Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 18 (28.4.1856)
- Date
- 1856-04-28
- Page
- Seite 239 (sequence 3)
- Language
- German
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Werk G-ot/es ist. Frage nur Mich: mich stierte: Judam Babel!und Ninevehals die Zerstörung Mer!diese, prächtigen .Monumente der MenHheit, kam,,. und die/große assy-rischp.zrnd:H ald a.i sch e.Bjld.ung (Cuftur) unterging vor F,euer und Schwert gänzych, Paß .,jetzherst die Trümnterstätten von dempaxauf gehäuften.Schtstt., entblößt,werden.—, aber die Menschheit erstand stischer und fröhlicher, auf diesem großen Grabe; mich feierte Juda M. in S u sa, und M e mp h i D.die. große P e r si sch e und ä gy ptische.Bildung vernichtet wurde, daß aus dem Sande der Wüste nur hie' und da die stummen' Zeugen döS einst mächtigen Geistes hervörschaüen; ich, däs 'Peßäch, war schon mit Jüdä über die Erde gebreitet^ äls der' intarte'te Gri ech als der entnervte R ö m er die Erhabene Bildung des Älterthüms/ diese LchreriN der Ä'elt no^ch' heüte, vör den Bogen üüd'S^EHrbÄiHer Hökden üntergeheü'sah— fürwahr! wdr 'glaubte damals nicht die 'Menschheit/ untetg ehest in den Trümmern Äthen's'und Rom'sf wer sie' dautals nicht gealtert, dem Tode zuwankend, wö'Möhheit, Sittenlosigkeit, blutige Gewalt,'llnwiffenheit 'ünd'Geistesbärbarei sich über die Bö^ktt ^legten Und Mrnunst Und Herz' erdrückten? Aber ich ward gefeiert,' P e ß a ch i ui' B l üth en m ö n d," auch stuf diesen großen Winterflüren der ' Menschheit, und nachdem die Jahrhüüderte der mittelalterlichen Sturmes - und Frosteszeit vorüber waren, kam ein neuer Frühling der Menschheit mit'größerer Pracht sind Wrlichkeit; Klange dauerte der Kampf der Sonne mit dem eisigen Nord, ja er währt stocht - jetzt,- 'den n imm er wieder ko mm t aus den S ch n e^e r e g i ö n ew jenes - M i t t el a lt e r s ein Windstöße in die'prangende' Flur der' Menschheik, wo ' Humanität, Recht, Gesttttrng/' Vernünftigkeit -und Herzensftömütigkeir die' schönsten Blüthen entfalten , "die'herMchsten Früchte reiftn... ' iNem, ueirtl r es giebt kein Altern/ kein Greisen/kein Absterben' in - der Menschheit.'! Diests^Peßach/der: vier Jahrtausende ist-Euch.Bürgschaft ^i<es'cichagr'bisweilen einWinter auch fürsie kommen, aber dann^auch Frühling gewiß, eiw immer neues .Aufblühen /mit neuer- Entfaltung des Geistesin frisch en'Völkerstämmen und - herrlicher und inhaltsreicher MuH früheren-Früh.l.inge,^denn die Menschheit nst GpttMeH.;'»'«Wv ssvst „die,Pflanzung seiner:Wonne", unvergänglich) .. jht o Abep wie für die-Menschheit, so ist, dieses.Wßach im-Blüthenmond-iauch,.eine Bürgschaft für Israel:) uü -Wer möchte auftretenundnzweifeln:-.daß iniderngrößew Menschheit. iysonderK c-diefts Israel., ein. Gotteswerk ist? Entsprungen in Aräm Naharajim/> geführt lnüch' Aegypten^ geleitet durch die Wüste, Ängepstanzt in CanaM/hinausgeschleudert üb erdie Erde/rüb era ll -wurzelnd- > die - Welt seiner Heimath, sein Peßach^feiernd dort'im Aehren hier im Blüthenmond, seine Rettungen aber ^u aller Zeit; wie wäre es. nicht" Götteswerk? geboren vor allen'Völkerst, lebend urkräftig nach aller Völker Tode; wie ' war'" es nicht Gvtteswerk?Versehen mit dieses Gottes ' Lehre, sie wagend durch alle Jahrhunderte, sie lehrend den Nationen - ,< aber auch sie; schützend gegen dieser Na--- tionen. Antasten,7 Verunstalten -! Vermischen < mit heidnischen.-Elementen, -also seiner .Aufgabe bewußt 'und - dienendvon Abraham an bis heute; wie 'wäre 'es nicht Gottes-Werk?-!U-.'; Y.-y. :a iMbet auch durchs dieftS Israel gehet> eine Sage-, eine Meinung: r.e3: ist- Winter"geworden' in Israel, 'ein Gefühl,.-eine Ahnung:-!daß. auch dieses Israel altere; absietbe, sich aüflöse-- zersetze-üntergehe! Und.'fürwahr! nicht ohne Grund - und Anlaß. Sichte man auf düs ' ältere - Geschlecht,- wie es sich eingesponnen i in. ein Netz von Satzungen und Bräuchen: und Buchstaben, aus dem es nicht-cheraUskannaus-dem: es-keine-Masche lösen/ keinen Faden^scheidenuwill>ssso! veraltet sie-.auch feien/ wie^rs neben?, dem ) göttlichen .Gesetze' Moschch'snoch Gesetz' und (Sitte: vergangener Zeiten, die wederweise,' noch religiös, inStarrheit wahret-stehet man' dann wieder-auf das jüngere Geschlecht , 7 Wie es der Religionentsagt; - wie es alle religiöse Erscheinung" verhöhnt, wie es. für Lehre und Geschichte und . Gesetz ^keinen Sinn und kein Herz hat, sondern .in das eitelste Jagen - nach Erwerb und Genuß und -einer nur scheinbaren, äußern- Bildung' aüsgeht,: wie es - mit) den alten Satzungen Israels! auch sein'e - alten Tugenden aufgiebl und in Frivolität, und'-entnervende Sittenlosigkeit versinkt, wie -ihm sein Bekenntniß nicht theueUsondern)verkäuflich!um jeden Lohn, wenn -er ihmsteboten -^-stehtuMani auf die- Sabbathe und Feste und Gotteshäuser -dieses? Israels, - wie' sie so verödet und verlassen find-, sieht: man aus die Erziehung derDJugend, wie 'alle Religion-, ausden Häusern geschwunden, : wenn die,^1? .ternüihre Kindep' -ohne Hott und^ Gebet-,- ohne -Lieber und Eifer für ihr Judenthum großziehen, ja sie selbst-zur Re-- ligionslosigftit führen,«7^, fürwahr! da siberkömmt; Jeden das; Gefühl, t$ßy, ist. eine Zeit - des Winters, 5 per „Erstarrung gekommen; endlich/ auch über, dieses; Israel, das dem „so lange-widerstanden...: / -.---.-.n-U n- -i )Mor:: gemachdie Bürgschaft ist .gegehem „„Wert Peßach -dem -Ewigen- Eurem Gotte!.(2.,Kön. .23, 2b.) 18*