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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-02-11 · Heft 7 (11.2.1856) · p. Seite 91

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 7 (11.2.1856)
Date
1856-02-11
Page
Seite 91 (sequence 9)
Language
German
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91 MW hex Mischen Mmeinde aus deNiEtat für/1856 die Summe von 50 Thlrn. als „TheuerungSzulage! M die jüdischen Cuttus beamten" gebracht. £ -In Min (Kreis Schubin) ergab dio/letzte Volks?-; zählung (vom 3. December 1855) eine Einwohner- - zahl von 2360/,und darunter-740 Juden, (also bei- - nahe den dritten Theil der Bevölkerung:) -! JnRawicz -befinden sich nach der letzten Volks- \ zählung unter 10,142 Seelennur 1501 Juden, also! gerade 109 weniger als Ende 1852, wo daselbst; 1610j Juden lebten. Der Grund der Verminderung liegt; -hier, wie; überall in der Provinz/ nur darin, daß un- \ sere Juden noch immer nicht , aufhören' nach andern! Provinzen zu überstedeln, oder gar nach Amerika auszuwandern.- , In Liffa hat der Kürschnermeister Gabriel Meier s Norhen füreinen kunstvollen Pelzteppichmit welchem; er sich nn der vorjährigen Pariftr Weltausstellung? Letheiligte- (vergl.- unfern Bericht in Nr.; 26. - -Jahr-; gang 4.855) diebronzene Ehrenmedaille erhalten:; \ Die Synagogengemeinde Meseritz;, verlor am: 13. j d. M. durch den Tod. ihren greisen Rabbiner Wolf, welcher dort.über 40 Jahre als geistliches Oberhaupt fungirt hatte.. Obgleich der streng orthodoxen Rich-j tung angehörend, war er doch nie. intolerant; gegen \ Andersdenkende., Die rabbinische Theologie hat in! ihm einen ihrer fleißigsten Jünger eingebüßt: Sein! Sohn (vr. M. Wolf)/ welcher gegenwärtig in Culm; (Westpreußen) als Prediger fungirt, wird wahrschein- - lich berufen werden , um; m’mallei M/Kaum awiw j zu -sein> .v-..-.; -m'• (>;? In Posen werden Von 1059.?jüdischen Familiey, { welche, diedortige Synagogengemeinde bilden/ zusammen -; xirca 6360 Thlr.- aufgebracht und, diese Gelder zumeist , zur Verzinsung und Tilgung der Gemeinde-;schulden / -die noch aus alten polnischen Zeiten: herrühren,.angewendet. Diese Schulden hatten Ursprungj lich -; Mer £80,000 Thlr:. betragen > i -sind aber/ in der neuern-Zeitdurch allmälige Tilgung des iCapitals; -schon iE ein Bedeutendes -.verringert worden, und -ist dieses -erfreuliche Resultat,-lediglich der Fürsorge, des zeitigen -Gemeinde-Vorstandes -zu -verdanken, welcher -sich -rüherhaupt durch, seine umsichtige Leitung: derMemeindeanstalteuein nicht'/zu verkennendes -Verdienst j schon erworben und immer mehrerwirbt.; - , -.Aus; der uns eben zugegangenen/„Alphabetischen Liste --der Mbvnnenten des - Instituts zur -Förderung! der /israelitischen Literatur" ersehen ww/ daß sich an diesem ^löblichen jWternehmen unter; den. 145 Städten der Provinz-nur?; 24 Gemeinden mit überhaupt 217 Abonnements betheittgt Habens Die stärkste Betheiligung : finden - wir bei Posen (34), Schwerin a. d. M (26) und Bromberg (21).; -r Gemeinden mit je über -10 Abonnenten sind- Graetz (20), Ostrowo (15),Schmiegel (13), Schwerfen; (13) und Obersitzko (13). -7 Die übrigen 16 Gemeinden stufen ab von 10 bis zu 1 Abonnenten und . zu Venen der aklerniedrigsten Stufe, gehört, leiderl auch die große Gemeinde Krotoschin.. Doch ist'diese nochimmer ihren riesigen Schwestern L i ssa, -Raw icz, Kempen u. si w. vorzuziehenwelche sich! bis jetzt an dem Institut, wie zu sehen ist, noch gar nicht betheiligt haben.; Oelterreichischer Kaiferstaat^ Wien, 31. Januar. (Privatmitth.) Es ist ein bekanntest Wort:--Wenn; die. SoNne erscheint , ' verschwinden die Sterne:; Wenn - eine große Tägesfrage auftaucht, so treten alle die kleinern in.den Hintergrund. Man hat jetzt eben für nichts anderes Sinn, als für . die großen Fragen des Tagest die den Eontinent bewegen. Erlauben Sie mir /daher, Ihnen nur kurze Notizen über die; Dinge, die nebenherlaufen, die -freilich an und-für sich von Wichtigkeit sind, zu berichten./;.;uU . ■’; Die Verschiedenen Handelskammern derMonarchie /haben bereits ihre Gutachten -übet den bekannten Ministerialentwurs - eines neuen! , Gewepbbgesetzes ' eingerschicht und! sie j sind bis/auf wenige? Austtahmtn zu .Gunsten! des - Entwurfes.. kDamit ^väreundnwird -also, eine groffe Frage,- die uns zunächst betrifft/bald erledigt-werden. Ich kann;?mir Vs; dabei nicht Versageneinen-.kleinen Seitenblick,-aufPreußen zu werfen. Bei der - Frage /! chie -jetzt: die; Welt? .'bewegt,-' hat .Preußen? Von Anfang:mn heSmüfgHebenh rfal', dem Gange ildernEreigniffe;? tWig!! Eingreifenzu> wollen. Nun -aber-Lcheint-s-eS, 'väss es auchauf seinen Wf -als Staat-. der Jntelligeirz und was VuMit zusammenhängt/ - als - -Staat der Humanität Verzicht? leistÄr will.; rtr Die beantragte! Streichung des Artikels-12. :der-Verfassung /würde- Preußen nur - Lorbeeren aüf idem/Gebiete/ bringen/ das-es nun mit eiserner Consequenz zu betreten scheint. — Hiesige Journale ha-

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