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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-03-03 · Heft 10 (3.3.1856) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 10 (3.3.1856)
Date
1856-03-03
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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vyr> mehr, alseinW Jahrzehnt ausgesprochen. .d,en^wir aber jetzt/ austziDilötter^ nndf nfahrüngsmDigers: zu MstigW'Ausführung f böÄeM/ *’• v -'. "' ' '' "" t ' '" —§1-1-.*®«- toirb ein Institut zur Veröffentlichung von Schriften, welche das Judenthum in allen seinen Beziehungen zum Inhalt haben, und zur Beförderung; jüdisch - literarischer Zwecke gegründet. §.2. I ed er, welcher einen jährlichen Beitrag voN 2 Thlr. zahlt, ist Abonnent desselben für das laufende Jahr.. Niemand ist verpflichtet, länger als ein Jahr dem Instituts?anzugehyren,/noch zirgenb-eme andere Leistung außer/ ginanNtem-Weiträgs zu-übernehmend * * - i - ' * §. 3. Sobald und so lange 400 Abonnenten vorhanden, ist das Institut in Bestand. §.4. Bon dem ganzen Ertrage der Beiträge werden Schriften obenbezeichneter Art (§. 1.), theils 6;e U #r tfhjD e it',' theils unterhaltenden Inhalts, den bezüglichen Schriftstellern gegen angemessenes.Honorkr! im/Manu-: script abgekauft und durch den Druck veröffentlicht, und zwar so, daß bei der Mindestzahl von 400 Abonnenten Schriften von ungefähr 40 Bogen jährlich zusammen geliefert/ und bei der wachsenden.Zahl von Abonnenten bis zu 80 Bogen jährlich gesteigert-werden. § 5. -Bon allen, durch - das Institut -veröffentlichten Schrif- V , ten er hält jeder Ab o n n e n t g r,a t i s, e i n Er e mplar, mnd werden jedem ..solcher Werke die Namen sämmtlicher Abonnenten des laufenden Jahres: vorgedruckt. .! §. 6.--Sobald vermittelst einer -größerem Zahl von Abonnenten die: Bogenzahl-der jährlich zu liefernden. Schriften 80 . erreicht hat/: so wird der Ueberschuß verwendet: a) jüdi- - .sche .Volksschriften anzukaufen und zu möglichst billigen Preisen zu verbreiten; b) jüdisch - literarische Unternehmungen und Forschungen zu unterstützen, sowie verdienten jüdischen Gelehrten. in Fällen der Roth eine Unterstützung zu gewähren. . §.7. Von Len. von dem Institute veröffentlichten Schriften , wird zwar eine angemessene Zahl Eremplare mehr abgezogen, als die Zahl der Abonnenten beträgt, sie dür-; : fen. aber innerhalb der .e r st e n f ü n f I a hr e nach ih- . .. - rem Erscheinen.nicht, einzeln verkauft/ sondern nur . - ■ -; ein Eremplar der Schriften zedes Jahres zusammen gegen einen, anderthalbfachen Jahresbeitrag abgelaffen werden. - Aller hierdurch - später eingegangene Ertrag wird zu der : Einnahme. des laufenden Jahres zur. Verwendung für dasselbe, zugeschlagen. §;8. 3n jeder Stadt, in welcher eine größere jüdische Ge-;,j jmeinde, sowie in der Mitte eines größern Kreises,/wird! ein: Agent des Instituts zur Förderung ihrer Zwecke,; zur Entgegennahme. der Beiträge und zur Ablieferung / der Schriften bestellt, möglichst einjüdischerBuchhändler, welchem eine angemessene Provision bewilligt wird.. § 9. Die oberste Leitung, des Instituts geschieht a) durch ein Comitö von 3 Mitgliedern, welches zunächst aus dem Gründer des Instituts, und zweien anerkannten, mit dem . . allgemeinen Vertrauen versehenen, bewährten jüdischen Gelehrten besteht, und in Zukunft nach dem Austritt . eines derselben durch die Wahl der beiden übrigen sich ergänzt; b) durch eine Controle, welche in den Chefs dreier geachteter Firmen besteht, welche Abonnenten des - Instituts sein müssen. §. 10; Die Obliegenheiten des Comites sind a) die Manuskripte zu prüfen und durch Mehrheit der Stimmen über ihre Annahme oder Abweisung zu entscheiden , d) die Verhandlungen mit den Autoren zu führen, c) die Drucklegung der Schriften zu besorgen. . Diese Geschäfte vrrr theilen sie unter stch, -und haben zur Besorgung der Eorrespondenz, Buchführung, Versendung u.s.w. sich einen Secretär. gegen ein Honorar pro rata der jährlich zu liefernden Bogenzahl der Schriften anzustellm. §..11. Die Obliegenheiten der Controle bestehen: a) in einerordentlichen und außerordentlichen Prüfung der abgeschlossenen. Contracte mit Autoren, Buchdruckerei und : - dergleichen , sowie der Buchführung; b): in der Kassenführung des Instituts durch eines der Mitglieder der Controle. §. 12. DasComite hat jährlich einen detaillirten Rechenschaftsbericht zu veröffentlichen und an die Abonnenten des Instituts MssNgeN; zu lassen, welchen dihAoniroleHiäch geschehenerMrüfun'gk als wichtig! befunden-zu bescheinigen hat/ ' ' -V Dies ist in wenigen Zügen der Entwurf zu einem Institut Zur. Förd.efung der israelitischen Literatur, wie wir es zu grün- < den 'um Me 'Mühe geben werden. Die großen Vortheile des Instituts liegen darüi, daß 1) überhaupt ein Mittelpunkt, eine Vereinigung zur Förderung der israelitischen Literatur geschassen wird, 2) die ganze, Mmme der Beiträge auf^die Herstettungs- ' kosten^verwendet' ^w.irö/^öhne^ daß/JemMd^ekchssDWnn daraus zu ziehen habe/'^daß eiüe^ Ässzahl^gMr^Schrsfken^än's Licht , gefördert wird, 4) daß die Autoren ein angemessenes Honorar, 5) die Abonnenten eine Masse tüchtiger Werke zu dem billigsten Meise erhalten.. Es wird hiermit dem Publikum eine würdige Literatur/ /hinwiederum der Literatur ein theilnehmendes Publifum, ebenso, den Autoren ein zukömmlicher Lohn und mit allem : Diesem der Literatur gute Autoren geschaffen. So sprechen wir denn die gute Hoffnung aus, daß dieser Auftuf nicht vergebens ergehen, daß das deutschlesende Israel nicht iheilnahmlvs bleiben wird. Wohlan, Ihr Rabbiner und Lehrer in Juda, Ihr Autoren,!t>teIhr-'.durch-Eure-'GNstesproducte unsere Literatur noch zu bebauen gedenket, Ihr,' edle Männer und Frauen, die Ihr:.Geist-irnd- Hey - 'für'Eure-Religion^ für.-die Belebung und- Vergeistigung des JudenthuW, für/religiöse Bildung habet, Ihr Alle werbet äüfgefordert, Euer Scherflein zum'Gelingen dieses Planes, ' zur Verwirklichung dieses israelitischen Literatur-Instituts beizutragen, welches hier nur in seinen Grundzügen gezeichnet,-später der Entfaltung-und Ausbildung in noch größerm Maße sicher ist.. - Lasset diese- Gelegenheit nicht vorüber, Viele 'möchte es später gereuen'! Es gilt ja vorerst nur einen Versuch auf ein Jahr! : ES versteht sich von selbst, daß G e l d e rjetzt durchaus nicht angenommen werden, sondern nur Anmeldungen zum Beitritt, die an den Unterzeichneten zu richten/-Sehr willkommen wäre es, wenn sich schon jetzt Männer von Thatkraft zu Agenten in größeren. Gemeinden oder in Kreisen meldeten; /Die -Hauptsache ist, daß Diejenigen, welche sich für diesen Zweck interesfiren,' sich bemühen, noch weitere Teilnehmer zu finden.' ' ErempMe dieser „Aufforderung" stehen zu diesem Zwecke' von 'Unterzeichnetem Jedem auf Verlangen zu Gebote. - ' / ' Möge somit die göttliche Vorsehung,' welche über-Israel durch alle Jahrhunderte so sichtlich waltete, auch über dieses Werk ihren Segen breiten, daß es gelinge und gedeihe! Magdeburg, im Februar 4855. Dr. Ludwig Millstjison, Rabbiner." Dieser Aufruf wurde dem „jüdischen Volksblätte" beigelegt, in der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums" äbgedrückt, und außerdem in 10,000 Abdrücken nach und nach verbreitet. Die hier bestimmte Mindestzahl von 400 Abonnenten' war bald überschritten, und als es demnach zur weitern Verwirklichüng gelangen sollte, fand sich vr.IMnek, Prediger der israelitischen Gemeinde zu Leipzig, dann vr. Jost in Frankfurt a/M.', sofort bereit, mit dem vr. Philippson gemeinschaftlich die Leitung des Instituts zu übernehmen. Als Verleger und Druckes der zu edirenden Schriften traten die HH. Leopold Sch nauß und Oskar Lein er in Leipzig ein, welchem Letzterst besonders die Versendung obliegt. - Wir können nun nicht umhin, an dieser Stelle dankbar einen Blick auf die wackern Literaturfreunde zu werfen, welche sich von Beginn an mit großem Eifer des Instituts annahmen und auf das Uneigennützigste Abonnenten sammelten/ dieselben anmeldeten, die Diplom-Quittungen entgegennahmen, die Gelder einzogen, der Kaffe übersandten, die Bücher in Empfang nahstien und sie vertheilten, gewiß eine bedeutende Mühewaltung, ünd von der Mehrzahl ohne Verlangen einer Provision übernommen' und gewissenhaftest ausgeführt worden. Es-ist uns vor Allem eine große Genugthuung, sagen zu können, daß zü diesem Werke eine Anzahl von mehr als 70 R a b b i n e n mitwirkten, daß wir uns also in der Uebereinstimmung mit so vielen Leitern der jüdischen Gemeinden befinden: wir. nennen inssonders als. sehr verdient die Herren Rabbiner vr. Rothschild in Aachen» vr. Loeb in Brüssel, Millstätter in Carls'rühe, vr.' Wolf in Culm. vr.: Cassel in Flatow, Wittelshöfer in Floß, vr. Heinemann in Gothenburg, vr. Arnheim in Glogau, vr. Nordmann in Hegenheim,

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