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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-06-30 · Heft 27 (30.6.1856) · p. Seite 368

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 27 (30.6.1856)
Date
1856-06-30
Page
Seite 368 (sequence 10)
Language
German
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368 heysgenossen unb Untergebenen, sondern auch bei den AskaMenr-hi hoher iAchtung- -und nls s unerwartetdie Trauexkunde? seines Ablebens, .'(imkaum 5.1?.--Jahre seines Lebens) kam, erfüllten Trauer und Bestürzung alle Gemüt.her;. ja Bestürzung, denn man konnte fast dem Gedankennicht Raum geben, daß-diese schöne und fast noch wie am Anfang des Mannesalters blühende Gestalt^ schon idem Grabe, verfallen sein sollte; Bestürzung,-weil^ der Verblichene nicht bloß -durch -seine Stellung, durch: sein persönliches. Wohlwollen-feine. -Schüler, -so. -wie: die ihm untergebenen Lehrer 'än sich fesselte, sondern auch durch feine-freigebige Hand, mit welcher er auch--fleißige israelitische Schüler unterstützte und manchenderselben einer ehrenhaften Zukunft entgegenführte)- den vollendeten edlen Charakter-bekundete,, dessen Scheiden immer mit. Schmerz erfüllt. Der hochwürdige-Herr Stiftsdekan Huber in Zurzach stellte ^in seiner Gradrede die Behauptung auf, daß Isaak ein „Opfer seiner Pflichtreue geworden." Einen Beleg hierzu liefert die Thatsache, daß derselbe am 19. December v. I. an einem der kältesten Tage des verflossenen Winters zum Behufe der gewöhnlichen Schulinspection in der hiesigen israelitischen.Schule Morgens 8 Uhrkaum nach dem. Eintrittei .des Lehrers erschien, nachdem er den zwei Stunden weiten Weg hierher zu FußKurückgelegt hatte-- obschon seine. Gesundheit ziemlich-angegriffen waQ -7iHerr Seminardirector Keller in Weltjngen setzte dem-Verblichenen (ein-Denkmalfder Freundschaft, indem er in. seinem Programm zur Schlußprüfung für die austretenden Zöglinge das ^Lebensbild von I. A. Isaak", mach der dem Verfasser eigenen anziehenden Weift, aufnahm, wovon ein Eremplar für die wohllöbl. - Redaction d. Bl. beizulegen Referent die Ehre .hatte. Friede und Ruhe , seinem Grabe,- an dem am 25. Februar d. I. auch die israelitischen Lehrer seines Bezirkes weinten. Möge sein Geist ferner in uns walten, auf daß. wir beim schweren Tagewerke der.Jugendbildung nicht ermüden und ermatten. B. Literarische Miseellen. 1. In dem vor Kurzem erschienenen von I. Böhmer, das an trefflichen Bemerkungen sehr reich ist, findet sich S. 3. die Berichtigung einer Erklärung des t]b8n 28t aus- ^Lilna zu 82i°lb a">-s (♦'8 ■;*)£: <tp ,'n m« 'a i?2'>v S die in der Uebersetzung.,-folgendermaßen: faütet: --^Der -Cdmmentätor' erklärt-- daS Wort -bezeichne einrechtwinkliges Viereck,, ohne: zubedenken, Idäst nach dem „ArM" im-Griechischen-ein Dreieck undpaftbb mjt doppeltem bi ein Viereck -bedeute. Rach iseiner.Erklärung>mUß >es daher hier in-der nicht' sondern „ " heißen. D er ^Buchstabe- " ist demnach überflüssig: und - das „ a "; eine Präposition;--das Wort entspricht: dann ganz dem . griechischen TetQ'däywv&aJ!» -Jn» deß ist meines Dafürhaltens .weder 6äs --,!i Ä übStMssig, noch das „a-" eine Präposition; -beide Buchfiabest DH vielmehr nichts -als - eine Corrumpirung desda -inalten hebräischen ManuscripteU -die--Form: des b häufig sehr ähnlich der des ia ist - Ein- -mit - der -Spräche nicht, g-curtz vertrauter Abschreiber konnte sehr leichtin dem ursprünglichen. Manuskripte das b für ia lesen, wenn dieVerbindung des untern, horizontalen Striches mit dem -zweiten perpendiculären : keine ganz enge war. Der Beweis für die Richtigkeit, dieser Conjectur. liegt in dem Uckstände, daß das in dem Nachsatze befindliche ebenfalls ohne a -steht. Die ganze Stelle hätte sonst unbedingt.heißen müssen: dw vir 8bw ■pia ^na. ■*jib*,23*itaibD8a »b'8. nai^8 g^iaabba rtVa?"' „Das- Synhedrium, das nicht in e in em Viereck,.sondern in einem Halbrunde saß."---Die.Worte •paabb (=== Ti.TQfxy.tövov f viereckig.) und. sl^aoi-ibb« (== ozQoyyvXoi't zugerundet) sind; demnach gewisserma!- ßen als Adverbia zubetrachten^ 5 - n:i :.■!;}> n .; 2^ Die trefflichen Übertragungen hebräischer -Gesdichte. die uns Geiger's durch das Institut-zur iFördefrung israelitischer Literatur herausgegebenes -Schriftchen': „Jüdische Dichtungen aus - der spanischen und italienischen Schule" brachte, veranlaßten mich, wieder einmal das von Edelmann und Dukos im Jahre ^So^ in London edirte Ti82öp8 itM zur Hand zu nehmen, in welchem eine bedeutende Anzahl poetischer Erzeugnisse aus, der. spanischen Schule gesammelt sind. Dies werthvolle Buch erschien -damals mit einer englischen Übersetzung, die -sich durch Geschmacklosigkeit und falsche Auffassung des-Originals auszeichnet, so daß sie als unter aller Kritik (dep Uebersetzer ' verzeihe mir den Ausdruck, ich finde - leider keinen andern) stehend bezeichnet werden muß. - Belege für diese meine- Behauptung könnte ich zu hunderten ntiren; der Leser -dieser Zeitung wird sich jedoch hoffentlich .mit folgenden zweien begnügen,, die - als literärifches Eüriosum gelten dürften.-—• In einem Liebesgedichte Zehudah Hä-

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