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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-04-28 · Heft 18 (28.4.1856) · p. Seite 240

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 18 (28.4.1856)
Date
1856-04-28
Page
Seite 240 (sequence 4)
Language
German
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240 shraM König Joschijah- Wm Volke/ Israels , „kehret: um W DW/und ftierb das Peßach! " /König/Ehiskijch WM Volke / /nach den >trKhem Wmterzeiten s unter den 'Königen von Israel? und-Juda. Als:Ji rm ejahaus den. Trümmern des ersten Tempels stand und Juda nach? Babel geführt worden: /niemals, rief er. aus: yp das E nde I fr a el s ist . da/!' sondern-er feierte noch mitten im - Wehklagen auf den rauchenden Ruinendie/Rückkehr und Herstellung. Als, die Hand des Römers die Brandfackel Ln die -Fenster des,:zweiten Tempels/warfda rief Joch anan b en Sakkgi nicht aus: das Ende Israels ist da, /sondern er ließ: sich in einem Sarge: durch. dir Thore Jeruschalajims 'tragen, draußen erhob er sich und gründete in Jabneh ein Sanhedringrößer noch Und: wirkungsreicher als das - in Jerusalem gewesen. ..Schlimm und viel, schlimmer-: eisiger, öder sah es-schon oft in Israel aus. als/jetztaber dennoch ward Peßach gefeiert im Blüthenmond/ und Israel: erhob sich aus -seinem Winterschlafe. .Und fürwahr! höret Ihr nicht die. Stimmen, .die es: wach. rufenaller Orten, die lauter und . stärker seine!^ehre verkünden vom Ufer des'stillen OceanS: M in/dieMüstem Syriens; sehet Ihr nicht! in unsren Tagen ein - neues/ Band knüpfen um. alle Gemeinden Jeschurun's in allen Welttheilen; gehet nicht das Schriftetzthum Israels einer, neuen, schönen'.Entfaltung entgegen, und wird überall-freudig begrüßt; steht man. nicht aller Orten mit neuem Eifer Institute, Lehranstalten- Stiftungen aller. Art hervorgehen? Jaes.ist nicht zu verkennen, Israel in feiner-alten Gestalt/ in der Gestalt, wie es aus den Trümmern-Jeruschalajims erwuchs,!um siebzehn Jahrhunderte durch das .Mittelalter: kräftig zu leben und allen Angriffen zu widerstehen, stirbt ab, aber um ganz wie damals, sich neu zu gebären, .neu zu gestalten ... w i e? - ist - noch nicht abzusehen , aber es Wirdes gährt: und schafft: in ihm, der Frühling erwacht,, noch starren: die kahlen Zweige der Bäume in. die Luft, noch drängen sich, kaum die Blätterknospen heraus aber die Sonne-leuchtet schön, die Lust ist warm; es: wird Frühling in Israel: .denn Israel altert nicht, weil es MM-ü Werk Gottes „die Pflanzung seiner Worrne^, unvergänglich. - - vn;:; ■" IH. Aber wie? ist nicht auch jedes einzelnen Menschen Leben -ein * Gotteswerk? Unter welchen. Verhältnissen ' voll welchen Eltern, in welcher Zeit und Heimath, in welcher Umgebung Er Dich geboren werden ließes ist sein Werk; was seineHand Dir mitgegeben an Anlage des^Eper^ und Geisteses ist fe i n Werk; Und was nun: auch! der Mensch nach eigenem Rath und Willen Ln : den gegebenen Verhältnissen thut wie^eS sich um uns: schickt!und trifft/ das ist Gottes Werk! Äch, und da kommt oft eine Zeit über uUs, da wir sägen'' müssen': wie ist es Winter in uns, um uns! wie ist unser Gluck zertrümmert, unsre Lebensflur so leer und blumenlos, unsre Sonne in Rehes Und grauem Gewölk verborgen, wie unsre Gefühle so abgestorben, unsre Aussicht so öde, unser Geist so niedergeschlagen.... ' Aber fürwahr! m. Fr. — das sollte es nicht sein. Ich sage Euch: der Mensch altert nie und er stirbt nie; er braucht niD zu altern, er saun jung nyd frisch .bleiben; oh auch mein Haar grau unh mein Auge dunkel und meine Hund zitternd wich;, ob auch mein Fuß die.Schnellkraft der Jugend. verliert und meine Lippen, den Fluß der Rede — auf Dich, auf Dich .kömmt . ap , daß durch Wen. Winterrin neuer FrühÜng in Deiner Brust, in Deinem Hetzen, dringt, (Ps). daß. Du am siebzigjährjgen Stamme noch Blüthen des. Lebeys, treibest. Dies Peßach im/Bsüthenmonh ist Dir .Bürgschaft. Z u e r st.:, alles äußere GeHick - überwinde, hie Rettung, die Erlösung ist. Dir so nahe, Du ahnst es .kaum, her .. Wechsel heb Geschicks so leicht, daß Du nicht nur ein Thor bist,wenn Du verzweifelst - im Bittersten,^ sondern abtrünnig von Gott! Wer Gott, vertraut, der altert nicht, seine Kraft erneuet, sich aller Zeit ms fti ''iip ^Jesch.). Als dany: lenke Deinen Geist zum Höchsten, erheb' ihn zu Kytt- und Menschheit, erhalt! ihn in der. Höhe, mit Gott zu leben früh und spat und der Menschheit zu dienen Deinen Theils in Kraft und. Ausdauer .7-7dann ö*»M!7Vjövnptt; Ms.). bleibstDu frisch und. blühend auch im hohen Alter noch. . Endlich: Du, Israelit, halte-Dich nn.'Deine. Religion, an die: hohe Aufgabe Deines Stammes, an seinen /Ursprung und sein Ziel, dafür arbeite Deines Theitzdafür ringe mit Feuerdem gebe Dich:: hin und: erfülle .Dich dessen:: und wahrlichvolle, duftende. Btüthen.treibt Dein Leben nochdicht /äm : Rande des? Grabes. z Jalasset uns stets Peßach feiern ick BlüthöNMondnicht allein das Peßach des- Jahres,- das -'Fest zu seiner Zeit, sondern das geistige Peßach zu-aller Zeit, dieses Fest im geoffenbartön Gott der Lehre und Geschichtedes menschlichen Geistes und der Natur magdaM der eitle, blöde Staub -dem Winter verfallen und-sterben — wir leben im ewigen Frühling: Gottes, der aus Wem Aegypten ms' hev-

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