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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-02-25 · Heft 9 (25.2.1856) · p. Seite 117

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 9 (25.2.1856)
Date
1856-02-25
Page
Seite 117 (sequence 7)
Language
German
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feinen .Grundsätzen ftet Erziehung, - /,ist der geringe Ge- \ halt, i womit sich s^vviele Schullehrer noch eben so chej g,lügen müssen/als zu der Zeit/ wo alle Bedürfnisse um - die!-Hälfte wohlfeiler waren^" /,Es-sollte also"/sagt ■ err weiter/ /hie. und da/ sowohl! wegen der steigenden - Leb e<n s -.und Skan d e sbedü rfn isse-, - als der -st ei --! :g.estdenalle -durch Geld sälarirten Personeu'am - meisten: drückenden — Th euerun g, des Lelhrers EiN-; kommen 7 bedeutenderhöhet werden.^ Denn' welche Aüsl- - gäbe könnte wohl den Eltern pstichtmäßiger sein?" — Dies-gilti besonders der,.'jetzigen, .harten-Zeit, wo die Lebensbedürfnisse um das Dreifache gestiegendie Gehälter aber -nicht. erhöhetwurden/ und der Lehrerstand so zu kämpfen und. zu ringen, hat, Urn-das Leben zu ftisten. .ÄNdeß:mag Dein Gehalt noch sv gering, Deine Familie nochi so stark, Deine Last-und Deine Bürde noch so drückend . sein,- mein Amtsbruder! E i n e n Thaler jährlich kaunst, Mußt -Du .weglegen können für die Zeit det Nyth,. zur! Unterstützung- 'Deiner Wittwe, Deiner- Wäisen.l./Und-hast. Dü nicht für Dich zu sorgen, sttebe für Andere.-!-!/ MeinlBeispciel'stvondeinem verdienstvollen! Schuld lehrer, dessen Lebensabend! durch Nahrungssorgen verkümmert! wurde; dessen Waisen -im tiefsten Elende -schmachten, steht: wohl nicht vereinzelt da. Im jüdischen Lehrerstande, dem.Wittwenkaffen fehlen, -Waisenhäuser mangeln/ Unterstützungen - sehr spärlich .fließen, da giebt! es leider so viele Nyth/ so viel Wnd, so -viel JaMmer, so manche hülflose Mttwe/ so manche Verlassene Waise! O, sorge / r mein Amtsbruder, .daß diese-.Thräneu getrocknet, diese Noth gelindert^ .diesen Wittwen und-Waisen geholfen werden möge. D.u bannst es, wenn Du erwähntem -Vereine Leben und Kraft verschaffst. „Wo es nur nicht an Gemeingeist fehlt," sagt-Niemeyer., Mdem er Wittwenkaffen-. für Schullehrer dringend empfiehlst „da kann es Schulmännern nicht schwer werden,. einen so . wohlthätigen. Verein - unter sich zu bilden:" b-r-., Dann aber auch die G e m e i n b e n! - 'Euch, Gemeinden iu.'Israel/Muß'Idie kräftigste Unlerstützüng.dieses Instituts,. das. den>Lebensabend eurer-Lehrer erleichtern, undi ihre Wittwen '-und Waisen unterstützen soll, ' heilige Pflicht, j Herzens, s. und Gewissenssache - fein. Ein berühmte deutscher. Dichterrsagt üu. einem Gedichte au den' großen Chmfürsten , im-welchem rer! feinest Ländesväter Ulli ein Stückchm-Land.und! eine-Hütte// als Lohn für-seine Gesänge /zuck Preise--des - fürstliches Hauses'/ 'sü^-' seinen Abeysabend j bittet: . stHat^einstPfekd i sich - wöhl gehalten) UNd.(-zuletzt!-begimw z«--altk'n-, -lund^ Nicht ^mehr'^täü'g^ ist - deyoSMachb, eL muß ^fressen / bisi-esrHirbek. -Za/'kein Äter-Hünd d'erdirbet, der uns'Äeulich'hat'bewä'cht! ' Laß auch''mich! nun Futter kriegen, 'bis der''Tod' Mich^heißt erliegest/ bin ich dessen anders Werth." — Ünstder Lehrer/ chist Erziehest;Eurer Kinder/' det' Leiter uNv Führer und' Bildner Eures Theuersteii aüfsEtdest, er, der den schwierigsten Theil der heiligestHflichten der Eltern', die! Pflege^ der'Seele,'des Gemüthes' uNd 'des'G'eisteS rer Kinder, übernimmt und feine 'besten''Kräfte, feist Sei best diesen Pflichten - widmet> er - soll/ Menst'es alt"^std schwäch ' geworden/ NmnN imu Dienste' der'5Gemeinde'Piste Brüst zirarbeitest'-Mstb Gksundheik a'ufg'etiehen, feiste Kräft gsschwüstden \■' sein Geist ■'gelähmt ust"und' "er nicht mehr tvirkest küstn/ am HnstgertUchemägest? seine' Wiüwst seine Waisen--sollen kmMästgel'und 'Elend verküümerst müssen? —-' Säget Nicht \ wir' geben W ustsern unfähig gewordenen Lehrern ihre Penfiosten. «2'' mrrn üN"ierL'2dr Oat schon der Lehrer beim vollen Gehalte dse^Feuehpr^be der Noth zu bestehen, wie erst der pensionirte Lehrer mitPiner kärglichen Pension! — ,/M.ast.solltes^vch dem Emeritus in seinem Alter seine wenigen übrigen Tage nicht durch Nahrüngssörgen verkümmern// undkhst sudetsbrgen^'^däß er die-Amtsentlassung! als ei^e wa ht'e- Wohlthai' betrachten kann/" sagt'Niemeyer.! Darum fetzö jede Gemeinde diesem 'Vereine äst ihrem -Etate einest'jährlichen'Beitrag fest, jede 'Uächk'hrM''Verhältnissen',-'-nach-'ihM 'Größe."'Dsts harmonische Zusammenwirken Md die v erhältniß mäßigt geringest,^laber vereinigten Kräfte allerGemeinden^Ptest^ ßens'werden diesem Institute Leben und'Gedeihen tzjebeu. — Und zuletzt noch die Rddch e n ist 'Israel T Ästch auf Euch bäüen ' und trauest wir bei der- Gründüstg und'Erhaltung dieses Vereins. vrr-iÄ'' rrv >>2 Israel ' zahlet cheMGuten' und Edlen so'''Viele'/* die'nie zurüHehen, wo ' es gilt/ Wunden zu cheLleji-chnd^ ThräUeu 'zü'McknsÜ. Ihr Gütest und Edlen! gedenktt auch der durch"Alter oder Krankheit -hülfsbedürstig gewotdestest'Lvhrer, dieser'Le^ witen, die kein Erbe Wen 'in^Israel!''ihrer' Witsmrst gedenket, der Mnglücklichest/ ihrer' W alse u/ der Verläsfenen, dienitt1 dem- Gälten' unv Väter' Stab ust^ Stützt verlören') uchr' gstnzes- 'Vermögest eingMßd hMm! ll%r* denket^ •'dieser- Mestde'tt; ustd^Hnrlfivsen^Änd" tzelset^söMin einen ^Vetein/ best ' eine - Mss hr'e^ WöhW^'ihst'N stin"üstö die trüben , Ausstchten u. dieWa^^n,^aven ^Schuchränn bei dem ,Gedanken /.an seinen so.^sehr-,beuMuhi^-eU) erheitern würde. Setzet diesem Vereine L e.gia wenn auch-nur geringe/ und-'so r^nzMn/ Aei. nen Quellen der Völker -beglückenve' Ström' ^ntsteht/^sy

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