Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 20 (1856)
- Issue
- Heft 7 (11.2.1856)
- Date
- 1856-02-11
- Page
- Seite 89 (sequence 7)
- Language
- German
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89 Kheriltias.-,:: was man: eigentlich heabfichtigte: doch sprach MyN schon^von; einer- „ständigen Synode, deren Entscheidungen und Beschlüsse für alle jüdischen Gemeinden bindende .Mast haben müssen." Der Grund, den man zur Berufungder Conferenz und Errichtung dieser Kirchenbehörde angabwar dieser:: daß Reformen von einzelnen Geistlichen - und deren- Gemeinden ejngeführt-:. keine Autorsitätichnben könnten, und. -nur. zu Jfolirungen und Sectirerei führten. - Alles das ist sehr schön; aber Dr. Wist und - Lilienthal, - die Hauptkeiter in der ganzen Confercnzjh.ewegrmg, - handelten nicht darnach, sondern führten, statt die /Beschlüsse: der Conferenz abzuwarten , einige- Monate vor deren Zusammentritte wichtige Reformen (Orgel, Chöre u<jst w.) in ihren Gemeinden .ein, und schlugen stch selbst Mt Herrn llr.: Rothenheim, ehemaligem Rabbiner in Wallerstein in 'Bayern, zu einem LetK-vin vor. Jndeß erschien unter der Aufschrift per-nv'' ps ein--Aufrust „Im Namen von Jsrael's Gott und Jsrael's RMgi-n".,. ster -:die Geistlichen und Delegaten der israelitischen! Gemeinden zu einer Conferenz in Cleveland ans .den 1:7..Oktober 1855 einlud. Schon die Zusammensetzung der Unterzeichner des Aufrufes konnte im Voraus demaufmerksamen Beobachter zeigen, weß Geistes Kind der-beabsichtigte „Ewige Friede" sein werde, da es darunter radicale. Reformer, unnachgiebige Orthodoxe und solche gab„ die; im Wechsel der Zeit Alles gewesen. J ,. Ich -meinerseits stand nicht an, meinen Unglauben an eiye^Union der'amerikanischen Juden öffentlich im OeciäM zu bekennen; der Glaube an dieselbe ist im besten Falle: I ein. schöner. Traum, dem schreckliche Wirklichkeit folgt.!rrr? . : ' - - -- . - Endlich kam der Tag : der Conferenz. Es erschienen im. Ganzen . 16 Männer, 10 Geistliche (vvr. Wist, Lilienthal, Cohn:, Kalisch, Merzbacher, Rothenheim, Retz. Leestr, Adler, Gytthelf,. Fould) und 6 Laien-Abgeordnete; — 3 der Unterzeichner des Aufrufes (vvr. Jllowy, Günzburg und Hochheimer) warew nicht erschienen. Nachdem stch die Versammlung auf sehr unparlamentarische Weist, wie Herr Leestr klagt, organistrt hatte, -rri\(Pr,';Wist-,• Wästdent'/E --- Dr. Cohn, Viceprästdent, und va, -Lilienthal Secretair) trat endlich vr. Wist mit seinem Unionsplane vvr, der nach zweitägiger Diskussion in folgender Fassung einstimmig angenommen wurde: 1. Die Bibel, wie. sie uns von. unseren Vätern übergeben, und jetzt in unserem' Besitze ist, ist unmitlesbaren göttlichen Ursprungs und die Basis un- -! stM Religion. .- i-; :J.. ■i >!: 2. - Der Talmud -enthalt wie traditionellen, gesetzlichen und: -logischen Expositionen - -dev > biblischen1 Gesetze .: die. nach der Erklärung des Talmuderforscht und geübt werden müssend . :; v, - : :; i > 3. Synodalbeschlüsse 4n Uebereinstimmung mit den vorstehenden Principien haben -gesetzliche 'Gültigkeit: 4. Vorschriften und Anordnungen-; diesem Landes- , gesttzr zuwiderlaufen,: haben - keine gesetzliche-Kraft. Ehe. ich über die-MNdr-ücke-'-i d'je^tziesev''MrttaA Zwischen der amerikanischen Orthodo-Me und Refornst denn das-sollte ja der Uniorrsplan sein, — chervörgerufen, spreche, lassen Sie mich in Kurzem die weiteten Verhandlungen berichten. Nachdem man verschiedene Commissionen für die Abfassung eines Älinhag driea, für,liturgische Anträge und Fragen, für die Schulangelegenheit und für Casuistik gewählt hatte, schritt.man zur, Discutjxung der Synodal-Verfassung, welche die Conferenz zwe.i volle Tage beschäftigte. Die Grundzuge der Verfassungsin^d folgende: Jede Gemeinde beschicht die Synode, mit ^mem . Abgeordneten, Gemeinden,' die me^r als hundepi Mtglieder. zahlen, haben i>äs Recht, zwei zu. schicken. Diese- A.bgeopd-? netkn zusammen mit allen qualificirstn Rabbinern und Predigern bilden die Synode, vorausgesetzt,, daß JO Mitglieder gegenwärtig, wovon ein Dritttheil qualisicjrte Rabbiner und Prediger sind;., in allen anderen Fällen ist die Versammlung eine iConferenzund».., ,yicht' eiste.' Mnohe^ „Der: Unterschied zwischen einer Synode und einer Conferenz besteht darin, daß die. 'KefchMe. der;, dpfte^en. religiös-verbindlich 'sinh,/ 'rp'ie.Mß, immer, der Fall iy Jsrgel gewesen, während dst Beschlüsse per letzteren stur. Men belehrenden Charakterhaben," Me., vor die Synode gebrachte religiöse Fragest werden an dew aus qlle^ gegen/ wärtigen Geistlichen 'best^ey^nMpchen'-A»Estß'j gewiesen'/ auf dessen Beruht hin die Synode verhandelt; zwei Dritttheile-der Stimmen /machen MeistBeschlußi JwÄeltlichen Fragen jedoch entscheidet ein fache Mehrheit. — Nachdem man beschlossendaß die erste Synode am- 24. December 1856 in Philadelphia zusammen kommen-' sollte, ging die Conferenzauseinander, n - - .?: . ^.. . -., .. .: . ('Schluß folgt:)' ' . ZettungßnachprchtH«. Deükschlauv. Ulm, im November. (Privatmitthl fEtst Ende ZanumS uns zugekommeni' Redadt.^) Ach glastfte,