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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-05-12 · Heft 20 (12.5.1856) · p. Seite 268

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 20 (12.5.1856)
Date
1856-05-12
Page
Seite 268 (sequence 4)
Language
German
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L68 der individuellen Werkfrömmigkeit sagen dürfen : Det CM tüS ist nicht das Zudenthum und darum soll er nicht veredelt werden? — *>•[ /o n Es ist gewißrichtig', daß: nur währenddes Gottesdienstes am Sabbath das'Geschäft schließen/-noch keineswegs eine Sabbäthfeier - ist; aber darf darum der Cultus gering -geachtet und seinem Zerfalle' überlassen werden? Wer das dritte - Buch Moses'gelesen- und gesehen hat/ welch - hohen Werth und Liefen Sinn Rambam, RaMban) Arama, Abarbanel, 'Lontschütz, Alschelsch -Und sämmtliche Eommentatoren vis auf- Doctör - Philippson -in den EM richtungen des Mosaischen Cultus findeü/ -derwird nicht in AVred'e stellen kbttNen/ daß das Ju-. denthum durch den C ultu s er h äl t e n sein wolle: - Dann muß aber auch für dessen zweckentsprechende Gestaltung geforgt werden,: und war - es einmal gestattet, "beim ' Gottesdienste -dem' gepreßten Herzen in neu geschaffenen'Piutim Luft zu machen, warum -sollte dies nicht auch in ftommen Liedern in der ergreifenden Mut-k tersprache geschehen dürfen? und war schon vor Alters - nichts' Anstößiges darin, das hebräische Gebetbuch mit deutschest Techinos - und hebräischen £11 vetmeh-: ren > die - theilweise zwischen die älteten - Gebeteeingeschoben wurden,- warum sollte 'man jetzt gegen ganz' ähnliches Verfahren eifern? Gewiß, wenn nicht Voruriheile Euch blendeten, Ihr müßtet anerkennen, daß nur durch die Veredlung des Cultus auch dem Jüdenthume der That wie-- der mehr Geltung verschafft werden könne. - * - Was endlich dieFurcht vor der einbrechenden Hier-' archie^) betrifft, so ist diese in der Judenheit der Gegenwart-ein völlig leeres Hirstgefpinst.' - Die jüdische^ Geistlichkeit^bildet weder eine: durch Zahl und materielle Mit-; tel imponirende Kaste, noch ist sie so cöncentrirt und Mäch-' tig, um je einer Furcht vor Priesterherrschaft - Raum zu gestatten; so gönnet'ihr doch Talar und Bäffchen, ihre einzigen -äußern Erkennungszeichen; im Uebrigen kannfie ja nur durch das lebendige Wort, durch Verbreitung desrechten Geistes der Gotteslehre wirken, dem Ihr am Ende doch' nicht widerstehen könnet. £), daß er recht bald über uns Alle komme,--und der Ewige einig und sein Name einig sei, und wir Alle einig in der Furcht-vor Ihm und in der -Liebe unter Uns! ' : ' ’ Schott. - f) Diese Furcht ist. so unbegründet, daß. wir ste im Munde unsrer Frommen für eine unbewußte Nachäffung anderer Religionskreise halten; unbewußte, sagen ww, denn sonss würden 'sie schon 'von wegenripn-einer solchenlFurcht keinen Raum lassen. - ' - - Schott. -/ - NstWsckerkullg der RedäelMl - keilen MrdWWr^MuMkes,,^d^s^Hznm MWyerA- ^tezrz in,Frankfurt. M Main ejnzugehM ,H;err Ghhott ist^ MntzartenH.. dcchezda er . nicht.,.,Me Stejn^stlhst ein Gebeibuch fabricirt,^ und da er.ja. eigentlich um desGebstbuchs willenstch vhn-herHabhittervMnMlung.Mn^t.e,!s! - r (Was,; UNs.tzr n, Leitartikel; in -Nr, 37, betrifft, ,fp;? ist er. damals - mitbezeichnet, 7Md, wir-. we.rhen,d,em;Gegen^ stände noch mehrere,, tiefer -eingehende^Mmmern-zwidmeN)! tftft die großen - Ereignisse und hie- .Viesen bedeutsamsten Angelegenheiten/- welche, alshald jdazwischentraten / hielten uns bis. jetzt davonab. nEben im -Hegpffe /^ei.ne. große. Reise.um unsrer gedrückten. Brüder; willWanzutrxtzn,-. haxben. wirauch/nicht- Zeit-j vollends/den-,Gegenstand zu .durch-, sprechen.-, Mer, wie Herr -Stein,, außer., sechen ^Predigten; alle vierzehn..Tage,, nichtsweiter , zu, thun Mals;-mit, Abfassung/ eines Gebetbuchs. M.-zu--.beschäftigen-,.her kanndies-, letztere , wohlvextheihigen und, habes hinjerhrein,.^ nen 1 ihr; - Mandat ^absprechen^-hie Mühe^ -Zeit^unh..Kostenan r die / große, Idee her .: Gewissensfreiheit,.- unh.Herz Erhe-, bung des' Judenthums/aus deu-i, Stauho-jörsticher Zänf^-- reieu sitzen. /Jndest has - thut - nichts,-;/ Der Leitartikel, iy; Nr. 3i, hat eine, große, Wirkung.- gehabt,/und hst/hen-ede^ ften Geistern Nachdenken und Prüfung in dem besprochenen Punkte geweckt- -- mehr.- sollteer,^vorerst nicht. .y,k7l : Doch zur Sache: College. Schott-müß 'es uns nicht: übel -nehmen; aber -die.Gegengründe/ --die-- :ep vorbringP scheinen uns unglücklich.■ gewählt. /. Er sagtci; die.' Juden--' heit hatte immer große Riten -und sogar-Subriten/.' undsie brachten > keine- -Zersplitterung 5 zuwege, r- Wie!?/-weiß nicht/ daß; portugiesische und /deutsche Juden stchrfo feindlich ge'genüberständen; daß sie stch/nicht. einuialverheirat theten?-daß! noch -jetzt einearme portugiefische 'Jüdin-.chie! Beneficien ihrer - Gemeinde verliert , - auch//nicht/in dieser geträut/wird / wenn sie - einen! Juden deutschen. oderpol-- nischen Ritus' heirathet? -.>1. u Er-führt selbst Ms-än/ ob - ein Jude! dis - einen Ritus in -die Synagoge/ des'! andern hineingehen dürfe- - Und -'meint,, das sei Mine; Zer-' splitterüng? . Meist; er nicht; ldaß' nieMäls idie- Jüdew sbeS' einen -Ritus zur Erhaltung nder^Institute;>des andern' beitrugennnd sich in- Allim von »einänder: getrennt hiM ten und-halten?. - Allerdings -trngen -die:v.er.fchMdenenM rt est ^dazusb-ei^ dir -Idee unv'-das Be-

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