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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-03-03 · Heft 10 (3.3.1856) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 10 (3.3.1856)
Date
1856-03-03
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Vr. Wreschlier in Kostcn; Dr.Grünebaum inLaNdäu, Dr. Hamburger in Neustadt bei Pinna- Dreh fuß in M u hl h a usen(Elsäß), Land sb er g in N i cot a i^ Leb recht in Niederwerrn, vr. Wiener in Oppeln, Dr. Lazarus in Prenzlau, besser in.Pr. Starga^rd, S. Feldblüm in Schmi-eget, °. Dr..,Schwabacher m Schwerin a. W., Vr. Joel in Schwersten.;, Brann. in Schneidemühl, Dr. Caro in Stargardt in P., Dr. Meisel in Stettin, Dr: S.eligmann in Stockholm, Dr. Klein in Stolp. Nächst, .diesen ist aber das schöne Resultat insonders : den Bemühungen der jüdischen Lehrer zu verdanken, und wir nennen hier mit Vergnügen die Herren Prediger, Docenten, Lehrer: Tonn, in Anclam, Nord haus: in Beverungen, Blumenau in Bielefeld, Ollendorf in Bitburg, N. Salomon in Bliescastel, Freudenberg in Bochum, .Weinberg in Bromberg, Lebenstein in Büren, Krassensohn iüBuckarest, Sommer.in Eoblenz, Vogel in Cöslin, Asch in Crefeld, Kaufmann in Dortmund, Me y er/in.Eisleben, Helborn in Dülmen, Blutncnfeld in Essen, Dr. Fränkel in Frankfurt a. d. O., Docent! .Hei d egg er in Fürth, Levisohn in Fü l d a. Krönet in.Glatz/ Rosenthal in Grätz, Dr. Bendir in Graudenz, Dr. M. Wiener in Hannover, Beradt in H.ildesheim- I. Landsberg in Hirschberg-. Elsässer in Jebenhausen, Isaak Stern in Jngenhaim, Rector Masur in Jnowracl aw, Kahn in Iserlohn, Dr. Falkenheim, in Königsberg in Pr., Rackwitz in Kvzmin, W a lter in L a nd eshut, B ern hei m in L e n g en a u, Silbe r m an n in Lyck, Heilbrunn in Mengeringhausen, Oppe.nhleim in Mühlhausen, Kohn in München, Dr. Steinberg in Münster, Hosch in Neisse, .Dr. Wolsfb erg inN emw e d e ll, Berliner in Obersitzko, Alöbach in Peckelsheim, Richter in Peiskretscham- Schloß in'Speier,-Piek in Berlin, Lazarus inPetershagen, M. Budwig in Posen, Weinberg in Pr. Holland, I o s i a s in R a n d e r s, Wimm e lb a ch e r in .Ra t ib o r, Schwarz in Reichenbach, Lutomirsky in Rotterdam, Seligsohn in Schweidnitz, Cron in Treptow a. R., Jaraczewsky in Treptow a. Toll., MH. Cohen in Ue de m, Ackermann in Unt ergrombach, Dr. Lewysohn in Worms, Löwenstein in Weikersheim, Wehl in Wittkowo m A. — Aber außer diesen haben wir eine Reihe verdienter Privatmänner zu nennen, welche mit Eifer den Gedanken des. „Instituts" ergriffen und zu dessen Verwirklichung beigetragen haben. Wir nennen vor Allem den Herrn Ernst Friedeberg in Magdeburg, welcher sich unermüdlich der Kassen- und Buchführung unterzogen, die Herren M. S. Kaufmann und Aleri-Hirsch daselbst, welche die Cvntrole übernahmen:, Dann die Herren Ober-Loterie-Collecteur I. Lew y in Aachen, Dr. mecl. Kirschstein in Anclam- Buchhändler R o b e rt i M ay in-B re st a u V .Buchbindermeister Rie s in Bühl, »Professor Dr. Barafch in B ukarestdie Meßner'- sche Buchhandlung!-in Cassel, Hypotheken-Amts-Secretair Pineas in Cleve, Isaak Heymann in Cöln, Hirsch Manasse in Dramburg, Dr. meä. Dreyfuß in Edenkoben, S. Falkenheim in Elbing, M. Hartmann in Gehren, Buchhändler Bonnier in Gothenburg, Buchhandlung B er en d so n in Hamburg, Buchhändler. Höchh ei m er in Hildburghausen, KarlNeisser in Kätscher, Buchhändler P h i li p p s e n in K o p e n h a g e n, Vorsteher B e n n y Buchardt in Landsber g a. W., Rechtsconsulent Lämm le inLaupheim, BuchhändlerHeß inCllwangen, M.Teichmann in Leobschütz, BuchhändlerBensh eimer inMan ritz eim, Buchhändler Simon Schäfer in Myslowitz, die Fürstl:,,Wied'sche Buchhandlung in Neuwied, Fabrikant Schönheim in Nordhausen, S. L. Landsberg, in Olde n b u r g, Stadtsecretair S p i r o in O st r o w o, Buchhändler Sußmann in Posen, Samuel Zielenziger in Potsdam, Vorsteher Königsbergcr in Ratibor, Buchhändler Alexander in Rogasen, I. S. Orb ach in Schmalen i n g k e n, Buchhändler P r i e b a t sch in S ch m i e g e l, Buchhändler Goltmann in Schrimm, Buchhändler Cöhn in- Schwerin a. W., A. Schwabach in Sonpershausen, S. Biöw in Tiegenhof, Joseph Ländeker in Thorn, Vorsteher Julius Lebegott in Tilsit, Leihbibliothekar Suhl er in Würz bürg, Buchhändler Go Id färbe inBerditschew, Buchhändler Kantrowicz in Wreschen. ^-Kttüpfen wir hieran einige-Bemerkungen. Wer diese Namen und'Städtewer überhaupt das gedruckte Verzeichniß übersieht, dem wird die. Beobachtung nicht entgehen, daß der. ganze "Erfolg allein durch die mittleren und -klemeren Gemeinden bewirkt worden - während die ^größeren Gemeinden, mit Ausnahme Bres lau's und Pösens, kein nennenswerthes Resultat' lieferten. B e r l i n, Königs berg- H a m b u r g, Frankfurtu. M. u. s. w^ zeigen, wie das jüdische Leben in den großen Gemeinden bis zu gänzlicher TheilnähMslostgkeit verflacht! In Hamburg z. B. hat' die Berendson'sche'Buchhandlung über 200. Briefe ausgesändt, und— wie'wenige entsprachen dem Ansinnen! Ebenso gewahrt man, daß mit geringer Ausnahme die meisten Celebritäten es nicht übers Herz brachten, nur Abonnenten des Instituts zu werden, vielweniger es' ^u unterstützen und zu fördern. Da find bekannte- Herten, die das ganze Jahr den Mund vollnehmen! von ,,Wissenschaft, Leben, Literatur ü. s w.", und hier, wo es eine Thal galt, hielten sie engherzig lzurück.' 'Das Motiv ist leicht' zu erkennen..' Weshalb wir diese Bemerkungen machen? Weil aus ihnen'^hervorgeht> daß der Erfolg noch ein dreimal größerer hätte sein können, wie viel noch zu thun bleibtwie vrel noch zu erringen ist. Was ist der Zweck des Instituts? Etwa einige Bücher mehr in die Welt zu fördern? ^Nein, ein ungleich größerer: unserer Literatur ein Publikum zu schaffen, und damit zugleich der Literatur eine Wirksamkeit, , dem Publikum Theilnahme an der geistigen Bewegung in der Religion, und religiös-sittliche Bildung des Judenthums, zu erwirken. Von diesem Gesichtspunkte ist jeder Einzelne,» der Theilnehmer des Instituts hätte sein können-, ein Verlust, und wer dies verschuldet, wer durch seinen Einflust wirken könnte und. es nicht thut — setzt seine Pflicht.hintenan.-. . Was wir bis hierher gesagt, betrifft die Länder außerhalb des österreichischen .Kaiserstaates. Auch in . diesem fand .unsere Aufforderung einen vielseiligen Anklang. Es»waren Städtewir nennen, z. B. Pest, wo sich eine außerordentliche Theilnahme zeigte. Allein das k. k. Ministerium sah. das Institut als einen „ausländischen Verein" an und verbot durch..besonderes Circulair die Theilnahme an demselben. Dr. Philippson kam bei dem k. k. Ministerium deshalb ein, hatte abermicht»das Glückdie Aufhebung des Verbotes Zu erwirken. Wir halten uns versichert, daß nach einem mehrjährigen Wirken das k. k. Ministerium sich überzeugen wird, daß hier kein Verein, keine Gesellschaft vorhanden ist, sondern ein. einfaches buchhändlerifches Jnst i t u t, wo Autor, Verleger und Drucker die Verantwortlichkeit tragen, und daß der gleich nach dem Beginne , aufgestellte und in. den Quittungen ausdrücklich ausgesprochene Grundsatz , daß das Institut keinerlei politische und polemische Schriften annehmen werde, getreulich erfüllt wird. Einstweilen mußte jede Theilnahme am Institute als solchem im Kaiserstaate wegfallen, woraus aber selbstverständlich folgt, daß auch dort-einfach auf die Schriften als solche abonnirt, werden konnte und kann, die vom Buchhändler als Verleger bezogen, und der österreichischen Revision unterbreitet, sobald diese nichts Ungesetzliches darin, gesunden, in völlig gesetzlicher Weise in Empfang genommen werden- - Während sich nun die Zahl der Abonnenten immerfort mehrte, wurde, eine Aufforderung an die Autoren erlassen, um ihre Manuscripte einzusenden. Auch dieser Aufruf war von Erfolg gekrönt, und es liefen über dreißig Manuscripte zur Revision ein, und anderntheils boten längst bewährte Autoren bereitliegende Manuscripte zur Annahme an. Hiermit fing die zweite große Schwierigkeit an, nämlich, bestimmte Grundsätze für die Annahme anfzustellen und die rechte- Wahl zu treffen. Es war viel Gutes, manches Mittelmäßige, einiges Schlechte, und zwar aus allen Gebieten der jüdischen Literatur zugekommen. Es galt aber hinwiederum nicht, unveränderliche Grundsätze für die ganze Zukunft des Instituts aufzustellen, sondern nur für dieses erste Jahr/ da jedenfalls hier die Wahl nicht blos die schwierigste, sondern die wichtigste, entscheidendste war. Die drei Directorcn vereinigten sich nun in folgenden Punkten: .; 1) Sie übernehmen nicht die Verantwortlichkeit für den eigentlichen Inhalt der Schriften , welche vielmehr fedun,Autor selbst verbleibt, sondern nur'für die Zweckmäßigkeit, Brauchbarkeit und Angemessenheit der Auswahl im Allgemeinen. 2) Sie nehmen für das Institut -lediglich nur das an, worin alle drei Mitglieder der Verwaltung übereinstimmen. Also nicht nach Mehrheit der Stimmen, sondern nach Einstimmigkeit wird angenommen.

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