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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-07-07 · Heft 28 (7.7.1856) · p. Seite 378

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 28 (7.7.1856)
Date
1856-07-07
Page
Seite 378 (sequence 6)
Language
German
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Meittt er den'Neckärkreis / wo von JüdeninStüttßarr, Ludchigsburg, Eanristaktü.f/: die Weberei uhtf (Stritfererim Großen' betrieben) und viele Hunderts 'von Christenhandenbeschäftigt werben, oder den Schwarzwald, wo die Juden mit geringer Ausnahme von L'andbäu'und" DiHuchs lebend Kein Märkt habe Erfolg, wenn kein Jude''da Di. 7 Sind 'die Märkte schädlich, so/verbiete' man sie; sind sie nützlich, so muß man es den JNden Dank wissen, wenn dieselben durch sie Erfolg haben.'' ' 'Maii''dage' einmal die Einwohner Stuttgarts, ob sie'wünschen, daß die Juden von dem Pferde- und Luchmarkte ausgeschlossen werden, oder die ländliche Bevölkerung, ob es gut sei, wenn den Juden der Viehhandel untersagt werde, und man wird bald eine andere Ansicht von dem Mischen Treiben bekommen. Eine zusammenhängende Parteiüng, die unter sich ihre eigene Sprache spricht gegen diese sei der einzelne Christ wehrlos/ wenn er sich nicht' gleicher Waffe bedient,' und daher komme es, daß viele Christen einen' Mischen Charakter angenommen haben. Eino staE Zunmthüng des Beobachters an seine Leser,' dieses ihm aufs Wort zu glauben. Zehn bis zwölftausend Juden unter nahezu zwei Millionen Christen sporadisch vertheilt, sollen im Stande sein, diese zu judaisiren. Wenn der jüdische Einfluß in ihr unwiderstehlicher wäre, so müßte Polen/ wo die Juden ein Drittel der Bevölkerung ausmachen, längst ganz jüdisch sein. Doch das 'Beste kommt zuletzt. Die Juden haben zwar einen Rechtsanspruch auf völlige Gleichstellung mit den Christen, denn gleiche Pflichten gleiche Rechte; allein das Hemd liege näher an als der Rock. Zum Schutze der Christen, ja im Interesse der Juden selbst soll die Staatsregierung die alten Beschränkungen und Zurücksetzungen wieder eintretm lassen, weil sonst die Christen einmal, als solche sich sühlend, zN einem ErtreMe kommen und. die Juden wie gefüllte Schwämme ausvrücken könnten. 'Sollte' man es; für möglich halten, daß im 19. Jühchundert so rtwas geschrieben und gedruckt werde? Wie — Christen, die sich als solche fMen, sosien^ über Schwäche und 'Wehrlose 'hersallen und siewie Schwämme^ ausdrücken? Nein, dagegen müssen sich^ChristeN/ die 'sich' wirklich als solche fühlen,' aufs Feierlichste'Verwahrer 3 Daß es noch Christen giebt, die solche feindselige Artikel schreiben, ist bedäüerlich'' sehr bezeichnend aber ist es, daß ein Bläit^Äelches weN^Liberalismus zum Aushängeschild 378 hat, solchen ' Ausgeburten des Massel seine'-Spalten öffnet." —'t,!V'''' '' f" Gerade in Württemberg zeichnen sich die Israeliten durch ihre Gewerbthätigkeitrühmlich.^auS. Wir verweisen deshalb auf die „Briefe'aus Württemberg" in/ $feta,8' lieteh' ci^r Inventar der Drückfehler dort nicht an. Unter den‘ Israeliten im Staatsdienste ist dort nicht ausgeführt:vr. Jordan, Secretaio und Assessör bei 'dechN.DbeWcheribehörv^ zugleich zur Ausübung, der Ädvocatur berechtigt. ///’ /' Die israelitische Gemeinde in Stuttgart hat ein Haus mit einem Baüplätze in der oberen Stadt erworben, um einen' neuen israelitischen Tempel zu.'erbauen , da der Raum in der alten Synagoge, zu beschränkt für die schnell wachsende Gemeinde M , Mehrere Mitglieder der K. Oberkirchenbehör^e ha^en sich die größeren neu erbauten DyNagögen^Hd-Ä^chbärländer und ihren Cültüs besehen, um dieNormen'/zu finden, wie man's än Stuttgart /n i ch b machen M. Immer noch fehlt 'veL reMUauHlM^Uatzogen. Byzantinischer, gothischer und ^asilikenW.'findMnymalien und Anachronismen für /j ü d i s che Tempel.; denn der christlichen' Architektur schweben chri,sttiche Begriffe , vor, sie ist die christliche Dogmatik in Lapidarschrift ausgeführt. Wenn die Alten bei ihren. Synagogen das, Kesselgewölbe anwendeten, so schwebte ihnen in der Form des Kreises das Unendliche,'Antheilbäre vor, der Begriff des Monotheismus. In Beziehung auf den christlichen Baustyl möchte ich.auf das ausführliche Werk von Alt über den christlichen Cultus verweisen. Ad vocern Alt muß ich em Curiosum aus dessen Schrift anführen. Von den Glocken sagt er, daß sie den Israeliten ein Greuel seien und wenn ein Jude sonst eine Glocke lauten hörte, habe er gesprochen: „Moschech bechefel, jipol besefel, bechefel moschech, jelech bechoscheph.“ -—-f Kein übleS. Prognostikon für die Reformer, die Glocken in die Synagogen wünschen. — ',.1 Den Tod des Rabbin'en.Grünwald hat idessen Nekrolog den Lesern dieser Blätter gemeldet. ./In, ihm .ist ein. tüchtiger.Gelehrter, ein vielgeppsister,^ /rechtlicher Mann heimgegangen, der seiner Fgmjlie, seiner Gemeinde, dem Vaterlande und den Glaubensgenossen noch lange zu gönnen gewesen wäre. Es werde ihm die Erde leicht.—- In Württemberg ist kein Rabbis natscandidat mehr zu finden, und wir glauben, wenn ein wissenschaftlich gebildeter Theolog des Auslandes

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