Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 25 (16.6.1856)
- Date
- 1856-06-16
- Page
- Seite 340 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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340 ChorgesattgS'wahrhaft veredelLMndwie herrliche Stimrno, welche Wer-Verewigte besäH wie sein würdigerMortxag der Gebete wußte wie Herzen aller Betenden zur Andacht zu erheben. — Der große,- allgemeine Schmerz über: den unerwarteten, fast plötzlichen Verlust-(der Selige 'hatte, noch am -Sonntag Morgen vorgebetet/ und schon am Freitag Abend-gerade als die Gemeinde im Gotteshause^das!?dri2 sprach, ging seine fromme Seele zu einem. höhern Frieden ein!) sprach sich bei dem .Leichenbegängnisse aus. Hinter dem Leichenwagen folgte: der Rabbiner, die verwaisten Kinder an der Hand, leitend, alsdann die Schüler der Religions¬ und Elementarschulemit ihren-Lehrern , hierauf die gayze;Gemeinde^. welcher sich noch christliche Freunde und Bekannteides.Verewigten änschloffen und die am Grabes gesprochenen Schmerzensworte des Rabbiners, der in wem Hingeschiedenett einen wahren Freund und einen unermüdeten treuen Mtarbeiteri im Dienste des Herrn betrauert, fanden in allen Herzen Anklang und wurden tief mitgefühlt. Das Andenken des Frommen wird in der Gemeinde ein - ünverlöschliches und stets;gesegnetes bleiben!-—;r. . . v,; Die erledigte Stelle wird , wohl im ersten Jahre nicht wieder definitiv besetzt werden, da die Hinterbliebene Wittwe im Trauerjahre bei dem Jahreseinkommen belassen wurde., — Stolp, 22. Mai. (Privatmitth.) Der Bericht über den „Verein zuv Unterstützung jüdischer Lehrer in Preußen", welcher in diesen Blättern gegeben ist, schließt „mit der Hoffnung, waGwer Erfolg der Veröffentlichung dieses Berichtes dazu beitragen werde, eine annähernd gleichmäßige - Betheiligung -' auch der auswärtigen-Gemeinden andiesem wohlttzatigen Vereine herbeizuführen", .und zugleich „mit dem Aufrufe an wohlhabende--Mitglieder - der andern Gemeinden zur Stützung und Förderung des noch schwachen--und der Stütze.nochsehrbedürfenden Instituts." Diese Worte haben in hiesiger Gemeinde einen wohlthuen-- den Anklang und guten Erfolg gefunden/-—? Der Unterzeichnete hat nämlich auf Grund Wieseö Berichtes - und Verein Rr. 6^ dieser Zeitung abgedruckten Statuten das folgende Schreiben an den Vorstand der hiesigen Gemeinde gerichtet, und dieser hat dasselbe mit einer empfehlenden Befürwortung in der Gemeinde circuliren lassen, in Folge dessen sichsun fz ehn Männert ajS; jährlich beitragende- Mitglieder des Vereins Unterzeichneten.UNduher^WAhte'-'BeiirLtz^-MMttetS zeichneten zur Beförderung ^ättweu VsrftalW des Detieins in Berlin übergäbeü. Ganz ähnliche Schreiben hat wer Unterzeichnete auch noch an dwVorstände von sech s z e h n -jüdischen Gemeinden - des MeZrtvungsb^ zivks- CöSlmgesendet uM sie zum-Beitritt' ' aw-'M „Verein" aufgefordertz aber vom 16. Apribbis he'üib hat nur der Vorstand der'-Gemeinde;n Cöslin geantwortet, daß der dortige Lehrer seinen Beitritt erklärt habe! — Die Gemeinde in Stolp', die in dlW lem Guten vorwärts schreitet und es stets zw fördern sucht, ist'auch hier nicht zurück geblieben und -Hab das Lob noch immer bewährt,, das vor-Jahren schon Königliche Regierungihr ftendetes daß sie^für/WÄr ganzen Regierungsbezirk eine Mustergemeindesel, Und daß andere Gemeinden nach ihr sich richten möchten: - DaS erwähnte Schreiben an die Vorstände' lautete: »Die Lage der Lehrer innerhalb derisraelitischen Gemeinden in Preußen' ist im'Berhältniß zft denen in» ändern deutschen Staaten eine meist uüsichrte ünd -wahrhaft peinliches weil-wie Lehret m Wett'meisten israelitischen Gemeinden in Preußen nurauf eine'bestimmte Reihe von Jahren ausgenommen werden Und sich sehr häufig nach längerer oder kürzerer -Zeit §e* nöthigt sehen, ihre Stellenzu wechseln/ um ihr Einkommen einigermaßen zu verbessern/ töderrverl ihre bisherige Stelle ihnengekündigt wird:- Aber noch weit unsicherer und peinlicher ist die Stellung der.Lehrer, wenn sie nach langer Zeitnachdem -sie ihre-Körper- und Geisteskräfte ihrem schweren und Mühevollen Amte-gewidmet haben und darin Äbt^undssch'iv a ch geworden sind , keine- oder nur sehr geringe-Aussicht auf ein einigermaßen ruhiges iunW sorgenfreies Mer Habens- - Beider' meistgeringen Besoldunguwer Lehrer ist es denselben.höchft'selMug'egKM-^fürrlLhke'AkM Tage einen Nochpfennigs zu sparen, und sM sehen lstch dieselben, wenn sie'ihres^Amtes Mcht Mehr ^warten können, in der traurigsten Lage - und oft bitterer Noth hingegeben. — Am traurigsten endlich-ist -Wie Lage alsdann, wennein Lehrer stirbt^' für' die surückbleiwende Wittwe und wie Kinder,- die, wo nicht -besondere Milde geübt wird, gar häufig gewisser" Roth ohne Aussicht auf Abhülfe und Unterstützung entgegengehen. —? - - -;'-v " - „In Betrachtung dieser -traurigen Lagewor -jüdischen- : Lehrer - in Preußen httben schon v-r-mehierett Jahren mehrere ivohldenkettde Und' für den" Lehrer-