Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 21 (19.5.1856)
- Date
- 1856-05-19
- Page
- Seite 286 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/3224737-3225985-3226007--15355-3244143- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
MMrit,-Unbeachtet, gelassen,, -er dagegensicherlich Dyrecht^i^diAm ohnehin. schwer belasteten - Gelehrten, «och A>.Le Persidie anfzubürden, als. habe,. er. - in^ sein^ -gesammelten, Ergänzungen zum En-- Jacob : (Beth-Hehudah): mit eine^rug.Mss?N^Dorliehej-gerade solche StMn.-imfgenM- .men,iMlche,^fiH lächerlichautznehmeyj Und dt.ei Talmndi- My Dicht,.im,hellsten. Licht.erscheinen paffemMan.-: kann jwohl ein^ SYsteyr.Machten un> hassen, ohne: gerade didsen Mß und. brese,Verachtung'auf .seine.Träger! zu Verträgen,. Und, das . 16.- Jahrhundert hat wohl 'Denker; und ..HMkzr jrfrj aber noch keine jüdischen Eisenmenger erzeugt. tDMNMtpeiS^ipstrpe-, wns-, nicht schwer fallen, wenn wir jhehauißfen,, daß...-»er.Uych-einem. .andern, eklektischen! System WtMorliebe. Diejenigen Stellen: aus demTalmud hervor- Ssshohey tl; in > denen - die-.Talmudisten' vermögeihres - Ma- .rak.terst,;,iMschönsten. Licht,. erscheinen,--Mit -diesem schimmernden. Lichtglanz wi-aber.freilich-den Leser in den finsteren . jSch acht dermit.Absicht: ausgesuchten verstandeswichrigen halachischen und anderen:grob.finnlichen Stellen einführen wollte.,Dey->wenig-en-.Stellenaus dem Talmud, die-Meinhar.: auf dem Charakter der Talmudiften ei»! Fleckchen -werfen,..un.d die,-Geiger als.. Beleg zu seiner Auffassung anfsthpt,, können Iw.ir sehr viele gegenüberstellen, welche die. entgegengesetzte: ,Tendenz benrkunden) wiez.' B.: man muß guch ,in.UnglückSfällen^Gottes Gerechtigkeit, anerkennen. MM soll - des Morgens/ -bevor man frühstücke, erst die- HanGhiete. füttern. -,.,An -dem-Tage, wo die Gerichtsbehörde .ejys'Todesurtheil vollziehen - läßt, - soll sie keine Spejft,,zuisich. nehmen.. ..Beik-:V.extheilMgi.:von.-.AlmosM sollMM das-weibliche, Geschlecht zuerst berücksichtigen Wer seiner Frqu. eidsichiUNtersagt,'.ihreNlNe.b.enmenschen-FxeundschastSdienste .zu erzeigen, muß sich -von ihr - scheiden' lassen., -.Ferner nimmt er ausdem Talmud has Perbot. der -Thierquälerei auf;, alle halachische Stellen aus dem Traktat fßrMw die. Lehren, wieman - gefundene oder. geliehene Gegenstände ,dem,Eigenthümer erhalten müsse,- .viele naturgeschichtliche Potize-n, die mathematischen.Lehrsätze ausHruhin, die Erzählung, daß R. -Gamliel zu astronomischen Beobachtungenein Fernrohr besessen habe;- wobei er die Bemerkung,-macht-, er habe diese Stellen deshalb, ausgenommen., um ,zu zeigen, daß die Talmudiften auch in eracftn Wissenschaften -erfahrengewesen wären. Zu der; Stelle -in Sanhedrin .33, wo erzählt wird, - daß R.- Tarfon einst eine Kasuistische Anfragefalsch ,beantwortet, habe und dem Fragenden den verursachten Schaden ersetzen wollte, sagt er: : Me Tugend .und Redlichkeit - unsrer Weisen zeigen sich hier jm-schönsten Licht; wicht -nurdaßfie vonjhrer^Stellung- -steinen r MuM lg^ögeii) ) brachte-1ifieüihneEaüch oft SchcidenK Wie viel Stellen kann Geiger diesen und-noch andern rntgegenhalten,.die M. ausgesucht hätte, um die Talmudiften.nicht im hellsten Lichte erscheinen zu lassen? Allerdings.bediente sich Modena,, wie. gesagt, dieser Hellen "LiHfärben nür als Tch^ninR, um^die wahre Gesichtsfarbe: -seiner Schrift.zw.bedecken,,denPusilag in seinemPlane/::das-talmudische SYsteM-.zu bekämpfen./: iix nahm - daherauch-Stellen halachischen. Inhalts. auftuwo .durch subtileFragen die talmudische. Tradition.!wdi: alr- §uräum gebracht .wird, so. wie auch solche Stellen) «welche freisinnigen Inhalts sind, und, die: mit deruRicht'üngrrfeb- :ner Zeit sm Widerspruch' standen/-won . denen -auch-wir (a.- a-. Q.) einige, mitgetheift Habens-. DemWarfsinnigen -Verfasser vorliegender Schrift äst es: hier.aber?(S. : 19H entgangen,?daß LeoK-. ironische Bemerkung -;,überi den - den -Israeliten - .nicht , ziemenden -Mhnenstolzffil'em- >Tadel:. .ganz specieller . Natur/ - und nur gegen, die.'Jamilien-iDwud undAbar bau ell gerichtet -ist, die, sich der Abkunft.aus dem Davidischen Königshause rühmten (Abarb. zu -Se?- charja), und Leo's Worte find .wörtlich dem Eben Bacher (S. 10.) vonKalonyuMs entnommen: v»n?2 : Es!!ist übrigens -auch.nicht zu-verkennen)? daß die.allegorische-D.eutu.ng6 und r sonstige.'. Erklärungen,1 die -Leo den vernunst-i und naturwidrigen Stellen znw eilend eifügt, keine andere Bedeutung-haben,-!als: die Aufmerksamkeit des Lesers auf- -diese Stellen zu lenken; und. sie - haben:! daher wurden Werth, eines in Worte aufgelösten-Frag - und Ausrufungszeichens:: Ungeachtet: des Widerspruchs'/- denGeiger.'s Ansicht bei Manchen -hervorgerufen -hat, stimmen wir: ihm daher auch vollkommenbei, daß Leo's eigentliche,.Absicht.bei der- Abfassung der. Schrift Magen: wezina*) ..eben nur dieüFrag en-warendie Geiger Theftn nennt./ deren Lösung-im streng: orthodoren Sinne zwar den Gläubigen beftiedigdn können,-, den Zweifler aber in seiner Skepsis ,bestärken. / Aus .allen - diesen Thesen, die ganz. im karaitischen Geist. und nach den karaittfchew Lehren ausgestellt sind, ist - aber, erkennbar, von welchem Einfluß die Schriften der Karäerlnus seine Gesinnungen:waren,' obgleich er - *) Zur Identität dieser Schrift bemerken' wir, daß was-der-Vers.'S^ 8. von dem Feuertodesagt, sich eben so in. seinem .B. Jehuda findet; ft sst.. .auch seine; Ansicht von der Punktation und Accentlehre^^ ganz üb,ereinstimme.nd mit Dem, was er im Vorwori'' seiner,BrLdkawSgab'^stttzt> sögiar' der Ausdruck adhüte süb judice lis est ist hier w örtlich üb ersitzt/ ’A-'i vf;: ’r