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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1856-02-11 · Heft 7 (11.2.1856) · p. Seite 92

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
20 (1856)
Issue
Heft 7 (11.2.1856)
Date
1856-02-11
Page
Seite 92 (sequence 10)
Language
German
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92 Jb.cn Ihren; Aufruf gegen den i Abgeordneten Wagener i gebracht. > Ich. bewunderen dabet-lIhre-ÄWoseliLhä^ j ckgkeit, und erkenne aufs Neue/':wieGost den bez stimmten Mann für die bestimmte Zeit'stndet.-/ Die:>,K6VU6 de; deck?: mond/vs" .'bringt leinen UAr-'l tikel von. -Herrn Taillandier über Ieromanci'er du j Ghetto, über Herrn Kompert. Mit wahrer Gründ-' lichkeit weist' er nach, in welchem-Zusammenhänge die! Werke Komperts miteinander stehen. Unter Anderem? sagt er: „Glücklich die Nation, die einen Poeten -hat, j der sie in solcher Weise verherrlicht." -Es hat uns dieses Lob. doppelt gefreut. Herr Taillandier, ein -Kenner:der deutschen Literatur,, wie eS deren sehr weinige -in Frankreich giebt, bricht in solchenEnthusiasmus Mur selten, aus!. iSonderbar genug ist es/während Herr Kompert selbst von Franzosen gefeiert-wird, ist sein Name in den Literaturgeschichten der neuern Zeit,jMtzHuDahM vo-n. gaüfNiM ge-! nannt. /Wien, 1. Februar.- (Privätmitth:)-/ Vor Allem^ muß . ich Ihnen eiw.'interessantes!-Factum mittheilen. / Der -katholische Religionslehrer .in einer der hiesigen Realschulen ermunterte seine-Schüler bei dem jetzt ablaufenden Semester zum Fleiße und wies darauf hin,/ daß.'in einer Claffe unter 7lchristlichen Schülern blos' Einer - in - allen Gegenständen die-Note:' seh r gut erchaltenuhabzirwährend dem unter 12 jüdischen: Schü-< lern drei diese Noten erhielten. Unsere.-Jugend be-/ rechtigt überhaupt indieser/.Beziehungzu den Heften l Hoffnungen.-: Es giebt da andere Schattenseiten, auf; dj.eüich -zur gelegenen Zeit zurückkommen werden -tt-" - -;D.ie/.Vorsteher.des TaubstummeninstituteS haben/ -nunmehrdies. Bewilligung.erhalten-'Hier-ein-lHaüs/ -ankaufen zu dürfen.- Der berühmte-Physiologe Hirr j Professor /Brücke besucht: dasselbe jetzt, sehr -häufig! und macht da Studien/ die. für seine Forschungen,- wie-ich; höre--bedeutende'Resultate'haben:.werdem u... Herr Dr. M. Letteris hat.-.mehrere Gedichte L^A. .Frankl's:-: die -in dessen >,Libanon",gedruckt/sind--ins: .Hebräische «übersetzt-und /sind Dieselben bereits unter dem:Titel,-^inn';b««.t ^2^2 erschienen. Der / Uebersetzer, selber. Poet, hat wieder gezeigt, wie mei- / sierhast er.es versteht, die hebräische Sprache zu handhaben. Dem Werke beigegeben sind das Portrait Frankl's und die Biographie desselben in hebräischer Sprache. 0<^ Von S'ütU-s' Kö'chbe-JiMk "erscheint RächstM wieder-ein-Heft^ '- 'Ur, jrMZ uc urs mmnf -M Der vbö -Kurzem - Vrst gewählte RäbViNbr 'Kl Wcoksbürg^ Herr Quetsch/Hst in letzter> Woche--gestorben. -' Mist ihm geht 'ein ganzer schätz kalMÜdiMr Gelehrsamkeit'zu Gründe.'-Manhattst' sehr ffirie 'Intoleranz gefürchtet, indessen zeigte er sich sehr toleraüt. ' Dier erste Sendung der Bücher des Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur hat allgemein überrascht.: 'so viel hat- Möemanb erwartet - ünd'dhofftM - Apostag (Ungarn) ,- anr Janüär^ (PrivatmlttH -Schon im Anfangel! des-Jahres 1855 u würde durch einen Erlaß des-'hohen k.' k/-Ministeriums ssür'-Cuttus und Unterricht — nachdem dieses für Aüsärbekdüng neuer 'zweckmäßiger Schulbücher gesorgt hatte die ülsostrsige' Aufrichtung und Jnslsbenrufüng imchrerev.'Hüüp't-' und Trivialfchulen angeordnet, »-'welchem Umstando die! in unserem KronlandeHu 'Sst- Weißenburst/' Baja-. Szegedin^ Gr. Wardein neücreirten Haupt - und 'eine nicht unbedeutende^ Zahl Volksschulen. ihre Entstehung! verdanken." Zugleich würde ' auch -durch -die Verordnung : daß nür die an öffentlichen Präparandien gebildeten Jndividüeü als ^Schullehrer angxstellt werden 'dürfen, der bisher mit dem Lehrcr- : beruf schändlich / getriebenen Freibeuterei gesteuert, Von Eharlatanerierittern, dir mit-der vollendetsten und mnvirschämtesten Arroganz hier von Tag zu 'Tag pilzartig. aufschoffen, .das PfUschhandwerk für-immer gelegt^ und--somit bie-l Sch Ule von-ihren gefährlichsten Krebsschäden befreit. Doch blieben die seit längerer Zeit in > ihrem- Amte fungirenden Lehrer,' welche sich durch gründliche - -Sachkenntnis' und - Berufseifet! sowohl/ alsdurch/ strenge' Religiosität üüd apolitisches -Wohtverhalten .vortheilhast' hervorthateü, von Hei ordentlichen . Frequeütiruttg -einer - Lehrerbildungsanstalt verschont.:- Ohne-'-die -Sache: scharfins Augesaffi'n -zu müssen., ergiebt-:fichdaß'-'erwähnte'- Schonungsmaßregel außer - ihrer rein humanistischen: Seitd' auch -noch.: -durch andere nicht /minder-praktische Rückfichteü mötivirt und hervorgerufen würde.' Die'Schule würde nämlich. viel gelitten haben- -wenn sie ihrer"praktischen Männer: beraubt, plötzlich in: die - Hände einiger dör Schule : eben entwischten - Lehreandidätchen überginge, und überdies würde durch- Beseitigung der Erstem die Zahl der Lehrindividuen allzusehr gelichtet werden, wodurch sich unvermeidlich der Mangel an Leh-

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