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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-06-16 · Heft 25 (16.6.1856) · p. Seite 339

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 25 (16.6.1856)
Date
1856-06-16
Page
Seite 339 (sequence 9)
Language
German
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339 fqchej Mruydregel:, \ zwei ■ Benedeiungen vorr und - -eine nach der Schemaleetion - und .dann did Amidah ,? und selW. diese ^durch. zahllose Zusätze variirt. )Jch wiederholende Kunden .hielten -sich .diese.Leute -zwar.an jede tausendste Verästelung.eines Speise-- -oder -&e'f Win-- oder: r Sabbathgefetzes,! aber nicht- - an 'die/der Liturgien.:: ----- -u\ - Dann über sind. - die Abweichungen . B^ -des sefaxadischen Minhagswon dem . deutschen und. polnischen-gar nicht: so unbedeutend, daß matt sie bloße ,Stilvtjriatiynen nennen könnte, obgleich/auch in dieser. Beziehung sehr-weit gegangen wordenist.. Ist es unter. Andernx-eine liturgische Kleinigkeit,, wenn der Satz ^ol^nidre, nicht auf das kommende,, sondern-auf das verflossene Jahr,'.bezogen-wird? wenn Man -in dem Festtags.muffaf die Opfercitate wegläßt?: wenn man im ersten Satz jedes Kaddisch die Worte wejazmach -purkaneh, w'ikareb meschicheh einschiebt? wenn mandie Heyedjctitzn .-Barechi-alenu. .In-zwei -.verschiedene-ganz-lange. Gebetsformeln für Sommerund Winter-umarbeitet-? wenn man den zweiten Theil des Alcnu leschahbeach. durchgängig wegläßt? wenn man die Mussafim jedesmal ohne Wiederholung vorträgt? wenn man? am Freitag Abend in der Synagoge keinenKiddusch hält? : Dies-und hundert andere derartige Abweichungen, die - doch afleeiymal neu gewesen,-ja bei.denen man häustg-.die! .EinsugeMth noch ganz deutlich steht, wärenwahrlich, ja! eiy/Zehntheil davon wäre hinreichend, um heutzutage die! frommen Jstdensch asten ganzer Länder in solche Strei- - tigkeitens-Md Kämpfe zu verwickeln, daß: es der gan- . zen Energie.--eines erbweisen- Ministers bedürfte, um j Des?einander..aus den Haaren zu bringen. Seien wir - daher-Kohdaß die,-jetzige jüngere -Weltes nicht: so! genast nimmt - und. hüten, wir uns:- - solche Kämpfe zu | Movo.eixen> - 7 W-U: haben .ja -treffliche Künstler in Tö-! neu fl ml Farbenin logischen, -Begriffen, in -Steinen, Darum-nicht auch in Liturgienz? N: - - . möchte nununych^die frühere Animosität zwi-- j fcheZ -d§n s-portugiesischen.Juden -Nordeuropas(denn die^üm -:OrientMnd-M? Afrika! wissen, -davon - nichts^ und^wen-i.deutschen? -berühren;, -Diese.! warnim miude-- DM nW reljgiDrsoder sectischex Natur, sondernmM Haom^!KMKjldWgsstolzs:castitiaWscher;FLrhung-ge-! gen das schmutzige, verachtete, unwissende. Volk^zwi/-! -Mn das') -diese -vornehmen..; und sfeingesittettzN,^- sich kö- Mgl-ich!:D.av.idi.schen Geblütsrühmenden -HerrMu-traden-! 'Md-Henijdieses ihnen:-vergalt durch den Vorwurf, daß. sie,1 als: Marannos,. häufig -Verbotenes gegessen - Hatten,: undsich in AkongeMrückeni und mit Degen an der Seitenach Chuckad.Goy gekleidet, zeigten., Diese Animosität,, wenn sie auch die ehelichen Verbindungen -selten machte, verhinderte aber: keineswegs,! daß Portugiesen, sich vondeutschen: Rabbinern -Entscheidungenaller Art. holten, ' daß sie ihre Minjanistas unter armen Deutschenmietheten, daß sie ihrerseits die deutschen Synagogen da besuchtenwo keine: sefaradischen: bestanden , und wiederum, 'daßdie gesammte-chassidäische Secte in den sarmatischen, Religionen. den sefaradischen. Siddur (wohl aus Smyrna zur Sabbatai-Zeit eingeführt): adoptirte.: Man wird übrigens einräumen müssen, daß eingewissenhafter Pharisäer -. es . sich nicht ohne - Gutheißung seiner Cafuiften erlauben wird, an einem Ritus Theil zu nehmen,. in dem an Tagen,, da er Tefillin anzulegen gewohnt ist (chok ha-moed. und 9 Ab Nachmittags), dies; nichtgeschieht, und: wo am? Peßach Speisen gestattet sind: .(Erbsen., -Bohnen. u. 1-s.:w.), die -? er für streng verboten.hält. - -Was.-endlich die Ausschließung der Mesalliancen vom Genuß, gewisser Brautlegate betrifft-- so, ist i diese/, von einzelnen Testatoren' so bestimmt, nicht: durch eine allgemeine Regel. vl'h: ■Mi, In - den politischen Zeitungen macht, ein kleiner Artikel die Runde, dessen Verfasser sich über das? judenfeindliche Gesetz in Meiningen wundert, weil dort der dirigirende Minister ein Schleswig-Holsteiner sei. 0 sancta : simplicitäsl. 1 Preußev. Stolpim Mai.^ (Privätmitth.) .Am -11. April o. erlitt die Hiesige -Gemeinde ueinen /großen,: wahrhaft schmerzlichen Vertust: durch > den, Tod-ühres Cantors iS aM u e b F: r.i e-d l ä n-d er, welchM nach kürzem Krankenlagerin! seinem noch nicht - vollendeten. 4L.? Jahre zuleinem' 'bessern Lebem: abgerissen! -würde. - $ In den fünfzehn^Jahren, seit welchen er? in hiesiger. Gemeinde sein Amt bekleidete,schattd.er sich;churchu feine-Tckue «im BoMfez,'; W.Urch«- seine:: wahre.- HerzeNsfrömmlgkeit und -Güte--Mrch i feiU Biederkeit.Md: iBereittvittigkeit-i deMldiettstwWrg, zu sein,'/ desonders/> aber auch/amKraw- .kenbe.ttss chW. Leidenden,diki Hülfreichste-Händ -pnd 'Trost Wuhietey, -,-die -Liebe? und/AchtUng -der-Wanzen Gemeinde erworben, Ge ib.njstets schrnerzliMtzermiffenD-ivd." Durch ihn.?ward-der hiöstge-Gottesdienst)durch lLestung-eineS 25

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