Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 19 (5.5.1856)
- Date
- 1856-05-05
- Page
- Seite 255 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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255 chen Vollendung", lesen wir (S. .101.), „des hellenischen und germanischen .Volksstammes stehen die semitischen Nationenderen bekanntester Repräsentant der Jude ist. Wer wich ihn, schön nennenden jüdischen Typus, .wenn er auch, sonst in mancher Beziehung uns ehwürdig erscheint. Es liegt in ihm eine entschiedene Annäherung an den Charakter der Negerrace, und das zeigen deutlich die relativ langem Arme, die kurzem Beine und vorzugsweise die Plattfüßewelche den ächten. Juden kenntlich machen. Ein schöner jüdischer Fuß, verbunden mit einem imponirenden männlichen oder graziösen weiblichen Gange.ist eine große Seltenheit, man sucht ihn unter Tausenden vergeblich; wohl aber stößt man nur zu oft auf das Gegentheil, auf. schmale, layge, flache oder breite, stumpfe oder platte, .entschieden häßliche Gestalten oder ihnen entsprechende Bewegungen."" —, Wir wissen zwar nicht, wie groß die Anzahl jüdischer Ertremitäten ist, §n denen der ^Verfasser .seinen Forschungsgeist geübt, und. namentlich welche jüdischen Füße und Fußzehen er mit gewissenhaster Sorgfaltmit ernstem Fleiße studirt hat, um seine gediegenen Lehrsätze daraus abzuleitenso viel ist jedoch gewiß, daß er Manches nicht recht gesehen, Manches auch-nicht recht beurtheilt hat. , „Die relativ langem Arme", das ist pure Verleumdung.. Wer. lange Arme hat, der reicht weit, dem Juden aber istVieles, ja beinahe Alles unerreichbar, wonach andere Menschen kaum, den Arm ausstrecken müssen, ergo ist es nicht wahr, -daß der Jude lange Arme hat. — ■ „Die kürzen; Beine", mit diesen kann der Jude schon ausreichen, indem andere Stämme nicht selten so freundlich sind, ihm ein Bein zu stellen.. Und was den „Plattfuß" betrifft, so ist diese Form vielleicht mehr eine künstliche als .eine natürliche, es ist nicht unwahrscheinlich, daß der jüdische Fuß durch wiederholte unsanfte Berührungen erst plattgedrückt worden ist Im Ganzen können wir jedoch , nicht in Abrede stellen, daß-der Verfasser in seinem Rechte ist, wenn er schließt, daß die Füße der Juden wohl unzweckmäßig gebaut sein müssen, und ihrer Bestimmung wenig entsprechen.' Dafür spricht vor Allem die unbeneidenswerthe Stellung der Juden, das beweist noch zum Ueberflusse ihr gar zu langsames Vorwärts kommen. Hinsichtlich, des „Ganges" der. Juden, dem, wie der Verfasser sagt, das ,-Jmpynirende" und „Graziöse" abgehen soll, haben :wir nur zu'bemerken, daß ein solcher unästhetischer Gang durch eine ganz einfache Manipulation ,' durch einen energischen Druck auf Schultern- und Nacken - ausgeübt, erzielt. wird. Sollte es einmal den Jndogermanen gefallen, diese Methode aufzugeben, so wird der Jude hoffentlich eben so imponirend einherschreiten, eben so graziös zu tanzen verstehen, wie seine indogermanischen Brüder und Schwestern. „Ich zerbreche die Stangen - eures Joches, " .sagt die heilige Schrift, „auf daß ihr aufrecht gehen könnet," (l^evit. XXVI. 13.) Nachod. > I. Wiesner, Rabb. Zeitungsnachrichten. Deutschland. . Auö dem Kreise Wiedenbrück, 22. April. (Eingesandt.) Sie haben sich durch Ihr unermüdliches .Streben für alles Gute, besonders in jüngster Zeit, die Herzen Vieler gewonnen, und gereicht es allgemein zur Freude, daß noch nicht alle Männer und Hirten in Israel in.Lethargie versunken sind. — Wenn Sie, geehrter Herr Doctor, nun auch nicht zu jedem Schritte, welchen Sie im Interesse unseres Volkes thun, ein bündiges Mandat sich von jedem Einzelnen geben lassen, so rechtfertigt dieses einerseits das Gute, was Sie vertreten und erstreben wollen, andererseits auch die Eile, womit Manches geschehen must wie dieses namentlich auch mit der Adresse an Napoleon III. der Fall war. Wenn nun der Herr Rabbiner Leopold Stein im Märzhefte seines „Israelitischen Volkslehrers" Namens aller deutschen Israeliten dagegen Verwahrung einlegt, daß Sie im Namen aller deutschen Israeliten etwas Gutes thun, so meinen wir, daß, wenn Sie auch ohne Mandat für die gute und hehre Sache fechten, Sie jedenfalls edler handeln, als wenn Herr L. Stein ohne Mandat Namens aller deutschen Israeliten hiergegen Verwahrung einlegt. — Wir können eben so wenig dem aus der A. A. Z. in die Kölnische Zeitung Nr. 104. übergegangenen Artikel glaubenworin es unter Anderm heißt, daß Ihr neulicheS Auftreten auf die Juden Rheinlands einen höchst widerwärtigen Eindruck gemacht. Es geht vielen Herren wie jener Kröte in Pfeffels „Johanniswürmchen", welche, als das verfolgte Johanniswürmchen fragte: „Ach,.waS Hab' ich Dir gethan?" antwortete: „Warum glänzest Du?" — Nichts, als Neid und arge Mißgunst! Wenn die rheinländischen Juden so weit in der Bildung noch zurück, wären, daß sie das Gute, was auch