Pelzgiorr Israels. . In dex wahrhaft gläubigen MessYtuiß,. liegt , etwas. Aechtes-; und Gediegenes, ^as die. .leeren^Kräumexeieu des menschlichen Scharfsinn.es . nicht., .duldet.. r—.. Die. Flamme . verzehrt Flüssiges wie Tpockne.s: sie saugte selbst, die Thränen eines Paters auf,.^Aber, sie.brennt.auch mit. wohlthänger Wärme die trockne Gleichgültigkeit und Kälte aus, dem Gemüthe weg, — Sie entsendet keinen Rauch : sie zerstreut die Rauch? tvirhel, dfs.W-Hnes und des Aberglaubensvor der Seele. —^ Das sei . das. Große und Bedeutende in der , Religion Israels, .daß. dü stille Majestät: Gottes -sich so alleinig,. so ausschließlich geoffenbart... Es war.ein welthezwingendes Austre.ten,. jene Erscheinung .am Sinsli; .unddieleblose Natur., trat für einen Moment .aus -gewohrtten Bahnen und,'heugte stch und..verstummte vor,der./Herrlichkeit des Einzigen, wie.dies der Midrasch so.schön, Ausdrücke: f rotpa niiL $b .pM n« Fnpsi Ä 'a-isi' laS'ip ab labrtw tp*p$»i pniw NbN. ,NV;nT»^nt7,wpt.s ../h./qa« bipn 8L71 ■ V" ‘ .„Als der Herr die Tora gab, da schwirrte kein ' Vogel, da hob sich keine.Schwinge. Kein Stier brüllte; die Flügel der Ofanimruhten; das,D re.ima'l.Heilig verstummte.im Chore der Serasim; "... kein Sturm bewegte das Meer; kein Geschöpf / . sprach. Die ganze Schöpfung lag still und lau- " schend; und eine Stimme ertönte: Ich bin der . . Herr Dein Gott!". ' ..... , . Exodus Rabba, cap. 29. . Dies , ist nur eine kleine Probe non jeyer Fülle prächtiger Bilder/ Gleichnisse und-schön und passend, eingeflochten'er Midraschstellen. So lange man jenen Reichthum an Bluthen.noch zu überschauen vermochte, konnte der, Geist des Zuhörers leicht und froh dem Gange der Rede folgen Mer auch das Schönste kann, durch Uebermaß seine Wirkung verfehlen/ und schon deshalb, weil eben das Uebermäß die ruhige Entwickelung und Ausführung verwehrt und die' edelsten Gedanken, so inhaltsreich und .lohnend in der Ausarbeitung, dann nur mehr bloße Anregungen sind, Per große.englische Geschichtschreiber Macaulyy hat eine schöne Stelle in seinen Essays, die vor dem Uebermaß warnt: jfroverb' 'vsMeMch that lialf is olteamore . than the yvhole^), is: emmently. applicable to de- ■; .scriplion. The pojicy; oX the jDulch,: who cut down impst; of ythe; precious; tyees in the Spiee Islands, in ..Order to: raise the rvalue of what; remained,: ^.es a:policy,* which poetsniwonlddö . 7well to imitate,. : ■<. .-/..-o/) Wie, blos dem Dichter? - Warum sollte die allzugroße Fülle nicht auch dem Redner schaden?; Hier wenigstens störte sie den tiefen, nachhaltigen Genuß, vergönnte auch dem aufmerksamsten Zuhörer kaum zu folgen, und. lenkte den Redner selbst von dem leitenden Faden des Vortrages ab in fernliegende Gebiete. Es war nicht mehr eine Rede, die man hörte, es war Stoff, genug da.zu einer ganzen Reihe, einem, . ganzen Cyclus von 'Predigten. Es war ein schönes' Schauspiel für. den auflauschenden Verstand, den ein ganzes Li.chtme.er: nacheinander aufleuchtender Gedankenblitze anmuthig erregte und nach allen Seiten hin- und .herbewegteaber dasHerz und die Empsindung gingen meist leer aus.. Rur an.wenigen Stellen, wo der Redner! es/über sich gewann/ länger bei seinem Gegenstände zu verweilen,. riß er die Gemüther der Zuhörer mit sich fort,-und seine Kunst-feierte in solchen Glanzpunkten einen wahren Triumph. Eine; solche Stelle war es, die, den Tod der Söhne.Arons aussührte und die Art, wie der glaubensstarke Vater diesen Verlust ertrug. „Seht da — so -waren ungefähr seine Worte einen Vater^ der ein edles Kinderpaar sterben sieht: im. heiligen Dienste, vor .den Augen der Nation, mit. dem Darbxingen frommer Opfer beschäftigt, rafft die Edlen ein frühzeitiger Tod dahin. ,. Pie, Hoffnung seines.Alters ist dahin, die Zierden seines Hauses entschwunden, die schönsten Vlüthen seines Stammes , geknickt. Und. nicht-in Frevel und Schuld sind sie .gefallen; rem und schuldlos sind, sie dahingegangen, Gott , selbst giebt ihnen das Anerkenntniß. ihrer fehllosen Reinheit, ja,, weil sie edel und heilig waren, sind sie gestorben. Und dieser Vater- -weint nicht; er verschließt den Schmerz in seiner Brust; er-opfert sein Leid dem Höchsten. Kein Vorwurf kommt über seine Lippe, keine Klage, entbebt der Zunge; er fährt fort im heiligen Dienste: s-inrr-SN-'i und.Aron schweigt. Seine Söhne sind gefallen, und der.Vater schweigt! " . Von der dritten Eigenschaft des heiligen Feuersdaß an ihm etwas Wirkliches und Greifbares sei, nahm der Redner Anlaß, das Wesentliche und Unwesentliche im Cul- *) DaS Hesiod'fche Wort lautet: Ntfmoi ovS* tooioiv opft>; n)4oyTityrtogv? <