Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 18 (28.4.1856)
- Date
- 1856-04-28
- Page
- Seite 244 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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244 des eine desfallstge Aufforderung ergehen lassen,' woraufhin eine nicht unbedeutende Summe Zusammenkommen dürfte.- ' ■ r il , - Hannover, 6. April. (Privatmitth.) Seit längerer Zeit ist hier-mchts vorgekommen, was eine Mittheilung in diesen Blättern verdient hätte. Mittler- 'weile--' unsere Stände wieder zusammengetreten. Von einer Vorstellung - an dieselben wegen des durch die Verfassungsänderungen'vom 1. August v. I. den Juden entzogenen passiven Wahlrechts hat man hier -Abstand genommen, nachdem man von compe- 'tenter Seite erfahren-hatte, dass jener Passus keineswegs 'aus der Absicht-, den Juden ihre Rechte zu schmälern, als vielmehr aus der Consequenz , die frühere' Verfassung vom Jahre 1840 wieder herzustellen , hervorgegangen sei. Wirklich erfährt man auch nicht, daß die Regierung beabsichtige, den Ständen über-Beschränkung -der Rechte der'Juden eine Vorlage zu machest und werden, wie dies in den letzten Jahren -immer geschehen ist, gewiß auch dieses Mal in dem von den- Ständen zu bewilligenden Budget regierungsseitig 1500 Lhaler zur Unterstützung des jüdischen Schul- und-Synagogenwesens verlangt werden. In Hildesheim hatte sich unlängst ein junger ManN, welcher dasjüdisch - theologische Seminar iztt Breslau besucht, festgeloost. Die Militairpflichtigen Ln unserem Königreiche müssen nämlich loosen, von-denen diejenigen, welche eine niedrige Rümmer ziehen, zum Militairdiestste eingezogen werden. - Run sind aber nach unserem Gesetze Theologen von demselben frei. Die Verwandten des erwähnten jungen Mannes,' welche diesen nicht gern ist feiner Carriere gestört Wen wol- - len, kämm bei der Behörde unter Berufung^aus-die- - ses Gesetz um seinen Dispens vom- Militairdienste ein, worauf ihnen kürzlich magistratsseitig-mitgetheilt! wurdedaß ihrem Gesuchegewillfahrt sei. - Wenn j nun, wie nicht zu bezweifeln ist, der Grundfür den ertheilten Dispens in dem Umstande zu suchen ist, daß' der junge Mann Theologie ftudirt, so ist 'dieser ) Bescheid auch noch in so ferst von Wichtigkeit, als, aus demselben hervorgeht, daß die Vorgesetzte Behörde - die jüdische Theologie als der christlichen-gewifferma-) ßen coordinirt betrachtet, eine Ansicht, welche die preußische Regierung nach der Correspondenz aus Krojanke) in Nr/14. dieser Blätter schwerlich theilendürfte.;; Zum Schluss^ theile ich Ihnen) Wch/einige.-rftatistische Notizen mit. Nach der mm-Schaffe desvorigen - Jahres amtlich /.vollzogenen Volkszählung : befinden sich in der Stadt Hannover (außer den Vorstädten) 7)22/ in Peine 151, in Havbmg 10st,.inMannenberg 44-/in Hildesheim 342in Osterode. 86/ m Osnabrück 45, in Einbeck 94, in Elze .113, in.Gisst orn 29, in Stade 55, in Buxtehude-1, in Bremervörde .21,-in Verden 64, in Lamspringe 4in Papen^ bürg 38in Göttingen 79, in Dassel 14 und im ganzen -Landrosteibezirkl Hannover 3452 Juden.. - Außerdem finde ich in .öffentlichen Blättern,, daß dje letzte Volkszählung .in Warschau für -unsere Glaubensgenossen 41,062 und, in. ganz Frankreich, 73,97,5...Seelen ergabt (Die Zählung-in Frankreich, ist, MW wir nicht/irren, nur eine Schätzung.- MOact,) u ■ Preußen. Berlin- 22. Aprill, (Privatmitth.) Im/„.Haufe der Abgeordneten" kam am 15ten ein Fall , zur-Sprache, wo ein Jude, der zur freien Gemeinde übergetreteu, Zeinen Zeugeneid leisten soll, diesen wore juckaieo zu schwören verweigertwie diesen ihm ahzunehmen auch der -jüdische Beamte sich weigert- und da ex auch, den evam gelischen Schwur nicht leisten will, inhaftirt wird.: hat sich. anwbiges Haus gewendet, allein die.Petition ist noch nicht -zur Verhandlung gebracht/ Kex-Fall .ereignete/sich in Tilsit Da der Uechtßastwqlt Wagen er (Abgeordn.) doch einmal Jnteresse-für sich eingeflößt.hat, so kann ich .nicht übergehen, dasiin .diesen Tagen die Voss. Zeit. Nr. 91. Beil. 4. ein Inserat der Repräsentanten der Gesellschaft wer Berliner Gewerbe hu l.l e brachte,, (jchhemerke ausdrücklich, daß unter diesen keist 'einzsgek Jude, wie auch nur sehr wenige Juden.dieser,) einige Hundert Handwerker fassenden Gesellschaft angehören),. 4n Welcher,der Herr Wagener als von : dex^ Verwaltung.entlassen .erklärt wird, und. zwar mit den.- Worten: - ,-,sa die .Gesellschaft r.s ihrem Interesse.entsprechend;gesundest, um den - unvermeidlichen/ Pu.iw /des. Instituts-- abzuwenden, Sie durch die Beschlüsse vom 17.. Oetober pr. und 14. Januar c. aus Ihrer bis dahin eingenommenen. Stellung, zu entfernen -und Sir allxr Ihrer Functionen - -zu entheben. - - Diese Beschlüsse - sinh durch eisten unterm & d., pon. -der Gesellschasi wiederholten/Beschluß bestätigt./ Indern ^wir.Ahnest