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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-04-07 · Heft 15 (7.4.1856) · p. Seite 203

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 15 (7.4.1856)
Date
1856-04-07
Page
Seite 203 (sequence 9)
Language
German
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gegenstände und erlangen z ügleich so vieb hebräische Kenntnisse, daß sie den Pentateuch und das Gebetbuch mit großer Fertigkeit übersetzen lernen, ziemliche Kensttnijsi in derchekrAfthen Spräche-,' -%'• vetMblischen und jüdischen Geschichte'erlanget und bann nach tüchtiger Vorbereitung für die Real- oder'Stadtschule mit wahrem Nützen die daneben besteh Religionsschule chefüchen können, wo aüfffolch guter Grünvläge sicher und gedeihlich fortgearbeitet werden fönn. Du Mädchen erhalten hier auch zugleich hebräischen Elementar- und Religionsunterricht und'lenien die Gebete übersetzen.So besteht nun diese Schute zwei Jahre und schon im vorigen Zähre stellte sich bei der öffentlichen Prüfung, welcher die Behörden und mehrere Pädagogen beiwohnten, ein so günstiges Resultat dar, daß die Schule von mehreren Seiten als musterhaft gepriesen und ihre Leistungen als die Erwartungen weit übertreff'end gefunden wurden. Dasselbe stellte sich nun noch günstiger bei der diesjährigm; Prüfung heraus y da war nichts Mechanisches, nichts zur Prüfung Eingelerntes wahrzunehmen, und jene Schüler, welche nun zur Seria der Realschule übergehen (Knaben meistens von 10 Jahren,) wurden bei der Aufnahmsprüfung als sehr tüchtig erkannt. Die Lehrer an der Schule wirken aber auch mit dem erfreulichsten Eifer, und mit besonderem Lobe ist das rege Wirken und Streben des Lehrers K r o N e r anzuerkennen, der mit der wahren Lust, welche gute Erfolge erzielt und welche durch die' guten Erfolge selbst wieder geweckt und gehoben wird, in seinem Fache arbeitet.- Derselbe hat sich früher unter Anleitung und durch den Unterricht des Rabbiners und Rectors Dr. Klein, unter dessen specieller Leitung und Mitwirkung sowohl die Religions - als Elementarschule steht, zum Lehrer aüsgebildet, alsdann seine Prüfung in Eöslin sehr gut bestanden, und arbeitet nun mit regstem- Eifer in seinem Berufe. — Gerechtes Lob gebührt aber auch der Gemeinde, die eS weder an gutem Willen noch an Bereitwilligkeit zur Hebung ihrer Institute fehlen läßt und mit Befriedigung nimmt sie wahr, daß durch den zunehmenden Besuch der Schüler die Kosten dieser Institute durch die Schulgelder, die zudem noch verhältnißmaßig gering sind, hinlänglich gedeckt werden, obgleich auch noch ein Hülfslehrer, der ebenfalls tüchtig; mitwirkt,' für ■ gewisse Stunden gewonnen ist und'-arme' Schüler freiest Unterricht erhalten. ’; ■ > , ' -Aus unserer Nachbärgemeinde C ö's'li n, * welche früher - so' sehr an inneren religiöser ^Zerrissenheit lüborirte, -rst-mit^Friudenzu berichtest, 'daß 'auch 'dort nun eine geregelte'Mligionsschüke bestehst wstcheEtfteuliches' leistetest und'daß der dortige'Lehrer V og e l, ein braver/ strebsamer Mann, von' der Gemeinde lebenslänglich angestellt worden ist. ' - Oesterreichischer Kaiserstaat. / " Wiin/ 14. März. lPüvatmitth.) Am lHü» Dienstag, ^Ki> tob/ trat Herr vr. L. A. Frankl dis Reise: stach Jerusalem an. Er ist ausgerüstet mit allen möglichen Empfehlustgsschreiben an alle Behörden. Hoffen wir/daß sie dazu beitragen werden, den beabsichtigten Zweck' herbeizuführen.' Möge stie Reise ihm fflbst Erquickung und Erfrischung bringest.' — - Die hiesige Kinderbewahranstalt geht nun ernstlich daran,' ein Haus' zu kaufen oder zu bauen, was den Verhältnissen angemessen wäre. Bekanntlich erfreut sich die jetzige Löcalität nicht des Lobes von Seite des gesammten Publikums. Man hat sie bis/jetzt als- Nothbehelf gebraucht. Nun aber sind die Dinge anders geworden. Die größere jüdische Bevölkerung erfordert größere Räumlichkeiten und eS dürfte auch jetzt keine Schwierigkeiten machen, das Geld dazu zufammenzubringen. ' Auch das Taubstummeninstitut /nimmt jetzt das Geld auf zum Baue eines Hauses und zwar wünscht der Vorstand desselben zunächst nur, daß das Geld geborgt werde, da das Institut so viel äbwirft, daß einzelnweise die betreffenden Summen abgezahlt werden können.; , / Der Wagener'sche Antrag ist also gefallen. Wir. Alle sagen Ihnen von Herzen ysv ' ‘ So eben ist hier erschienen „Uriel Akosta", ins/ Hebräische übersetzt von S. Rubin in Gallatz.' Wien, 20. Marz./ (Priv atmitth.) Vor Ällem Habe, ich Ihnen heute ein wahrhaft freudiges Ereigniß mitzutheilen. Ich schrieb Ihnen jüngst, daß der Vorstand des Taubstummeninstitutes damit umgeht, Capitalien; Wenn auch - einige Eltern , — in verachtenswer- : them doppeltem. Verrathe an ihrem vererbten Glauben' und, an /sihr.er ei g e n e n Gesinnung: — - ihre Kinder Wen christlichen//Religionsunterricht in den Schulen mitgenie-- ßen lassen!! . -

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